PROFACTOR: Erforschung neuer Fertigungsverfahren zur Verringerung der Produktionskosten für Leichtbauteile
PROFACTOR ist seit Anfang Juli einer der beiden Koordinatoren des Projekts ProFIT, das effiziente Fertigungsverfahren für Faserverbund-Bauteile erforscht.
Das Konsortium, bestehend aus österreichischen und deutschen Unternehmen, stellt sich im Projekt ProFIT eben dieser Herausforderung und erforscht ein effizientes Fertigungsverfahren für Faserverbund-Bauteile mit komplexen Geometrien. Dazu wird eine durchgängig automatisierte Prozesskette entwickelt bei der ein Legeroboter gleichzeitig mehrere Faserbändchen oder Gewebestreifen gemäß den Hauptlastrichtungen auf einer Form verlegt. Zusätzlich wird der Roboter mit Sensorik ausgestattet, damit er flexibel auf Variationen in der Teilegeometrie reagieren kann. Durch diese automatische Produktion können komplexe Bauteile aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (CFK-Bauteile) in wesentlich kürzerer Zeit und zu deutlich geringeren Kosten hergestellt werden.
PROFACTOR koordiniert einerseits die Aktivitäten des, aus sechs Projektpartnern bestehenden, österreichischen Konsortiums und ist andererseits auch Ansprechpartner für die deutschen Kooperationspartner. "Wir entwickeln in diesem Projekt auch eine neue Methode zur In-line-Qualitätssicherung. Damit können direkt beim Ablegen Defekte in den Faserbändchen oder Gewebestreifen automatisch erkannt werden. Zu diesem Zweck wird mit einer Kamera eine Bildsequenz unter verschiedenen Beleuchtungen aufgenommen und analysiert. Das macht es möglich auch die dunkle, glänzende Struktur von CFK-Teilen zu bewerten, an der herkömmliche Bildverarbeitungssysteme meist scheitern", erklärt DI Dr. Christian Eitzinger, Leiter des Fachbereiches Machine Vision bei PROFACTOR.
Weitere Maßnahmen, wie eine intelligente Sensorik, eine vollständige CAD-Integration (computer-added design) und die Offline-Programmierung des Roboters sollen die Gesamteffizienz steigern. Auch das automatische Ablegen von trockenen Halberzeugnissen, bei dem verschiedenste Endlos-Fasertypen in Verbindung mit unterschiedlichen Harz-Infusionstechnologien verwendet werden, verbessert den Prozess. Zudem werden entsprechende Schnittstellen bereitgestellt, um die Einzelsysteme in ein entsprechendes Fabrikautomationskonzept verketten zu können.
Information zum Projekt:
Das Projekt wird von österreichischen und deutschen Unternehmen gemeinsam durchgeführt und hat ein Gesamtvolumen von etwa 7 Millionen Euro. Die beiden Konsortien werden in ihren Ländern von Förderstellen (DLR-Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt in Deutschland, TAKE OFF-Programm der FFG-Forschungsförderungsgesellschaft in Österreich) unterstützt, um das technische Risiko der Entwicklung abzufedern.
Projektpartner (Österreich):
- AIT Seibersdorf
- Benteler SGL Composite Technology GmbH
- FD Composites GmbH
- Peak Technology GmbH
- WestCam Fertigungstechnik GmBH
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PROFACTOR ist eine international anerkannte, außeruniversitäre Unternehmensgruppe für angewandte Produktionsforschung. Rund 110 Mitarbeiter entwickeln an den Standorten Steyr und Seibersdorf neue Technologien, Lösungen und Produkte für produzierende Unternehmen. Die Referenzliste reicht von innovativen Klein- und Mittelbetrieben bis hin zu internationalen Großkonzernen.
PROFACTOR Services GmbH
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Steyr-Gleink
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+43 7252 885-141
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Datum: 22.09.2010 - 09:31 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 261812
Anzahl Zeichen: 3775
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Christian Eitzinger
Stadt:
Steyr-Gleink
Telefon: +43 7252 885-250
Kategorie:
Forschung und Entwicklung
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