„Safe Guard“ stärkt das Agrobusiness - Sichere Tierzucht und sichere Lebensmittel

„Safe Guard“ stärkt das Agrobusiness - Sichere Tierzucht und sichere Lebensmittel

ID: 225494

Landwirtschaft so weit das Auge reicht – in der deutsch-niederländischen Grenzregion liegt die Viehdichte weit über dem europäischen Durchschnitt. Das führt auch viele andere Unternehmen im Bereich der Ernährungswirtschaft in die Region. In beiden Ländern haben Tierseuchen, wie Schweinepest, und Krankheiten, die zwischen Tier und Mensch übertragen werden können, wie Vogelgrippe, der Branche in den letzten Jahren jedoch schwer zugesetzt. Das Vertrauen der Verbraucher wurde so immer wieder erschüttert, zumal deren Qualitätserwartungen stetig weiter steigen. Das grenzüberschreitende Projekt „Safe Guard“ setzt hier an: Unterstützt durch das INTERREG IV A-Programm Deutschland-Nederland soll das Agrobusiness entlang der Grenze gestärkt und die Sicherheit in Viehhaltung und Lebensmittelproduktion verbessert und das Vertrauen der Verbraucher zurückgewonnen werden.




(firmenpresse) - Neben der Skepsis in der Bevölkerung ist auch der wirtschaftliche Schaden bei Tierkrankheiten groß: EU-weit kosten die zwischen Tier und Mensch übertragbaren Krankheiten – im Fachjargon Zoonosen genannt – jährlich sechs Milliarden Euro. Auch einzelne Seuchen, die über einen bestimmten Zeitraum weite Gebiete betreffen, können schnell mehrere Millionen Euro kosten. Investition in Vorbeugung ist daher das Motto des INTERREG-geförderten Krisenpräventionsnetzwerks Safe Guard. Dazu arbeiten erstmalig Forschungseinrichtungen, Wirtschaftsunternehmen und Behörden aus vier Euregios zusammen, um Konzepte und Strategien zur Krisenprävention zu entwickeln. Grenzen spielen dabei keine Rolle mehr – alle Beteiligten arbeiten in einem Netzwerk eng zusammen.

Vielfältige Projektinhalte
In den kommenden Jahren werden im Rahmen des Projektes Online-Frühwarnsysteme für Tierärzte und Landwirte entwickelt und neue Technologien zur Kontrolle von Futtermitteln getestet. Auch der Ernstfall wird geprobt: Während einer gemeinsamen Tierseuchenübung will man potentielle Abstimmungsprobleme zwischen deutschen und niederländischen Akteuren aufdecken und sie gleichzeitig möglichst beheben. Parallel findet ein stetiger Austausch der beteiligten deutschen und niederländischen Institutionen statt. Unter anderem ist mit der Projekthomepage www.safeguard.giqs.org bereits eine integrierte Wissensplattform geschaffen worden.

Bekämpfung von Krankheiten und Lebensmittelsicherheit
Inhaltlich werden drei Cluster innerhalb des grenzüberschreitenden Krisenpräventionsnetzwerks gebildet: Tierseuchenbekämpfung, Zoonosenbekämpfung und Lebensmittelsicherheit.

Die Entwicklung neuer Präventions- und Krisenmanagementstrategien für die betroffenen Betriebe vor allem für die klassische Schweinepest und neuartige Tierseuchen, wie die Blauzungenkrankheit oder die Vogelgrippe, stehen im Fokus des ersten Clusters. Die Zoonosenbekämpfung wiederum richtet sich auch an die Ziel- und Risikogruppen in der Bevölkerung – diese sollen informiert und geschult werden, um sich künftig besser vor den Tierkrankheiten schützen zu können. Im Cluster Lebensmittelsicherheit werden neue Strategien erarbeitet, wie sich stärkere Kontrollmechanismen in den Unternehmen und Behörden umsetzen lassen und man die Überwachung und Zertifizierung der Tierhaltung und Lebensmittelproduktion verbessern kann. Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf Schweine- und Geflügelfleisch sowie Fischereiprodukte und Rohmilch gerichtet.



Weitreichende Kooperationen
Die Cluster arbeiten nicht nur für sich, sondern kooperieren auch untereinander. Beispielsweise im Bereich des grenzüberschreitenden Datenaustauschs, der Anerkennung von Zertifikaten, dem Abbau von Handelsbeschränkungen, dem Einsatz neuer Informations- und Kommunikationstechnologien und der Verbesserung von Produktionsabläufen.

Bis zum Juni 2013 haben die Partner Zeit, ihre Ziele umzusetzen und währenddessen die Gefahr von Tierseuchen und Menschen betreffenden Tierkrankheiten einzudämmen oder gar ganz zu bannen. Die letztendlich aus der Arbeit entstehenden technischen Innovationen im Bereich der Analyse- und Prognoseinstrumente dienen als Vorbild weit über das INTERREG-Fördergebiet hinaus und können später auch in anderen Regionen der EU zur Verbesserung der Sicherheit im Agrobusiness eingeführt werden.

Hintergrund
Das Projekt Safe Guard wird im Rahmen des INTERREG IV A-Programms Deutschland-Nederland mit Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE), des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, des Ministeriums für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes NRW, des Ministerie van Landbouw, Natuur en Voedselkwaliteit, der Provincie Drenthe, der Provincie Fryslân, der Provincie Gelderland, der Provincie Groningen, der Provincie Limburg, der Provincie Noord-Brabant und der Provincie Overijssel kofinanziert. Es wird begleitet durch das Programmmanagement bei der Euregio Rhein-Waal.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Das Programmgebiet des Förderprogramms INTERREG IV A Deutschland-Nederland erstreckt sich auf 46.737 Quadratkilometern beiderseits der deutsch-niederländischen Grenze zwischen Nordseeküste und Niederrhein. Hier leben zwölf Millionen Menschen. Es umfasst damit Teile der deutschen Bundesländer Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen und Gebiete der niederländischen Provinzen Friesland, Groningen, Drenthe, Flevoland, Overijssel, Gelderland, Nord-Brabant und Limburg.

Bei der Umsetzung des Förderprogramms spielen die Ems Dollart Region, die EUREGIO, die Euregio Rhein-Waal und die euregio rhein-maas-nord eine wichtige Rolle. Die vier deutsch-niederländischen Institutionen sind Ansprechpartner vor Ort, wenn neue Projekte in Angriff genommen werden und helfen bei deren Abwicklung.



PresseKontakt / Agentur:

Pressekontakt
Euregio Rhein-Waal
Sjoerd Zoete
+49 (0)2821-7930-38
zoete(at)euregio.org



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Datum: 09.07.2010 - 11:50 Uhr
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Freigabedatum: 31.05.2010

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