Regenwaldzerstörung - WWF-Studie belegt enorme soziale Folgeschäden der Regenwaldzerstörung

Regenwaldzerstörung - WWF-Studie belegt enorme soziale Folgeschäden der Regenwaldzerstörung

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Armut nach dem Kahlschlag: Regenwaldzerstörung vernichtet nachhaltig Einkommensbasis



Regenwaldzerstörung - WWF-Studie belegt enorme soziale Folgeschäden der RegenwaldzerstörungRegenwaldzerstörung - WWF-Studie belegt enorme soziale Folgeschäden der Regenwaldzerstörung

(firmenpresse) - Eine aktuelle WWF-Studie zu den sozialen Folgen der Regenwaldzerstörung belegt, dass mittel- und langfristig nur die Auftraggeber profitieren. Die Studie ergab, dass nach kurzfristigen Einkommenszuwächsen für die Holzfäller und Anwohner später die Armut folgte. Nach der Regenwaldzerstörung stehen diese vor dem Nichts, denn ohne Wald fehlen sowohl das Einkommen als auch Perspektiven.

Borneo - mehr als doppelt so groß wie Deutschland - war bis in die 80er Jahre ganz überwiegend bewaldet. Dreißig Jahre massive Regenwaldzerstörung forderten jedoch ihren Tribut und so ist mittlerweile nur noch die Hälfte Borneos mit Wald bedeckt. Die Konsequenzen der Regenwaldwaldzerstörung sind in vielerlei Hinsicht tiefgreifend. Laut WWF-Studie besserte der illegale Holzeinschlag kurzfristig zwar das Einkommen der Familien auf, schuf aber von Beginn an zugleich enorme soziale Probleme. "Die Menschen wandten sich von der Landwirtschaft ab. Sie arbeiteten nicht mehr in der Kautschukernte", so die Studie. Es kam zum Konflikt zwischen traditionellen Werten und Konsumdenken. Mittlerweile zahlten die Betroffenen die Zeche der Regenwaldzerstörung gleich mehrmals: in Form der zerstörten Natur, durch soziale Konflikte und den Wegfall ihrer Einkommensgrundlage.

Borneo bis 2018 voraussichtlich völlig entwaldet:
Die Folgen der Regenwaldzerstörung sind drastisch, denn die Waldflächen verlieren ohne die wertvollen Hölzer ihren wirtschaftlichen Wert. Die Unternehmen, die aus dem Holz Kapital geschlagen hatten, roden diese Flächen, um auf ihnen Platz für Faserholz- und Palmölplantagen zu schaffen. Viele Flächen werden jedoch einfach aufgegeben. Durch die Zerstörung der Wälder gehen nicht nur wertvolle Lebensräume und Erwerbsmöglichkeiten verloren. Es entstehen auch viele potentielle Brandherde, die später zu verheerenden Waldbränden führten. Die Plünderung der Wälder bleibt nicht ohne Folgen. Durch die zunehmende Holzknappheit, aber auch steigende Produktionskosten, Holzschmuggel und den immer stärkeren Wettbewerb aus anderen Tropenholz produzierenden Ländern ist die Forstwirtschaft Indonesiens immer mehr unter Druck geraten. Die Sperrholzausfuhren gingen in Indonesiens im Verlauf der letzten drei Jahre beispielsweise um fast 75 Prozent zurück.


Das Tropenholz aus Borneo gelangte auch nach Europa. Laut WWF-Untersuchungen stammen zwischen 16 und 19 Prozent der weltweiten Holzimporte in die EU aus illegalen Quellen. Und die Regenwaldzerstörung auf Borneo hält an: Prognosen gehen davon aus, dass die Tieflandregenwälder auf Borneo, die zu den weltweit artenreichsten Lebensräumen gehören, bis zum Jahr 2018 völlig verschwunden sein werden. Die weltweite Regenwaldzerstörung ist nach mehreren Studien zudem für rund 20 Prozent aller Klimagasemissionen verantwortlich.
Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft statt Regenwaldzerstörung
Nur bei glaubwürdigen, von unabhängiger Seite überprüften Zertifizierungsprogrammen Dritter, beispielsweise des international anerkannten FSC, können die Verbraucher gewiss sein, dass der Wald, in dem das Holz geschlagen wird, legal und nachhaltig genutzt wird. Wälder, die entsprechend den FSC-Grundsätzen und Kriterien bewirtschaftet werden, sorgen dafür, dass die sozialen, wirtschaftlichen und Umweltvorteile der nachhaltigen Forstwirtschaft den Menschen und Unternehmen zugute kommen, die am stärksten von den Wäldern abhängen.

So auch das Fazit des WWF zur Regenwaldzerstörung in Borneo:
"Der illegale Holzeinschlag brachte den Menschen in der Region langfristig keine Vorteile. Die Holzarbeiter aus den Gemeinden waren in einer kurzlebigen Branche tätig; alles, was jetzt übrig bleibt, sind Armut und eine zerstörte Umwelt. Alternative Verdienstmöglichkeiten gibt es nicht. Alles nur, weil von Anfang an verpasst wurde, die Nutzung der Wälder auf nachhaltige Beine zu stellen, und langfristig den FSC-Standard für gute Waldwirtschaft umzusetzen", resümiert WWF-Expertin Griesshammer. Zum Report über die Studie gelangen sie über diesen Link: www.wwf.de/fileadmin/fm-wwf/pdf_neu/Stimmen%20aus%20Borneo.pdf


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Datum: 03.11.2010 - 13:55 Uhr
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