Zeichen der Hoffnung für Kirgisistan – Wiederaufbauhilfe der Liebenzeller Mission unterstützt Familien
BAD LIEBENZELL. Die Wiederaufbauhilfe der Liebenzeller Mission für Kirgisistan konnte bereits 40 Familien in besonderen Notsituationen helfen. Das berichtet Hartmut Wacker, Mitarbeiter der Liebenzeller Mission, der sich ein Bild von der Lage in dem zentralasiatischen Land machte und unter anderem in die Stadt Osch im Süden des Landes reiste. Vor Kurzem ist er nach Deutschland zurückgekehrt. „Die Zerstörung in Osch ist enorm. Ausgebrannte Geschäfte, zerfallene Häuser und zerstörte Tankstellen reihen sich aneinander. Doch viel tragischer ist natürlich, dass mehr als 2000 Menschen ihr Leben verloren haben", berichtet Hartmut Wacker.
In der kirgisischen Stadt Osch haben viele Menschen ihr ganzes Hab und Gut verloren. Foto: Liebenzel(firmenpresse) - Im Juni kam es im Süden Kirgisistans zu gewalttätigen Ausschreitungen zwischen Kirgisen und der usbekischen Minderheit. Besonders dramatisch war die Situation für die usbekische Bevölkerung, gegen die sich die Gewalt hauptsächlich richtete und die von den Sicherheitskräften vor Ort nicht geschützt wurde. In Osch traf Hartmut Wacker den evangelischen Pastor Dennis. Er selbst ist russischer Abstammung, pflegt aber viele freundschaftliche Kontakte zu Usbeken. Während der Ausschreitungen brachte Pastor Dennis immer wieder Verletzte ins Krankenhaus, bis diese ihn wegen Überfüllung abweisen mussten.
Über die Evangelisch-Lutherische Kirche in Kirgisistan gelang ein Hilferuf von Pastor Dennis zur Liebenzeller Mission. Dennis bat um Nahrung, Kleidung und finanzielle Unterstützung für die Wiederbeschaffung von amtlichen Dokumenten für Menschen in seiner Umgebung. „Im Rahmen eines Soforthilfe-Programms konnte die Liebenzeller Mission 40 Familien helfen", berichtet Hartmut Wacker. „Viele haben mir von dem Leid berichtet, das ihnen in den letzten Wochen widerfahren ist. Was sich in Osch abspielte, sprengt jede menschliche Vorstellungskraft. Kaum jemand ist unter den Familien, der keine Angehörigen verloren hat", so Wacker weiter. Dennoch sei ermutigend zu sehen, wie dankbar die Menschen für die empfangene Hilfe seien.
Langfristig will sich die Liebenzeller Mission für die Versöhnung zwischen Kirgisen und Usbeken einsetzen. Pastor Dennis ist da ein erstes Hoffnungszeichen. „Er und die Mitglieder seiner Gemeinde bringen durch ihr Handeln die Liebe Gottes zu ihren Nachbarn, deren Leben von Leid und tiefer Verzweiflung geprägt ist", so Hartmut Wacker.
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Humanitäre Hilfe ist wichtig, reicht aber allein nicht aus. Deshalb geben Liebenzeller Missionarinnen und Missionare weiter, dass Jesus Christus ein sinnvolles, hoffnungsvolles und ewiges Leben möglich macht.
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Neben der Arbeit im Ausland ist die Liebenzeller Mission auch im Inland aktiv. Im Osten Deutschlands sind Mitarbeiter in der missionarischen Gemeindearbeit eingesetzt. Außerdem bietet die Liebenzeller Mission vielfältige Programme mit Kongressen, Seminaren und Reisemöglichkeiten an.
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Datum: 09.08.2010 - 14:06 Uhr
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