Fehlender staatlicher Versorgungsauftrag und eine ungesicherte Finanzierung verhindern optimale Notfallversorgung von Tauchern und Rauchgasverletzten in Deutschland
Verband Deutscher Druckkammerzentren mahnt klare Verhältnisse an: Unbeantwortete Fragen zur Kostenerstattung bremsen schnellen Einsatz der hoch wirksamen hyperbaren Sauerstofftherapie HBO bei Notfallindikationen aus
Dies ist wissenschaftlich bestens belegt. Auch die Bewertungen des für die Beurteilung neuer Heilmethoden zuständen sogenannten "Gemeinsamen Bundesausschusses - GBA" sind sowohl für die DCS als auch die CO-Intoxikation positiv.
Trotz klarer wissenschaftlicher Anerkennung: Niemand kümmert sich um die Kosten für den stationären und ambulanten Einsatz der HBO bei Notfällen
Im konkreten Notfall steht es um den Einsatz der hoch wirksamen HBO bei diesen Indikationen allerdings sehr schlecht. Die Bewertung des GBA gilt nur für eine stationäre Behandlung. Eine Kostenerstattung durch die gesetzliche Krankenkasse entfällt somit bei einer - oft schnelleren und damit effektiveren - Behandlung durch das nächstgelegene Druckkammerzentrum ohne Klinikanbindung. Bei einer stationären Versorgung mit HBO trägt das Krankenhaus die Kosten, allerdings ohne dass die Krankenkassen sich bis jetzt je zu einer Kostenerstattung bereit gefunden hätten.
Alle Druckkammern müssen Teil der Notfallversorgung werden
Den Druckkammern entstehen bei der Notfallbehandlung erheblich Kosten für Ärzte, medizinisches Fachpersonal und Technik. "Wenn in der Vergangenheit im Einzelfall eine Druckkammer die Behandlung ohne Kostenerstattung durchführte, bedeutet dies nicht, dass ein solches Vorgehen unseren Mitgliedsbetrieben grundsätzlich möglich oder gar zumutbar wäre", betont Dr. Christian Heiden, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Druckkammerzentren e.V. in Deutschland (http://www.vdd-hbo.de). "Das Krankenhaus muss in der Lage sein, uns unseren Aufwand für die Notfallbehandlung zu erstatten. Eine Refinanzierung durch die Krankenkassen ist also unverzichtbar. Notfälle passieren meistens außerhalb der üblichen Arbeitszeit. Der dafür erforderliche Bereitschaftsdienst sollte Teil der Notfallversorgung werden. Doch für einen gesicherten Bereitschaftsdienst gibt es derzeit keine Lösung."
Aktuelle Situation für Unfallopfer unbefriedigend
Ein staatlicher Versorgungsauftrag könnte für die Einsatzfähigkeit von Druckkammern sorgen und eine ständige Bereitschaft sichern. Und nur dann ist eine zeitnahe Versorgung von Betroffenen möglich. "Ein Tauchunfall ist schnell passiert. Wenn die Versorgung in einer Druckkammer nicht möglich ist, kann dies nicht nur gesundheitsschädlich, sondern auch lebensbedrohlich sein. Erst kürzlich ist eine Taucherin auf dem Transport gestorben, weil nicht rechtzeitig eine einsatzbereite Druckkammer gefunden werden konnte. Dieser Zustand ist absolut unhaltbar", so Dr. Heiden. "Es ist dringend an der Zeit, hier klare Verhältnisse zu schaffen und die Versorgung von Tauchunfällen und Rauchgasverletzten sicherzustellen. Die Verantwortung liegt bei den für die Sicherstellung der Notfallversorgung der Bevölkerung zuständigen Behörden."
Über HBO:
Die Überdruckmedizin ist eine Therapieform mit Zukunft. Sie fördert die Regeneration im menschlichen Körper. Sauerstoff, unter Überdruck eingeatmet, löst sich um ein Mehrfaches. Der hohe Sauerstoff-Partialdruck wirkt positiv auf das Gewebe und auf die Kapillaren und führt so zur Regeneration von Sinnes- oder Knochenzellen und Gewebe. Die HBO-Therapie kann auch dann noch mit Erfolg eingesetzt werden, wenn Standard-Behandlungen unbefriedigend verlaufen sind. Bevorzugte Einsatzgebiete sind Hörsturz, Tinnitus, Knalltrauma bzw. Schalltrauma, nicht heilende Wunden, Knochenmarködemsyndrom an Knie, Schulter, Hüfte und Fußwurzel, späte Bestrahlungsfolgen bzw. Bestrahlungsschaden nach Krebsbestrahlung an Kopf, Hals, Blase oder Darm, Fazialisparese, Interstitielle Zystitis, Retinitis pigmentosa. Die HBO ist eine wertvolle und zudem sanfte Ergänzungstherapie.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Verband Deutscher Druckkammerzentren e.V. (VDD e.V.): Der VDD e. V. hat sich am 07.12.1996 als Verein zur Förderung der hyperbaren Medizin in Deutschland und als Berufsverband der deutschen Druckkammerzentren gegründet. Der VDD e.V. definiert unter Berücksichtigung der Beschlüsse der medizinischen Fachgesellschaften (hier vor allem auch der Gesellschaft für Tauch- und Überdruckmedizin e. V. als wissenschaftliche Gesellschaft im Bereich der Tauch- und Überdruckmedizin) einheitliche Qualitäts- und Sicherheitsstandards sowohl für die Druckkammertechnik, für die anzuwendenden Behandlungsschemata als auch für die Personalqualifizierung. Die Mitglieder des Vereins gehen mit ihrem Vereinseintritt die Verpflichtung ein, sich an diese Standards zu halten.
Der VDD e.V. ist die Plattform für den Erfahrungsaustausch der Druckkammertherapiezentren. Der Verein fördert die Information über die Hyperbarmedizin.
textwerk - Barbara Kunkel
Barbara Kunkel
Urbanstraße 183
10961
Berlin
barbara.kunkel(at)textwerk-pr.de
030 / 69517773
http://www.textwerk-pr.de
Datum: 14.09.2010 - 13:02 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 257320
Anzahl Zeichen: 4659
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Dr. med. Christian Heiden
Stadt:
Traunstein
Telefon: 0861/15967
Kategorie:
Gesundheitswesen - Medizin
Meldungsart:
Anmerkungen:
Diese Pressemitteilung wurde bisher 481 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Fehlender staatlicher Versorgungsauftrag und eine ungesicherte Finanzierung verhindern optimale Notfallversorgung von Tauchern und Rauchgasverletzten in Deutschland"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Verband Deutscher Druckkammerzentren e.V. (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Traunstein, 25.8.2011 - Wenn sich die Frau oder Partnerin wiederholt darüber beklagt, dass der Gatte nichts versteht oder nicht richtig zuhört, ist höchste Zeit für einen Besuch beim Ohrenarzt. Nach Meinung der HNO-Ärzte benötigt in Deutschland jeder Siebte ein Hörgerät, bei über 70-jährig
Hyperbare Sauerstofftherapie, eine große Chance zur Wundheilung beim Diabetischen Fuß ...
Traunstein, 15.06.2011 - Der Vorstand des Verbandes Deutscher Druckkammerzentren e.V. (VDD), Dr. med. Christian Heiden, warnt vor einer Versorgungslücke bei der Behandlung des Diabetischen Fußsyndroms. "Krankenhäuser dürfen nach einem Beschluss des für neue Heilmethoden zuständigen Gemei
Gesetzlich versicherte Taucher sollten vor dem ersten Tauchgang eine Tauchsportversicherung abschließen ...
Traunstein, 23.11.2010 - Die Behandlung eines Tauchunfalls, einer Dekompressionserkrankung (DCS), in einer Druckkammer ist internationaler Standard. Durch den Druck in der Druckkammer und die gleichzeitige Sauerstoff-Atmung werden die Folgen der schädlichen Stickstoffblasen in der Regel wirksam be
Weitere Mitteilungen von Verband Deutscher Druckkammerzentren e.V.
Fasten auf der schönsten Insel Deutschlands ...
Fasten auf der schönsten Insel Deutschlands Sylt: Bewegung, Entspannung und Regeneration im Fastenhaus auf Sylt. Familie Werner bietet schon seit 17 Jahren das Fastenwandern im heilenden Nordseeklima an. Der Strand liegt in unmittelbarer Nähe Gewichtsreduktion und ein gestärktes Immunsystem durc
Weisheitszähne: Zahnärzte greifen viel zu oft zur Zange ...
Bei Tausenden von Patienten werden beschwerdefreie und gesunde Weisheitszähne rein prophylaktisch gezogen. Eine generelle Empfehlung zur Entfernung symptomloser Weisheitszähne kann allerdings nicht wissenschaftlich belegt werden. Es existieren keine langfristigen, vergleichenden Untersuchungen ü
Schlafstörungen: Hilfe durch Delta-Wellen ...
Schlafstörungen sind eine Zivilisationskrankheit geworden. Laut einer DAK-Studie klagt fast jeder zweite Deutsche über schlechten Schlaf. Der volkswirtschaftliche Schaden durch Krankenstände und Unfälle wird mittlerweile auf mehrere Milliarden Euro geschätzt. Immerhin zehn Prozent aller Autounf
Endoskopische Brustvergrößerung ...
Wie bereits in unserem Beitrag zur Brustvergrößerung ohne OP oder in den Beiträgen der Presseportale „Brustvergrößerung und Gewebeauffüllungen mit Eigenfett - ohne OP?“ sind neue „moderne“ Verfahren bei weitem nicht gleichbedeutend mit Überlegenheit. Den schnell erfassbaren Vorteilen




