Tibets Schnee und der Himmel über Peking - Klimageschichten aus Asien
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Sonntagsvorlesung Potsdamer Köpfe am 12. September 2010
Prof. Dr. Ulrike Herzschuh vom Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Potsdam

(firmenpresse) - Die alljährlichen Monsunregen versorgen einen Großteil des asiatischen Kontinents mit Feuchtigkeit. Ohne diese Niederschläge könnten die Milliarden von Menschen in China und Indien nicht mit Nahrung versorgt werden. Doch der Monsun hat eine wechselhafte Geschichte, die wir anhand der Ablagerungen in Seen, Gletschern und Tropfsteinen rekonstruieren können.
Ohne die große Erhebung des Tibetplateaus würde der Monsun heute nur in Küstenregionen existieren. Aber nicht nur durch die Höhe sondern auch durch das Klima bestimmt das Tibetplateau das Klima in weiten Teilen Asiens mit. Unsere Forschungen zeigen, dass durch die globale Erwärmung immer mehr Luft über dem Tibetplateau aufsteigt und es dabei zu sehr starken Niederschlägen kommt. Diese trockenen Luftpakete werden dann weiter nach Norden verfrachtet und sorgen in der Gobi der inneren Mongolei für zunehmende Trockenheit gerade in den Gebieten die unter großem Wassermangel leiden. Zunehmende Staubstürme in Peking müssen als Folge dieser Verwüstungserscheinungen in Zentralasien angenommen werden.
In der Sonntagsvorlesung wird Prof. Dr. Ulrike Herzschuh ihnen die Zusammenhänge der großräumigen klimatischen Zirkulationen in Asien näher bringen. Sie möchte sie mitnehmen auf eine Reise in die Vergangenheit des Monsuns nach der wir bessere verstehen, wie sich in Zukunft das Klima im bevölkerungsreichsten Teil der Erde entwickeln wird. Kleine Geschichten von ihren Begegnungen mit Menschen und Natur während ihrer Expeditionen nach Tibet und Ostasien werden ihre Ausführungen illustrieren.
Ulrike Herzschuh ist Juniorprofessorin am Alfred-Wegener-Institut Potsdam und an der Universität Potsdam. Sie hat an der Freien Universität Berlin Biologie und Geographie studiert und nach einem fast zweijährigen Aufenthalt in China dort auch promoviert. Ihre Forschungsreisen führten sie vielfach nach Tibet und die Mongolei, sowie in die russische Arktis. Für ihre Forschungen erhielt sie 2007 den Nachwuchswissenschaftlerpreis des Landes Brandenburg. Ulrike Herzschuh ist Mutter von zwei kleinen Töchtern.
Zeit der Vorlesung: 12. September, 11.00 Uhr
Ort der Vorlesung: Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte, Am Neuen Markt 9, 14467 Potsdam.
Eintritt: 3,- ermäßigt 2 EuroUnternehmensinformation / Kurzprofil:
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Datum: 06.09.2010 - 12:03 Uhr
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