Afghanistan-Konferenz: Bundesregierung muss erklaeren, wie es ab 2011 weitergehen soll
ID: 230405
Afghanistan-Konferenz: Bundesregierung muss erklaeren, wie es ab 2011 weitergehen soll
Zur morgen stattfindenden internationalen Afghanistan-Konferenz in Kabul erklaert der stellvertretende Vorsitzende der SPD-Bundestagsfraktion Gernot Erler:
Die Erwartungen an die internationale Afghanistan-Konferenz in Kabul sind hoch. Die Sicherheitslage in Afghanistan ist so prekaer wie seit langem nicht mehr. Im Juni hatte die NATO mit 102 toten Soldaten den hoechsten Blutzoll seit Beginn des internationalen Einsatzes im Jahr 2001 zu verzeichnen. Die schleppende wirtschaftliche Entwicklung, Korruption und schlechte Regierungsfuehrung treiben den Taliban immer mehr junge Afghanen in die Haende und erschweren den Wiederaufbau und die Stabilisierung des Landes.
Es bleibt voellig im Dunkeln, wie die Bundesregierung die von ihr angekuendigte und zugesagte Uebergabe in Verantwortung ab 2011 in die Tat umsetzen will. Stattdessen laesst sich Verteidigungsminister zu Guttenberg im Kampfanzug gemeinsam mit den Bundeswehrsoldaten ablichten, waehrend Aussenminister Westerwelle versucht, Optimismus zu verbreiten. Ueberzeugend wirkt beides nicht.
Die Sorgen und die konkreten Fragen, die sich die Menschen in Bezug auf die weitere Entwicklung in Afghanistan stellen, nehmen kontinuierlich zu. Die im Januar 2010 beschlossene Strategie zeigt bislang keine sichtbaren Erfolge. Die dort beschlossene Konzentration auf die Ausbildung von Soldaten und Polizisten, damit sich Afghanistan so schnell wie moeglich selber gegen die Aufstaendischen verteidigen kann, kommt kaum voran. Von einer Verbesserung der Regierungsfuehrung in Kabul, damit die Zustimmung der Bevoelkerung waechst, ist bislang leider auch nicht viel zu spueren.
SPD und Buendnis 90/Die Gruenen hatten daher vorgeschlagen, das deutsche Afghanistanengagement einer unabhaengigen wissenschaftlichen Evaluierung zu unterziehen. Leider haben die Koalitionsfraktionen von CDU/CSU und FDP dies abgelehnt und damit eine Chance vertan, auch gegenueber der deutschen Oeffentlichkeit den Mut zu mehr Transparenz und Offenheit in Fragen des Afghanistaneinsatzes zu zeigen.
Wir werden die Bundesregierung in den kommenden Wochen und Monaten kontinuierlich auffordern, Bericht zu erstatten ueber die Umsetzung der Beschluesse der Londoner Konferenz und ueber konkrete Fortschritte hinsichtlich eines verlaesslichen Abzugsplans, der im kommenden Jahr beginnen muss.
© 2010 SPD-Bundestagsfraktion
Pressestelle
Internet: http://www.spdfraktion.de
E-Mail: presse@spdfraktion.de
Tel.: 030/227-5 22 82
Fax: 030/227-5 68 69
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 19.07.2010 - 19:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 230405
Anzahl Zeichen: 2893
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 255 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Afghanistan-Konferenz: Bundesregierung muss erklaeren, wie es ab 2011 weitergehen soll"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
SPD-Bundestagsfraktion (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) bekommt ein Update. 20 Jahre nach der Einführung haben sich das Antidiskriminierungsrecht und die Arbeit der Antidiskriminierungsstelle bewährt. Das AGG leistet einen zentralen Beitrag zu Fairness am Arbeitsplatz, bei der Wohnungssuche und im Zivilrecht
Zum Anne-Frank-Tag: Demokratiebildung und Erinnerungskultur bleiben unverzichtbar ...
Am 12. Juni 1929 wurde Anne Frank geboren. Seit zehn Jahren organisiert das Anne-Frank-Zentrum den bundesweiten Anne-Frank-Tag als Aktionstag an Schulen. Unter dem Motto "Geschichten erzählen" stellt das Anne-Frank-Zentrum kostenlose Lernmaterialien für Schulen bereit, die den Schülerin
BAföG-Reform muss zum Wintersemester kommen ...
In die Ausbildung junger Menschen zu investieren, fördert auch die Fairness zwischen den Generationen. Gleichzeitig legt es den Grundstein für künftigen Fortschritt und wirtschaftliches Wachstum, denn Studierende und Auszubildende sind die Fachkräfte von morgen. Deshalb muss die BAföG-Reform zu
Weitere Mitteilungen von SPD-Bundestagsfraktion
Bundeskanzlerin Merkel sandte der Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland ein Glückwunschschreiben ...
Bundeskanzlerin Merkel sandte der Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, folgendes Glückwunschschreiben: Sehr geehrte Frau Präsidentin, zum 60jährigen Bestehen des Zentralrats der Juden in Deutschland gratuliere ich Ihnen, Ihren Mitgliedern und UnterstÃ
Abzug statt Durchhalteparolen! ...
NATO-Generalsekretär Anders Rasmussen hat nun zugegeben, dass die NATO die Lage in Afghanistan von Anfang an falsch eingeschätzt hat. Leider ist seine Konsequenz ein weiter so, nur mit noch mehr von Allem, kritisiert Christine Buchholz, Mitglied im Geschäftsführenden Parteivorstand der LINKEN:
Lotto per E-Postbrief: Innenminister muss im Landtag berichten ...
Das von Lotto Hessen vorgestellte Angebot, in Hessen künftig auch per E-Postbrief seinen Lottoschein abgeben zu können, stößt bei BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN auf eine Reihe von Fragen, die Innenminister Volker Bouffier (CDU) als Verantwortlicher für die Glücksspielaufsicht in der nächsten Sitzu
Denkmalschutz: GRÜNE sehen Hoffnung für Erhalt der Güterhalle Höchst/Odw. ...
Die kulturpolitische Sprecherin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN, Sarah Sorge, hatte sich in einem Brief an die Ministerin Kühne-Hörmann (CDU) gegen den Abriss der denkmalgeschützten Güterhalle in Höchst im Odenwald gewandt. Durch die nun vorliegende Antwort der Ministerin sieht sie Hoffnung für de




