Zu wenig Technikbegeisterung: Lähmt der Ingenieurmangel den deutschen Konjunkturmotor?
ID: 250751
Experten fordern mehr Engagement von den Schulen
Das besondere Problem dieser Entwicklung: Gerade die Hochtechnologie, zu der Branchen wie der Maschinen- und Fahrzeugbau sowie die Chemische Industrie zählen, trägt maßgeblich zum aktuellen Aufschwung bei und ist Deutschlands Konjunkturmotor. Dies, so das Kölner Institut, sei zwar auch in anderen europäischen Staaten der Fall, doch habe die Konkurrenz dort weitaus weniger mit Nachwuchsproblemen zu kämpfen. Somit würde die Politik hierzulande gut daran tun, die Situation zu entschärfen, beispielsweise indem in den Schulen Naturwissenschaften und Technik interessanter gestaltet würde, aber auch, indem es ausländischen Ingenieuren leichter gemacht würde, in Deutschland einen Job anzutreten.
„Vielleicht lenkt diese Entwicklung wieder den Blick darauf, dass das Interesse der Schülerinnen und Schüler an naturwissenschaftlichen Fächern ausbaufähig ist. Oft begegnen gerade die Pädagogen, die junge Menschen für neue Technologien begeistern sollten, den Bio-, Gen- und Informationstechnologien sowie den technisch angelegten Studiengängen und Berufen mit weniger Interesse“, kommentiert der Personalexperte Udo Nadolski, Geschäftsführer des auf Technical Recruitment und Outsourcing Services sowie Strategic Leadership spezialisierten Beratungshauses Harvey Nash http://www.harveynash.de in Düsseldorf. Wenn die gymnasialen Leistungskurse in Mathematik, Physik und Chemie immer dünner besetzt seien, brauche man sich über den Mangel an Ingenieuren nicht zu wundern. Jugendliche Erfinder und Tüftler führten in Deutschland deshalb bisweilen ein Schattendasein, so Nadolski.
Der Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) http://www.vde.de hatte bereits im Frühjahr auf die dramatische Entwicklung im Ingenieurswesen hingewiesen.
Knapp 80 Prozent von rund 1.300 befragten Unternehmen der Branche bestätigten damals, dass die Ingenieurbelegschaft zunehmend älter wird und zu wenige Nachwuchskräfte nachrücken. Insbesondere in den Bereichen Planung, Projektierung, Engineering, Forschung und Entwicklung sowie Vertrieb und Marketing herrsche Personalmangel. In der Studie gaben 92 Prozent der Befragten an, dass Absolventen der Elektro- und Informationstechnik trotz Wirtschaftskrise gute Berufschancen haben. Um den Bedarf an Nachwuchs im Bereich der Elektro- und Informationstechnik zukünftig decken zu können, will demnach fast jedes zweite befragte Unternehmen auf Absolventinnen und Absolventen verwandter Fächer zurückgreifen – insbesondere auf Naturwissenschaftler und Informatiker.
Redaktion
KLARTEXT ONLINE
Auf dem Heidgen 27
53127 Bonn
E-Mail: info@klartextonline.com
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: KLARTEXTONLINE
Datum: 01.09.2010 - 16:47 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 250751
Anzahl Zeichen: 3513
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: KLARTEXT ONLINE
Stadt:
Bonn
Kategorie:
Bildung & Beruf
Meldungsart: bitte
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 01.09.2010
Diese Pressemitteilung wurde bisher 411 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Zu wenig Technikbegeisterung: Lähmt der Ingenieurmangel den deutschen Konjunkturmotor? "
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
KLARTEXT ONLINE (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Leverkusen/Düsseldorf, 10. Februar 2011 - Nach dem Fußball-Länderspiel gegen Italien bleibt eine Personalfrage weiter ungeklärt. Geht der Capitano bald von Bord? Oder sind die Worte von der möglichen Rückkehr Michael Ballacks ins Löw-Team doch mehr als Worthülsen? Schon nach der Fußball-Wel
Fachkräftemangel: Personalpolitik setzt auf Mitarbeiterbindung ...
Köln/Düsseldorf, 3. Februar 2011 - In der Personalpolitik setzen die meisten Unternehmen gleichermaßen auf Flexibilität und auf Mitarbeiterorientierung. Dies ergab das Personal-Panel des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) http://www.iw- koeln.de, für das 1.853 Personalverantwort
Per Mausklick zum neuen Job: Internet ist das Top-Medium für Stellenanzeigen ...
Personalvermittler bleiben weiter gefragt Berlin/Düsseldorf, 21. Januar 2011 - Keine Neueinstellung ohne Internet, keine Stellenanzeige ohne Verlinkung zur Online-Bewerbungsmöglichkeit: Im Personalmarkt geht nichts mehr ohne Web-Unterstützung. „Vor allem Personalabteilungen verbringen sehr
Weitere Mitteilungen von KLARTEXT ONLINE
Qualität ist grenzenlos – Erster Meilenstein im Projekt LQW-EU abgeschlossen ...
Die 14 Teilnehmerinnen konnten mit der Teilnahme an den drei Ausbildungseinheiten ihre Gutachterausbildung erfolgreich abschließen. Nun wird das Modell der Lernerorientierten Qualitätsentwicklung für die Weiterbildung in Pilotorganisationen in Bulgarien, Litauen und Polen eingeführt. In den Län
Master Software Engineering for Embedded Systems im Fernstudium ...
Die ersten Absolventen des berufsbegleitenden Fernstudiums »Master Software Engineering for Embedded Systems« des Fraunhofer-Instituts für Experimentelles Software Engineering IESE in Kaiserslautern haben das Studium am 1. September 2010 nach vier Semestern erfolgreich abgeschlossen. Von acht Tei
Hoher Anteil weiblicher MBA-Studenten ...
In dieser Woche hat der 12. Vollzeit-MBA-Jahrgang der GISMA Business School sein Studium in Hannover begonnen. 55 Studentinnen und Studenten aus rund 20 verschiedenen Ländern sind nach Niedersachsen gekommen, um hier ihren Master of Business Administration (MBA) zu machen. Nach elf Monaten
Neues Buch stellt ganzheitliche Erfolgskonzepte für Finanzdienstleister vor ...
Was bedeutet "Erfolgreich sein" in der Zukunft speziell für Finanzdienstleister und Führungskräfte? Diese Frage beantworten 23 Top-Trainer und -Redner im neuen Buch der live-academy "ERFOLG-REICH-SEIN in der ZUKUNFT" auf 285 Seiten. Das Werk wird auf dem dritten live-academy W




