VDE plädiert für den zügigen der elektrischen Übertragungsnetze
ID: 268375
Nichts ist beständiger als der Wandel. Dieses Bonmot gilt auch für die elektrische Energieversorgung Europas, die sich derzeit in einem fundamentalen Umgestaltungs¬prozess befindet.
Die größte Herausforderung bei der Nutzung dieser Quellen ist jedoch die hohe Volatilität des Primärenergieangebots und die verhältnismäßig niedrige Zahl von Volllaststunden, die zwangsläufig zu hohen installierten Leistungen führt. Darauf verwies Prof. Dr.-Ing. Jochen Kreusel, Vorsitzender der Energietechnischen Gesellschaft (ETG) im VDE anlässlich eines Pressegesprächs in München. Einen Ausweg biete die Mischung mehrerer Quellen wie Wind und Sonne, ebenso wie Einbeziehung größerer Regionen, so Kreusel. Dies setze ein weit ausgebautes Verbundsystem mit den entsprechenden Übertragungsnetzen voraus. Dem Ausbau der Übertragungsnetze und der Ertüchtigung der Netze insgesamt ist deshalb zu Recht breiter Raum im Energiekonzept der Bundesregierung eingeräumt worden. „Ich möchte ausdrücklich betonen, dass wir es sehr begrüßen, dass die Bundesregierung erstmals ein Konzept erarbeitet hat, das der ganzheitlichen Herausforderung Rechnung trägt“, so Kreusel.
Dessen ungeachtet treffen die Netzbetreiber bei der Umsetzung auf starken Wider¬stand bei der betroffenen Bevölkerung. Ein zentrales Thema ist dabei der Wunsch nach dem Einsatz tech¬nischer Alternativen zu Freileitungen, insbesondere mit dem Ziel der Verkabelung. „Diese Wün¬sche werden häufig durch verkürzte Darstellungen der technischen Möglichkeiten unterstützt“, so Kreusel. Man habe deshalb eine Arbeitsgruppe ins Leben gerufen, in der erstmals Übertragungsnetzbetreiber, Hersteller und Universitäten den Stand der Technik und die Möglichkeiten und Grenzen der verschie¬denen heute verfügbaren technischen Lösungen gegenübergestellt haben. Kreusel: „Wir möchten damit zur Versach¬lichung der Diskussion beitragen und dazu, dass alle gesellschaftlichen Gruppen rechtzeitig die Wei¬chen stellen, damit die Übertragungsnetze mit den wachsenden Anforderungen Schritt halten können.“
Fakt ist, dass für die Verstärkung des 400-kV-Drehstromnetzes Hochspannungs-Freileitungen im allge¬meinen nach wie vor die sowohl unter technisch-wirtschaftlichen als auch unter ökologischen Gesichtspunkten beste Lösung darstellen. „Bei der künftig benötigten Ferntransport-Infrastruktur wird nach heutigem Kenntnisstand die Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung eine zentrale Rolle spielen“, so Kreusel. Diese Technik sei zwar weltweit seit über 50 Jahren im Einsatz, allerdings nicht im Kontext eines stark vermaschten Drehstromnetzes. Pilotprojekte unter den für Europa charakteristischen Rahmenbedingungen seien deshalb erforderlich.
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Themen in dieser Pressemitteilung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Redaktionsbüro für Wisenschaft und Technik
Datum: 03.10.2010 - 12:08 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 268375
Anzahl Zeichen: 3347
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Dr. Rolf Froböse
Stadt:
83512 Wasserburg
Telefon: 08071-2600
Kategorie:
Energie & Umwelt
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 03.10.2010
Diese Pressemitteilung wurde bisher 597 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"VDE plädiert für den zügigen der elektrischen Übertragungsnetze"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
RedaktionsbueroWissen (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Es wird Zeit, sich literarisch wieder angenehmeren Themen zu widmen. Wie wäre es zum Beispiel mit einem ganz gar ungewöhnliche Reiseführer? Solch ein Werk wird auf der Frankfurter Buchmesse (6. – 10. Oktober 2010) vom BoD-Verlag in Halle 3.0 Stand D161 vorgestellt. Der Titel: Die 40 kur
Arbeiten unter Spannung ...
Fragen wie diese standen im Mittelpunkt der Fachtagung AuS 2010, zu der die Energietechnische Gesellschaft im VDE (ETG) zahlreiche Experten nach Dresden eingeladen hatte. Über das Thema elektrische und magnetische Felder beim Arbeiten an Niederspannungs- und Mittelspannungsanlagen referierte un
Der Sarrazin-Effekt: Wie man einen Bestseller produziert ...
Die Erstauflage mit 25.000 Stück war nach drei Tagen vergriffen, inzwischen strebt die gedruckte Auflage bereits die 250.000er Marke an. Dahinter steckt eine geschickte Medienkampagne. Sowohl die Bildzeitung als auch der der Spiegel druckten Auszüge vorab. Welcher Autor kommt sonst noch in den Gen
Weitere Mitteilungen von RedaktionsbueroWissen
CONCEPT STUDIO goes green! ...
München, 30.09.2010 - Das Thema Klimawandel beherrscht seit Jahren die Medien. Ob steigende Wasserpegel, Dürre, Unwetter, die globale Erwärmung, CO2 oder auch der steigende Meeresspiegel und Klimawandel - diese Themen werden uns noch lange beschäftigen. Wir, CONCEPT STUDIO, als verantwortungs
Gasvorkommen unter Gorleben seit 1976 verschwiegen - Erkundung sofort beenden ...
"Ich bin entsetzt über die Skrupellosigkeit, mit der das damalige Kabinett Albrecht über diese Tatsachen hinweg gegangen ist und wie seit mehr als 30 Jahren das Volk verdummt und Geld verschwendet wird", so Dorothee Menzner zur Weitererkundung in Gorleben nach den Aussagen Anselm Tigge
Zinsgenuss: Anleger profitieren mit GreenGas-Genussscheinen am Trendmarkt Biogas ...
Karlsruhe, 1. Oktober 2010. Investieren in Erneuerbare Energien und sich gleichzeitig über hohe Zinsen freuen. Die Genussscheine sollen eine zukunftsweisende und renditestarke Geldanlage für Anleger sein, die mit ihrem Investment indirekt die Förderung regenerativer Energien vorantreiben wollen.
6,1 Millionen Euro für Hochwasserschutz in Angelroda ...
Thüringens Umweltminister Jürgen Reinholz hat heute in Angelroda (Ilm-Kreis) das Hochwasser-Rückhaltebecken mit einem Stauvolumen von 351.000 Kubikmeter feierlich in Betrieb genommen. "Das Bauwerk ist ein Meilenstein zur Minderung der Hochwasserrisiken vor Ort und soll die Einwohner von An




