Arbeitskreis für XXL-Produkte erfolgreich gestartet
Bis ans Limit: Weniger Masse für mehr Größe
Schon in biblischen Erzählungen beschäftigten sich Menschen mit der Frage, wie hoch gen Himmel Türme gebaut werden können. Unter technischen Gesichtspunkten ist der Turmbau zu Babel somit der erste Schritt in Richtung Herstellung von XXL-Produkten. Nicht ganz himmelhohe, aber dennoch sehr große Türme waren gestern ein Thema bei der Auftaktveranstaltung für den Arbeitskreis für XXL-Produktion. Dort wurde unter anderem das Forschungsprojekt LeiTu (kurz für „Leichtbau bei XXL-Produkten am Beispiel von gewichtsoptimierten XXL-Turmsegmenten“) vorgestellt. Das Projekt läuft seit Anfang Juli 2010 am IPH, im Mittelpunkt stehen die Türme von Windenergieanlagen.
Anders als bei dem Turmbau zu Babel sind die Gründe, besonders hohe Türme zu bauen, im Bereich der regenerativen Energien praktischer Natur: Je höher sich die Rotorblätter befinden, desto mehr Windenergie kann gewonnen werden. Mit zunehmender Größe müssen die Türme von Windenergieanlagen allerdings überproportional verstärkt werden. Dadurch nimmt die Eigenmasse der Turmsegmente so stark zu, dass die Türme letztendlich unter ihrem Gewicht zusammenbrechen würden. Das Ziel des Forschungsprojektes LeiTu ist daher, die Masse der Türme zu reduzieren, zugleich aber ihre Steifigkeit zu erhalten.
LeiTu und drei weitere XXL-Projekte wurden gestern im Rahmen der Auftaktveranstaltung für den Arbeitskreis für XXL-Produkte in Hannover vorgestellt. Auf Einladung des IPH waren rund 30 Vertreter aus Industrie, Forschung und Politik zum Kick-off in den Wissenschaftspark Marienwerder gekommen. In Vorträgen und Diskussionen wurden Themen wie die Entwicklung, die Montage und der Transport von XXL-Produkten sowie der Einkauf für deren Herstellung vorgestellt und vertieft. Zukünftig werden sich die Arbeitskreismitglieder zweimal pro Jahr über aktuelle Themen austauschen. Das nächste Treffen ist im Frühjahr 2011 geplant. Dann wird das Thema „(Teil-)Automatisierung“ auf der Agenda stehen.
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Das Institut für Integrierte Produktion Hannover gemeinnützige GmbH ist 1988 aus der Leibniz Universität Hannover heraus entstanden und seitdem als Forschungs- und Entwicklungsdienstleister auf dem Gebiet der Produktionstechnik tätig. Zu seinen Kunden zählen Unternehmen aus der Industrie und Forschungsvereinigungen. Die Arbeitsschwerpunkte des Unternehmens sind Forschung und Entwicklung, Beratung und Qualifizierung in den Bereichen Prozesstechnik, Produktionsautomatisierung und Produktions- und Logistiknetzwerke.
Das IPH hat seinen Sitz im Wissenschaftspark Marienwerder im Nordwesten von Hannover und beschäftigt aktuell 72 Mitarbeiter, davon 29 Projektingenieure.
IPH – Institut für Integrierte Produktion Hannover gGmbH
Meike Wiegand
Hollerithallee 6
30419 Hannover
Telefon: (0511) 27976-116
E-Mail: wiegand(at)iph-hannover.de
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Datum: 16.09.2010 - 16:30 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 259162
Anzahl Zeichen: 2344
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Meike Wiegand
Stadt:
Hannover
Telefon: (0511) 27976-116
Kategorie:
Industrie
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 16.09.2010
Anmerkungen:
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