Startschuss für das Denkmalpflegezentrum in Benediktbeuern
In Zeiten steigender Energiepreise und zunehmendem ökologischen Bewusstseins, wächst auch die Notwendigkeit energetischer Einsparungen bei Gebäuden. Dies gilt auch und in besonderer Weise für denkmalgeschützte Bauten. Um Handwerkern, Architekten, Ingenieuren und anderen Interessierten Beratungsdienstleistungen und aktuelle Forschungsergebnisse zur Verfügung stellen zu können, gründet das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP mit seinen Partnern das Europäische Kompetenzzentrum für energetische Altbausanierung und Denkmalpflege in Benediktbeuern. Im Rahmen eines Festakts wird am 29. Juli 2010 der Nutzungsvertrag der Alten Schäfflerei im Kloster Benediktbeuern zwischen den Salesianern Don Boscos und der Fraunhofer-Gesellschaft unterzeichnet.
Die „Alte Schäfflerei“ im Kloster Benediktbeuern © Fraunhofer IBP(firmenpresse) - Auf dem Gelände des alten Klosters entsteht mit dem neuen Kompetenzzentrum eine fachkompetente Anlaufstelle für alle Fragen rund um das Thema Altbausanierung und Denkmalpflege. Dort wird künftig das umfassende bauphysikalische Themenspektrum zur Altbausanierung und Denkmalpflege erforscht, demonstriert und verständlich abgebildet. Damit wird es konkrete Antworten auf die große Herausforderung geben, die bei der Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden und Altbauten besteht: Wie sind maximale Energieeinsparungen erreichbar, ohne erhebliche Eingriffe in den Bestand in Kauf nehmen zu müssen? Die wichtigsten Ziele des Kompetenzzentrums sind das Ineinandergreifen von Handwerk, Wissenschaft und Denkmalpflege sowie die Darstellung der Funktionsweisen innovativer Materialien und Techniken an historischen Gebäuden.
Zunächst wird das historische Gebäude „Alte Schäfflerei“ vom Fraunhofer IBP denkmalgerecht und energetisch saniert. In einer Art lebendigen und gläsernen Baustelle werden die unterschiedlichen Baumaßnahmen transparent dargestellt. Ausstellungen informieren die Besucher in Zukunft zu den Themenbereichen energetische Sanierung, Denkmalpflege, Energieeffizienz und Bauphysik. Darüber hinaus werden Seminarräume für Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen zur Verfügung stehen, die sowohl an Handwerker, Architekten und Ingenieure als auch für interessierte Laien gerichtet sind.
Gemeinsam mit dem Fraunhofer-Informationszentrum Raum und Bau IRB, dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege und der WTA (Wissenschaftlich-technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege) haben sich die Wissenschaftler des Fraunhofer IBP auf den Weg gemacht, erstmals eine Bündelung von bauphysikalischem Wissen und Erfahrungen aus dem Bereich der Baudenkmalpflege und der Altbausanierung in einem öffentlich wirksamen Zentrum anzubieten. Unterstützung erhalten die Partner dabei auch von der Industrie. Die Unternehmen Isocell, KlemoFlex, Knauf, Krah & Grote, Technopor und Xella haben sich bereits mit einem Grundbeitrag am Kompetenzzentrum engagiert. Am 29. Juli werden vier weitere Firmen mit ihrer Unterschrift der Kooperation beitreten.
Hintergrundinformationen
Das Kloster Benediktbeuern zählt zu den ältesten Klöstern Oberbayerns. Seine Gründung geht auf das 8. Jahrhundert zurück. Nach der Säkularisation 1803 wurde dort die sog. Glashütte von Joseph von Utzschneider errichtet. Joseph von Fraunhofer entdeckte hier unter anderem die Fraunhoferschen Linien im Sonnenspektrum. Seit 1930 wird das Kloster von den Salesianern Don Boscos betrieben. Die „Alte Schäfflerei“, die zum ehemaligen Handwerkerbezirk des Klosters gehört, stammt aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Das Bauwerk bietet einen idealen Ort für ein Kompetenzzentrum für alle Fragen zu Energieeffizienz und Denkmalpflege.
Pressekonferenz
Startschuss für das »Europäische Kompetenzzentrum für energetische Altbausanierung und Denkmalpflege – Kloster Benediktbeuern«
Donnerstag, 29. Juli 2010, 15.30 bis 16.00 Uhr
Kloster Benediktbeuern, Alte Schäfflerei, Don Bosco Straße, Benediktbeuern
Weitere Informationen:
Fraunhofer-Institut für Bauphysik
Institutsteil Holzkirchen
Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Dipl.-Journ. Janis Eitner
Telefon: +49 (0) 8024/643-203
janis.eitner@ibp.fraunhofer.de
Fraunhoferstraße 10
83626 Valley
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP befasst sich mit Forschung, Entwicklung, Prüfung, Demonstration und Beratung auf den Gebieten der Bauphysik. Hierzu gehören der Schutz gegen Lärm und Schallschutzmaßnahmen in Gebäuden, die Optimierung der Akustik in Auditorien, Maßnahmen zur Energieeinsparung, Lichttechnik, Fragen des Raumklimas, der Hygiene, des Gesundheitsschutzes und der Baustoffemissionen sowie die Aspekte des Wärme-, Feuchte- und Witterungsschutzes, der Bausubstanzerhaltung und der Denkmalpflege.
Ansprechpartner für weitere Informationen:
Fraunhofer IBP
Dr. phil. Britta von Rettberg
Tel.: +49(0) 8024/ 643-613, Fax: +49(0) 8024/ 643 - 366
E-Mail: britta.von.rettberg(at)ibp.fraunhofer.de
Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP
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Datum: 21.07.2010 - 13:47 Uhr
Sprache: Deutsch
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Forschung und Entwicklung
Meldungsart: Kooperation
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Freigabedatum: 21.07.2010
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