Wo kann ich mehrüber Ur-Opa erfahren?
Die 10 wichtigsten Quellen zur Ahnenforschung
Wo kann ich mehrüber Ur-Opa erfahren?(firmenpresse) - Sommerzeit ist Familienzeit und lädt zu langen Erzählabenden im Kreis der Verwandtschaft ein. Eine willkommene Gelegenheit, Familiengeschichten auszutauschen und sich auf eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit zu begeben. Wer dabei mit Neuigkeiten zum ausgewanderten Urgroßonkel oder mit berühmten Vorfahren punkten möchte, muss zunächst wissen, welche Quellen für die Ahnenforschung geeignet sind. Hier bieten sich vor allem historische Dokumente mit Eintragungen zu Geburtsdaten, Namen von Ehepartnern und anderen wertvollen Eckdaten an. Dafür ist es heute nicht mehr unbedingt notwendig, in Archiven vor Ort zu recherchieren, denn viele Quellen sind inzwischen auch im Internet recherchierbar.
Berufsgenealogin Andrea Bentschneider verrät die 10 wichtigsten Quellen, die jeder Hobby-Ahnenforscher kennen sollte:
1. Kirchenbücher geben Aufschluss über Vorfahren in puncto Tauf-, Heirats- und Sterbeeinträge. Hier finden sich neben Namen und Daten der gesuchten Person auch Angaben über Familienmitglieder wie z. B. Eltern, Kinder, Enkel, Taufpaten aus dem familiären Umfeld, oft mit Alters- und Ortsangaben.
2. Standesamtliche Urkunden bieten wertvolle Infos über Heiratsdaten - also die Verbindung zweier Familien. Auch Geburts- und Sterbedatum sind dort zu finden. Teilweise vorhandene Randvermerke verraten Namen und Anzahl von Kindern, Berufe und Wohnorte von Familienmitgliedern. Seit 2009 sind die Urkunden mit gelockerten Datenschutz-Sperrfristen leichter zugänglich. Das zuständige Standesamt gibt Auskunft, ob die Urkunden noch dort zu bekommen oder bereits im örtlichen Archiv zu finden sind.
3. Das Internet ist bestimmt die umfangreichste Quelle. Hier kann eine Recherche sinnvoll sein, um beispielsweise den Herkunftsort einer Familie (über den Nachnamen) einzuengen. Hierbei helfen auch private Webseiten. Aber Achtung: Die Angaben sollten nicht gutgläubig und ungeprüft übernommen werden. Professionelle Ahnenforschungsseiten wie Ancestry.de bieten hierbei den Vorteil, dass Scans der tatsächlichen Dokumente direkt am eigenen PC einsehbar sind und die Angaben somit gleich verifiziert werden können.
4. Historische Meldekarten: Eine tolle Quelle, um die Lebenssituation von Vorfahren nachzurecherchieren. Welcher Beruf wurde ausgeübt und wo und wann wurde der Militärdienst geleistet? Außerdem beantwortet die Auflistung der Anschriften und Wohnorte zusätzliche Fragen zum Leben der Vorfahren: Wie war der Lebensstandard, das soziale Umfeld, die finanzielle Situation?
5. Volkszählungslisten: Wenn Vorfahren viel umgezogen oder gar ausgewandert sind, lohnt sich ein Blick auf diese Quellen, um die Wohnorte nachzurecherchieren. Meist beinhalten diese Listen persönliche Angaben zu Namen, Geburtsdaten und -orte.
6. Adressbücher: Sind bedingt hilfreich, weil sie leider oft nur für größere Städte geführt wurden und dort auch nur die Hauptmieter aufgeführt sind. Untermieter, Dienstboten und ein Großteil der einfachen Arbeiter sind nicht gelistet. Dafür lassen sich hier auch viele prominente Namen finden wie Thomas Mann in München oder Albert Einstein in Berlin.
7. Passagierlisten: Wenn die Urgroßtante vor 100 Jahren mit dem Schiff nach Amerika ausgewandert ist, kann dies in den Passagierlisten der Schiffe nachgelesen werden. Neben Namen, Alter und Beruf beantworten die Listen die Frage nach dem Geburts- bzw. letzten Wohnort vor der Auswanderung. Auch mitreisende Familienmitglieder sind hier gelistet.
8. Militärunterlagen geben Aufschluss über sehr persönliche Beschreibungen zu männlichen Vorfahren: Neben dem militärischen Werdegang (Kampfeinsätzen, Auszeichnungen) gibt die Recherche hier auch oftmals Auskunft über das Aussehen oder Krankheiten. Manchmal sind auch Wohnort und Beruf der Eltern sowie ggf. Angaben zur Ehefrau verzeichnet. Außerdem können sie sogar Schreiben der Soldaten selbst enthalten, zum Beispiel Urlaubsanträge.
9. Bürgerakten enthalten oft recht ausführliche Dokumentationen über das Leben des Antragstellers. Diese können Abschriften von Tauf- und Heiratseinträgen, Militärdokumente, Hinweise auf Familienmitglieder, Staatsangehörigkeitsnachweise, Referenzschreiben von Arbeitgebern, Steuerbehörde etc. beinhalten.
10. Ortsfamilienbücher, Heimatchroniken: Wenn eine Forschung in einem neuen Ort begonnen wird, lohnt es sich zu prüfen, ob nicht schon ein anderer Forscher ein Ortsfamilienbuch oder eine Ortschronik geschrieben hat.
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Ancestry.de wurde im November 2006 gelauncht und ist Teil des globalen Ancestry-Webseitennetzwerkes (vollständig im Besitz von Ancestry.com Operations Inc.). Die Website bietet Zugriff auf über fünf Milliarden historische Aufzeichnungen. Bis dato wurden auf Ancestry 18 Millionen Familienstammbäume mit 1,8 Milliarden Namen erstellt und 40 Millionen Fotos und Geschichten hochgeladen. (Juli 2010)
Zum globalen Ancestry-Netzwerk zählen: www.ancestry.de in Deutschland, www.ancestry.it in Italien, www.ancestry.fr in Frankreich, www.ancestry.ca in Kanada, www.ancestry.co.uk in Großbritannien, www.ancestry.com.au in Australien, www.ancestry.com in den USA, www.ancestry.se in Schweden und www.jiapu.com in China.
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Datum: 13.08.2010 - 19:55 Uhr
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