Heidebeer-Ernte: Gäste dürfen sich am Früchtekorb der Natur bedienen
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Heidebeer-Ernte: Gäste dürfen sich am Früchtekorb der Natur bedienen
Heidebeer-Ernte fällt aufgrund der Trockenheit geringer aus ? Früchte aromatischer
Heidelbeerpfannkuchen, Heidelbeermarmelade oder -saft, auf Eis oder als Milchshake ? die kleinen blauen Früchtchen sind nicht nur besonders lecker, sondern obendrein auch gesund. Allein oder als aromatischer Mix zusammen mit Himbeeren, Erdebeeren und Johannisbeeren sind sie einfach unschlagbar. Auf den Hochheiden der Ferienwelt Winterberg läuft die Ernte so langsam an. Gäste sind herzlich eingeladen, sich am Früchtekorb der Natur zu bedienen.
Sowohl auf dem Kahlen Asten als auch auf der Niedersfelder Hochheide wachsen die begehrten Heidelbeeren, so die korrekte Bezeichnung. Denn Blaubeeren, das sind die zur professionellen Ernte gezüchteten Beeren. Sie sind zwar größer, dafür aber deutlich weniger aromatisch. Genießer schätzen den einzigartigen Geschmack der wild gewachsenen Beeren.
An das "Rekorderntejahr" 2009 kommt die diesjährige Saison wohl nicht heran. Aufgrund der langen, trockenen Hitzeperiode fällt die Ernte etwas spärlicher aus. Dafür sind die Heidelbeeren umso aromatischer. Die kalten Nächte im Mai sind dafür verantwortlich, dass die Ernte in diesem Jahr rund ein bis zwei Wochen später beginnt als im Jahr zuvor.
Heidelbeeren fangen im Mai an, zu blühen. Ende Juli bis Anfang August zeigen sich die ersten reifen Früchte. Danach zieht sich die Ernte rund vier Wochen hin, bis die Saison vorbei ist. Auch Preiselbeeren wachsen auf den Hochheiden rund um Winterberg. Die kleinen roten, etwas herb schmeckenden Verwandten sind allerdings etwas später reif.
Um die Zwergsträucher nicht zu schädigen, dürfen die auf den Hochheiden wachsenden Beeren nicht mit "Kämmen" geerntet werden. Erwerbsmäßiges Sammeln ist ebenfalls nicht gestattet, sondern nur für den Eigenbedarf.
Ein weiteres Naturschauspiel ist die Schafherde, die abwechselnd die Hochheide am Kahlen Asten und die bei Niedersfeld beweidet. Ohne diese Heidschnucken wären die Jahre der Hochheiden im Sauerland gezählt. Noch zu Anfang des 19. Jahrhunderts waren über 30 Prozent der Region mit solchen Kahlflächen bedeckt. Der ursprüngliche Buchenwald war verschwunden. Später, als der Bedarf an Holzkohle für die Erzgewinnung nachlies, verwandelten sich die Flächen wieder nach und nach in Wald.
Heute fressen die Heidschnucken aufkeimende Büsche und Bäume ab und verhindern damit die Bewaldung der ökologisch wertvollen Heideflächen. Anfang der 80er Jahre haben Naturschützer die zunehmende Verholzung der Hochheiden auf diese Weise gestoppt.
Hochheide Kahler Asten:
Bergbauern trieben in früheren Jahren ihre Kühe, Ziegen und Schafe auf den Berg. Durch die ständige Beweidung wurde das Nachwachsen des Rotbuchenbestandes verhindert. Die Heide eroberte sich im Laufe der Zeit die Bergkuppe. So erhielt der Kahle Asten seinen Namen. Die rund 840 Meter hoch gelegene Hochheide besteht vornehmlich aus Heidelbeere, Heidekraut und Drahtschmiele. Vereinzelt sind auch Moose, Gräser, Flechten sowie wenige Blütenpflanzen, wilde Küchenkräuter, Vogelbeeren, Zitterpappeln, Grauweidenbüsche und Birken zu entdecken. Zahlreiche Wanderwege führen über die landschaftlich reizvolle Fläche. Seit 1965 steht die Heide auf dem Kahlen Asten unter Naturschutz.
Sehenswert: Informationstafeln, Heidelehrpfad, Infozentrum, Wetterstation, Berggasthof
Hochheide Neuer Hagen
Die rund 800 Meter hoch gelegene Hochheide bei Winterberg-Niedersfeld ist das größte zusammenhängende Hochheidegebiet Nodwest-Deutschlands. Auch sie ist im Laufe der Jahrhunderte durch Menscheneinwirkung entstanden. Für ihren Erhalt setzen sich die Biologische Station Hochsauerlandkreis und viele ortsansässige Bürger ein. Seit 1955 steht die Heide unter Naturschutz.
Ausflugsziele: Heide Hotel, Hochheide Hütte
Heidebeeren:
Sie schmecken frisch und leicht gekühlt am besten. Die Früchte bleiben im Kühlschrank etwa zehn Tage lang knackig frisch. Sie eignen sich auch zum Einfrieren, Einkochen, Backen oder zur Herstellung von Wein und Saft. Die Beeren sind nicht nur kalorienarm, sie sind auch reich an Vitaminen und Mineralstoffen und darum sehr gesund. Der natürliche blaue Farbstoff der Beere hat eine besonders hohe antioxidantische (neutralisierende) Wirkung auf zellschädigende Umwelteinflüsse (sogenannte freie Radikale) haben. Das belegen zahlreiche wissenschaftliche Studien. Im Vergleich mit anderen Früchten liegen die Heidelbeeren dabei an erster Stelle. Wer sie isst, hilft dem Körper Umweltgifte, UV-Strahlen oder Stress zu verarbeiten.
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Datum: 30.07.2010 - 20:47 Uhr
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