Mit dem Sportabzeichen die Krankenkassenbeiträge senken

Mit dem Sportabzeichen die Krankenkassenbeiträge senken

ID: 23791
(firmenpresse) - Senioren-Union: Deutschland fehlt es noch immer an einer "Alterskultur"

Von Ansgar Lange

Bonn/Berlin - Die Bundesregierung hat sich auf Einzelheiten der angekündigten Rente mit 67 verständigt. So soll die Regelaltersgrenze von 2012 an beginnend mit dem Jahrgang 1947 bis zum Jahr 2029 schrittweise auf 67 Jahre angehoben werden. Der Gesetzentwurf der Grossen Koalition soll am 29. November im Kabinett beschlossen und bis zum 12. Dezember von den Fraktionen des Bundestages abschliessend beraten werden. Durch die schrittweise Anhebung des Rentenalters wird der demographische Rückgang des Angebots an Arbeitskräften nach einer aktuellen Analyse des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) http://www.iab.de der Nürnberger Bundesagentur für Arbeit (BA) http://www.arbeitsagentur.de deutlich verzögert. Im Jahr 2030 werden mindestens 1,2 Millionen zusätzliche Arbeitsplätze benötigt. Ansonsten drohe wegen der Rente mit 67 eine höhere offene oder verdeckte Arbeitslosigkeit.

Nach den Plänen der Regierung können Versicherte ab dem Jahrgang 1964 erst mit 67 Jahren eine abschlagfreie Rente beziehen. Laut IAB muss die Einführung der Rente mit 67 von Massnahmen zur (Re-)Integration älterer Arbeitnehmer begleitet werden. "Gerade dann, wenn die Politik besonders erfolgreich ist und Frühverrentungen selten werden, könnte die Rente mit 67 den demographisch bedingten Rückgang des Erwerbslosenpotenzials eine Zeit lang nahezu kompensieren", warnen die IAB-Forscher. Zu den flankierenden Massnahmen, um die Erwerbsbevölkerung fit zu machen für die Herausforderung längeren Arbeitens, zählen sie Qualifizierungsaktivitäten, Gesundheitsförderung und eine angemessene Arbeitplatzgestaltung.

Deutschland mangele es noch immer an einer "Alterskultur", kritisierte der Bundesvorsitzende der Senioren-Union http://www.seniorenunion.de der CDU Deutschlands, Otto Wulff: "Innerhalb weniger Jahrzehnte hat der Jugendkult das gesellschaftliche Gefüge und die arbeitsökonomische Werteordnung entscheidend verändert. In einer Arbeitswelt, in der den älteren Arbeitnehmern wenig oder nichts zugetraut wird, trauen sich die über 50-jährigen bald selbst nichts mehr zu, so dass die Fremdwahrnehmung ihre Selbstwahrnehmung ersetzt." Deutlich werde die "Absurdität diskriminierender Anti-Altersmentalität am Verhalten mancher Manager grosser Konzerne, die bereits 40-jährige zu den nicht vermittelbaren Älteren zählen, selbst aber die 50 weit überschritten haben und in ihren eigenen Unternehmen gar nicht mehr aufgenommen würden."



Wulff verweist auf eine Studie des Düsseldorfer Beratungsunternehmens Harvey Nash http://www.harveynash.de, wonach selbst in der Branche für Informationstechnik, die doch als Jugenddomäne gelte, die älteren Mitarbeiter den jüngeren bisweilen weit voraus seien. Ein junger Mitarbeiter komme beispielsweise überhaupt nicht in Frage, wenn Grossrechner zu programmieren seien, weil ihm dieses Wissen im Gegensatz zu den Älteren im Studium nicht vermittelt worden sei. Der Chef der Senioren-Union plädiert für ein Miteinander der Generationen, die nicht gegeneinander ausgespielt werden dürften. Die Arbeitswelt habe schon oft den Beweis angetreten, dass gemischte Teams mit 15 Jahren Altersunterschied die effektivsten und flexibelsten Modelle seien.

Wulff attestiert den gängigen Talkshows im Fernsehen eine schädliche Wirkung, wenn sie stets das gleiche Lamento anstimmen: "Unser Sozialsystem ist unfinanzierbar, die Wirtschaft zerbricht unter den Kosten, das Vertrauensverhältnis zwischen Alt und Jung ist gleich null!" Allen Unkenrufen zum Trotz hätten sich in den vergangenen Jahren die Kontakte zwischen Enkeln und Grosseltern erheblich verstärkt und nähmen weiterhin erfreulich zu. Die Pflegeversicherung wäre ohne den Einsatz älterer Menschen bereits heute zusammengebrochen, da rund 70 Prozent aller Pflegefälle im häuslichen Bereich vornehmlich von älteren Angehörigen erbracht würden. Statt zu jammern und zu klagen, so der Senioren-Lobbyist, sollten sich Politik, Wirtschaft und Gesellschaft besser nach intelligenten Konzepten umschauen. Er verweist darauf, dass beispielsweise als Anreiz für Einsparungen von Kosten beim Zahnersatz das bekannte Bonusheft diene. Es diene der Prävention, weil der Patient durch freiwilligen jährlichen Besuch beim Zahnarzt weniger Kosten beim etwaigen Zahnersatz zu tragen habe. So sei es doch zumindest denkbar, die Krankenkassenbeiträge durch den Erwerb des Sportabzeichens zu senken. Wer sich fit und gesund hält, wird dafür durch niedrigere Beiträge belohnt. Wer selber einen ungesunden Lebensstil wählt und freiwillig auf gesunde Ernährung und Bewegung verzichtet, muss mehr zahlen. Mit ein wenig mehr Selbstverantwortung, Optimismus und Selbstvertrauen könne auch die so genannte demographische Krise gemeistert werden, so Wulff: "Allen Untergangspropheten zum Trotz: Die Welt geht nicht unter."



Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Deutsche Ebay-Verkäufer im Visier: Abmahnflut durch amerikanische Modefirma Warum eine Partnervermittlung gerade vor Weihnachten Überstunden machen muss
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 25.10.2006 - 13:26 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 23791
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Ansgar Lange

Kategorie:

Dienstleistung


Meldungsart: Unternehmensinformationen
Versandart: kein
Freigabedatum: 25.10.2006

Diese Pressemitteilung wurde bisher 835 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Mit dem Sportabzeichen die Krankenkassenbeiträge senken"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

medienbüro.sohn (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation ...
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi

Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un

Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys


Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn


Deutsche Ebay-Verkäufer im Visier: Abmahnflut durch amerikanische Modefirma ...
Bonner Rechtsexperte: "Umtriebige Anwälte nutzen eine einfache Einkommensquelle" Von Gunnar Sohn Hamburg/Frankfurt am Main/Bonn, www.ne-na.de - Mit einer beispiellosen Abmahnflut drangsaliere die US-Modefirma Abercrombie & Fitch (A & F). nach einem Bericht des Magazins Spie

Vorbilder für einzigartigen Service gesucht ...
Gerade sind wieder einige aktuelle Studien zur Dienstleistungs- und Serviceentwicklung in unserem Land erschienen, die versucht haben auf die eine oder andere untersuchende Weise, hervorragende Beispiele für eine exzellente Ausführung selbst gestellter Leistungsversprechen bei Unternehmen zu finde

psychologisches Schnittstellendesign ...
Unter dem Label "PsySolution" bietet Dipl.-Psych. Ralf Zeuge seit geraumer Zeit eine hochqualitative Beratungsdienstleistung an. Im Mittelpunkt steht dabei die ergonomische Gestaltung von Mensch-Maschine-Schnittstellen (z.B. Bedienung von Software, Webseiten, Geräten) und Mensch-Umwelt-

Schmalenbach-Unternehmerforum: Falsche Outsourcing-Strategien führen zu höheren Kosten ...
Halver - "Outsourcing - Kaufen oder Selbermachen?" mit diesem Thema beschäftigt sich das achte Schmalenbach-Unternehmerforum http://www.schmalenbach.org in Halver (Sauerland), organisiert von der Schmalenbach-Gesellschaft für Betriebswirtschaft und der Initiative Pro Halver http://www.pr


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z