Erzeugerpreise August 2010: + 3,2% gegenüber August 2009
17.09.2010 - 08:00 | 259429
(ots) -
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Der Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im August 2010 um 3,2% höher als im August 2009. Im Juli 2010 hatte die Jahresveränderungsrate + 3,7% betragen. Gegenüber dem Vormonat Juli blieb der Index im August 2010 unverändert.
Den größten Einfluss auf die Jahresveränderungsrate hatten im August 2010 die Preissteigerungen für Vorleistungsgüter (Güter, die im Produktionsprozess verbraucht, verarbeitet oder umgewandelt werden) und Energie. Die Preise für Vorleistungsgüter verteuerten sich gegenüber August 2009 um 5,6% (+ 0,5% gegenüber Juli 2010). Für Vorleistungsgüter gab es zuletzt im Januar 2007 (+ 5,7%) eine höhere Preissteigerung gegenüber dem Vorjahresmonat. Die Energiepreise stiegen gegenüber August 2009 um 4,8% (- 0,7% gegenüber Juli 2010). Ohne Berücksichtigung von Energie lagen die Erzeugerpreise im August 2010 um 2,5% höher als im August 2009 und stiegen gegenüber Juli 2010 um 0,4%.
Unter den Produkten der Vorleistungsgüter lagen die Preise im August 2010 für Metalle um 17,5% höher als im August 2009 (+ 1,3% gegenüber Juli 2010). Walzstahl war um 24,3% teurer (+ 0,8% gegenüber Juli 2010). Nichteisen-Metalle verteuerten sich um 20,9% (+ 2,4% gegenüber Juli 2010). Metallische Sekundärrohstoffe kosteten 46,5% mehr (- 0,9% gegenüber Juli 2010). Chemische Grundstoffe waren im August 2010 6,5% teurer als im August 2009 (+ 0,2% gegenüber Juli 2010). Dagegen waren Düngemittel und Stickstoffverbindungen um 2,3% billiger (+ 1,7% gegenüber Juli 2010). Holz in Form von Plättchen oder Schnitzeln verteuerte sich um 25,1% (+ 1,0% gegenüber Juli 2010). Futtermittel für Nutztiere war 12,5% teurer (+ 7,7% gegenüber
Juli 2010).
Bei den Hauptenergieträgern zeigten die Preise für Mineralölerzeugnisse gegenüber dem Vorjahresmonat die höchste Veränderung. Sie lagen im August 2010 um 9,7% höher als im August 2009 (- 1,3% gegenüber Juli 2010). Bei leichtem Heizöl betrug der Preisanstieg 17,8% (- 1,9% gegenüber Juli 2010), Kraftstoffe waren 6,5% teurer (- 0,9% gegenüber Juli 2010). Elektrischer Strom insgesamt kostete im August 2010 1,4% mehr als im August 2009 (- 1,8% gegenüber Juli 2010). Für Weiterverteiler war Strom 1,2% teurer als ein Jahr zuvor (- 4,3% gegenüber Juli 2010), Sondervertragskunden mussten 0,3% weniger bezahlen (- 1,1% gegenüber Juli 2010). Die Preise für Erdgas waren im August 2010 8,0% höher als im August 2009 (+ 0,7% gegenüber Juli 2010). Erdgas bei Abgabe an Haushalte verbilligte sich um 4,3% (+ 0,3% gegenüber Juli 2010), bei Abgabe an Weiterverteiler stiegen die Erdgaspreise um 16,3% (+ 0,1% gegenüber Juli 2010).
Die Preise für Nahrungsmittel erhöhten sich im August 2010 um 1,4% im Vergleich zum August 2009, gegenüber Juli 2010 stiegen sie um 0,7%. Butter und andere Fettstoffe aus Milch verteuerten sich um 57,3% (- 0,1% gegenüber Juli 2010). Milch kostete 19,5% mehr (+ 0,8% gegenüber Juli 2010). Die Preise für Mehl von Getreide stiegen gegenüber August 2009 um 3,0% an (+ 10,9% gegenüber Juli 2010).
Detaillierte Informationen zur Statistik der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte bietet die Fachserie 17, Reihe 2, die im Publikationsservice von Destatis unter www.destatis.de/publikationen, Suchwort "gewerbliche Erzeugerpreise", kostenlos erhältlich ist. Die Daten können auch über die Genesis-Online-Datenbank (www.destatis.de/genesis) bezogen werden.
Eine methodische Kurzbeschreibung bietet die Online-Fassung dieser Pressemitteilung unter www.destatis.de.
Index der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte (Inlandsabsatz) Deutschland
Veränderung gegenüber Veränderung Jahr / Monat 2005 = 100 Vorjahres- gegenüber zeitraum Vormonat in %
2009 August 107,0 - 6,9 0,5 September 106,5 - 7,6 - 0,5 Oktober 106,5 - 7,6 0,0 November 106,6 - 5,9 0,1 Dezember 106,5 - 5,2 - 0,1
2010 Januar 107,3 - 3,4 0,8 Februar 107,3 - 2,9 0,0 März 108,0 - 1,5 0,7 April 108,9 0,6 0,8 Mai 109,2 0,9 0,3 Juni 109,9 1,7 0,6 Juli 110,4 3,7 0,5 August 110,4 3,2 0,0
JD = Jahresdurchschnitt
Weitere Auskünfte gibt: Florian Peter, Telefon: (0611) 75-4794, E-Mail: erzeugerpreise(at)destatis.de
Rückfragen an obigen Ansprechpartner oder an: Statistisches Bundesamt Telefon: (0611) 75-3444 E-Mail: presse(at)destatis.de
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