co2online Klima-Barometer: Mediale Aufmerksamkeit für Klimaschutz sinkt im Vorfeld zum Klimagipfel

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Rückläufige Medienberichterstattung lässt öffentliches Klimaschutzinteresse sinken / Atomdiskussion im Vordergrund / Umweltbewusstsein im Bereich Mobilität nimmt zu



(firmenpresse) - Berlin, 18. Oktober 2010. Extreme Wetterphänomene bestimmen die Nachrichten, die Auswirkungen des Klimawandels werden spürbarer, die nächste Welt-Klimakonferenz steht kurz bevor - dennoch sinkt das öffentliche Interesse am Thema Klimaschutz. Der Index des aktuellen Klima-Barometers, das die gemeinnützige co2online GmbH vierteljährlich auf www.klima-sucht-schutz.de veröffentlicht, fällt im dritten Quartal 2010 erneut, diesmal von 56 auf 55 Punkte. Grund für diesen erneuten Rückgang ist vor allem die nachlassende Medienberichterstattung, einer der vier Indikatoren, die den Index bilden. Den starken Rückgang des Medien-Indikators kann auch das Ansteigen der Indikatoren für Energiespar-Interesse und Experten-Einschätzung nicht auffangen. Das Thema Atomkraft dominiert derzeit die öffentliche Diskussion. Obwohl der Klimaschutz-Aspekt eine wichtige Rolle in diesem Themenkomplex einnimmt, steht er bei den medialen Debatten nicht im Vordergrund.

Im Bereich Mobilität steigt das Bewusstsein für Klimaschutz beim einzelnen Verbraucher jedoch zunehmend, wie die jüngsten Umfrage-Ergebnisse des Klima-Barometers zeigen. So geben 45 Prozent der Befragten an, dass sie beim nächsten Autokauf alternative Antriebstechniken wie Strom oder Erdgas wählen wollen. Passend zum Wunsch nach saubereren Antriebstechniken nimmt der Umweltaspekt bei der Wahl eines neuen Autos einen immer größeren Stellenwert ein. Der für die meisten Befragten wichtigste Einflussfaktor bei der Wahl eines Fahrzeugs bleibt zwar für 41 Prozent der Befragten der Kaufpreis. Aber bereits an zweiter Stelle folgt mit 29 Prozent, die Umweltbilanz als Grund für die Auswahl eines Fahrzeugs. Um der schlechten Umweltbilanz von Flügen zu begegnen, sprechen sich insgesamt 84 Prozent der Befragten für eine Flugsteuer aus und unterstützen damit die Pläne der Bundesregierung, ab 2011 eine Luftverkehrsabgabe einzuführen. 37 Prozent würden sogar einen weiteren Schritt in Richtung Klimaschutz gehen und die Höhe der Steuer an den CO2-Emissionen ausrichten.



Das Klima-Barometer mit allen weiteren Ergebnissen sowie aktuelle Grafiken stehen im Internet unter www.klima-sucht-schutz.de/mitmachen/klima-barometer.html zum Download bereit.

Das co2online Klima-Barometer
Das Klima-Barometer ermittelt quartalsweise die Einstellung der Bevölkerung gegenüber aktuellen Fragen und Ereignissen zu Klimaschutz und Energiesparen sowie das öffentliche Interesse an diesen Themen. Besucher der Kampagnenwebsites der gemeinnützigen co2online GmbH werden monatlich zu aktuellen Themen befragt. Neben den Ergebnissen dieser Monatstrends enthält das Klima-Barometer einen quartalsweise fortgeschriebenen Index. Er basiert auf einer Auswertung von vier relevanten Indikatoren (1. Experteneinschätzung zum Interesse in der Bevölkerung am Klimaschutz und zur Höhe der Nachfrage nach ihrer Expertise zum Thema, 2. Anzahl der Medien-Beiträge im betreffenden Quartal zu den Themen Klimawandel, Klimaschutz und Energiesparen, 3. Interesse der Internet-Öffentlichkeit, gemessen an der Häufigkeit der Suchbegriffe Klimawandel, Klimaschutz und Energiesparen bei Google, 4. Nutzungsfrequenz aus-gewählter Ratgeber der Klimaschutzkampagne zu Energiesparmaßnahmen und Energieeffizienz). Die einzelnen Indikatoren werden in einen Indexwert umgerechnet, der sich um den Durchschnittswert von 100 Punkten bewegt.

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Herausgeber des Klima-Barometers ist die co2online gemeinnützige Beratungsgesellschaft mbH. co2online setzt sich für die Senkung des klimaschädlichen CO2-Ausstoßes ein. Mit interaktiven Energiespar-Ratgebern, einem Energiesparkonto, Heizspiegeln, einem Klima-Quiz sowie Portalpartnern aus Wirtschaft, Medien, Wissenschaft, Politik und Verwaltung motiviert sie den Einzelnen, mit aktivem Klimaschutz auch Geld zu sparen. co2online ist Träger der Kampagne „Klima sucht Schutz“ (www.klima-sucht-schutz.de), der „Heizspiegelkampagne“ (www.heizspiegel.de) und des „Energiesparclubs“ (www.energiesparclub.de). Alle Kampagnen werden durch das Bundesumweltministerium gefördert.



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Datum: 18.10.2010 - 11:30 Uhr
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