Integrationskurse verhelfen Migranten schneller zur Arbeit
Berlitz registriert hohe Motivation bei Teilnehmern
Türkische Befragte zeigten in einer repräsentativen Untersuchung des BAMF sowohl im mündlichen als auch im schriftlichen Sprachgebrauch die höchsten Anteile mit sehr schlechten oder nicht vorhandenen Deutschkenntnissen. Bei Berlitz machen Migranten aus der Türkei etwa 40 Prozent der Kursteilnehmer aus. "Wer als Ausländer nicht Deutsch spricht und sich nicht ausdrücken kann, kann nicht unabhängig sein und sein Leben nicht verbessern", sagt Altan Bölücü, der seit sieben Monaten an einem Berlitz-Integrationskurs in Lübeck teilnimmt. "Ich bin sehr zufrieden, dass ich Deutsch gelernt habe. Wenn ich mein Zeugnis habe, kann ich eine Ausbildung machen, das ist sehr wichtig für mich." Bölücü kam vor zehn Monaten aus der Türkei nach Deutschland.
Die Integrationskurse richten sich an Neuzuwanderer, die ab 2005 eingereist sind, Spätaussiedler und Migranten sowie an deutsche Staatsbürger mit Migrationshintergrund, die bereits vor 2005 in Deutschland gelebt haben und nicht über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen. Die Kurse vermitteln Deutschkenntnisse für den Alltag und stärken die Kommunikationsfähigkeit. Sie dauern in Vollzeitunterricht zwischen sieben und elf Monaten und schließen mit dem Deutschtest für Zuwanderer (DTZ-Prüfung) ab. "Die meisten Teilnehmer sind sehr motiviert", sagt Vera Janssen von Berlitz. Die Teilnehmer müssen den Unterricht regelmäßig besuchen, um den Kurs erfolgreich abzuschließen. Im Jahr 2009 haben mehr als 60 Prozent der Teilnehmer bei Berlitz die Prüfung bestanden; der Bundesdurchschnitt liegt bei rund 50 Prozent.
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Datum: 26.10.2010 - 14:55 Uhr
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