Demonstrationsfreiheit nicht der Atomlobby opfern
ID: 288550
Demonstrationsfreiheit nicht der Atomlobby opfern
"Die Polizei schickt sich an, das Grundrecht der Versammlungsfreiheit zugunsten der Atomlobby einzuschränken. Der Lüneburger Polizeidirektor Friedrich Niehörster, der verkündet, er sei neutral, straft seine Aussage Lügen. So behauptet er, friedliches Demonstrieren und 'Schottern' passten nicht zusammen. Was soll diese Aussage? Es liegt auf der Hand, dass mit dem Aufruf 'Castor schottern' keine Gewalttaten verbunden sind. Die Polizei schafft ohne Not ein Klima, in dem Aktionen zivilen Ungehorsams fälschlich als gewalttätige Handlungen gewertet werden. Es ist zu befürchten, dass diese Falschdarstellung einen möglicherweise gewalttätigen Einsatz der Polizei gegen Atomkraftgegner legitimieren soll.
Ebenfalls nicht ins Bild der behaupteten Neutralität passt die Schikanierung der angemeldeten Protestcamps. So wurde das Camp der Bäuerlichen Notgemeinschaft in Gusborn verboten. Ein Camp bei Splietau wurde verlegt und auf maximal 300 Personen beschränkt. Das von mir angemeldete Camp bei Köhlingen wurde mit absurden Einschränkungen belegt. Wörtlich heißt es im Auflagenbescheid des Landkreises Lüneburg, Fachdienst Ordnung: 'Den Versammlungsteilnehmern ist es untersagt, Schaufeln, Hacken, Spaten u. ä. Grabewerkzeug sowie Arbeitshandschuhe und Planen, deren Größe mehr als 2x2 m aufweisen, mitzuführen'. Dabei dürfte auch die Polizei wissen, dass Zeltplanen zum Zelten dazugehören. Die für ein Camp notwendigen Werkzeuge zu verbieten und den Aktivisten zuzumuten, sich die Hände blutig aufzureißen, entbehrt jeder Berechtigung. Ich behalte mir eine Klage hiergegen vor, wenn die Polizei diese Auflagen nicht zurücknimmt.
Die Einschränkung der Versammlungsfreiheit durch Verbote, Halbverbote und Behinderungen, die Aktivierung ganzer Heerscharen der Polizei sowie die Heranziehung der Bundeswehr dienen alle demselben Zweck: Der Atomlobby zuliebe soll der Castor gegen den Widerstand der Bevölkerung durchgeprügelt werden. DIE LINKE wird vor Ort sein und die Proteste der Castor-Gegnerinnen und -Gegner vorbehaltlos unterstützen."
F.d.R. Christian Posselt
Pressesprecher
Fraktion DIE LINKE. im Bundestag
Platz der Republik 1
11011 Berlin
Telefon +4930/227-52800
Telefax +4930/227-56801
pressesprecher@linksfraktion.de
http://www.linksfraktion.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 03.11.2010 - 18:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 288550
Anzahl Zeichen: 2949
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 260 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Demonstrationsfreiheit nicht der Atomlobby opfern"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Die Linke. im Bundestag (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die Bundesregierung will auf die sogenannte Extremismusklausel bei der Förderung von Anti-Rechts-Initiativen verzichten. Bisher gibt es von Familienministerin Schwesig aber nur eine "interne Dienstanweisung". Dazu erklärt der Bundesgeschäftsführer der LINKEN, Matthias Höhn: Von
Diese SPD für uns nicht koalitionsfähig ...
Vor dem heutigen Bundesparteitag der SPD, erklärt das LINKE-Vorstandsmitglied Dominic Heilig im Hinblick auf den innerparteilichen Proporz und Streit zwischen Ost- und Westlandesverbänden in der SPD: Solange diese Partei ihr Binnenverhältnis nicht geklärt hat, ist sie für uns nicht koaliti
EEG - Industrieprivilegien kosten reguläre Arbeitsplätze ...
"Die unberechtigten Industrieprivilegien bei der EEG-Umlage müssen umgehend gestrichen werden", fordert Martin Schirdewan, Mitglied des Parteivorstandes der Partei DIE LINKE. Er erklärt weiter: Es muss endlich Schluss damit sein, dass sich Unternehmen durch die Umwandlung regulärer
Weitere Mitteilungen von Die Linke. im Bundestag
Kabinett verabschiedet Eckpunkte des Klimaschutzgesetzes NRW ...
Nordrhein-Westfalen wird Vorreiter beim Klimaschutz. Das Landeskabinett hat in seiner gestrigen Sitzung Eckpunkte für das neue Klimaschutzgesetz NRW verabschiedet. "Die Folgen der Klimaveränderungen sind weltweit und auch in Nordrhein-Westfalen bereits deutlich sicht- und spürbar", sagt
Mit Sonnenkraft gebraut ...
Köln. Helles, Dunkles, Pils oder Kölsch - wer gerne Bier trinkt, hat in Deutschland die Qual der Wahl: Rund 5.000 verschiedene Biere gibt es hierzulande - gebraut in mehr als 1.300 Brauereien. Doch die Bierherstellung ist energieintensiv, sodass viele Betriebe in den ver-gangenen Jahren mit stark
Sonne ist Energie ist Bildung: Gehrlicher installiert Off-Grid-Anlage (7,5 kWp) im Kongo ...
Dornach b. München, 03. November 2010. Die Gehrlicher Solar AG hat zwischen Mitte und Ende Oktober 2010 eine weitere Photovoltaikanlage in Afrika realisiert. Auf dem Dach einer kongolesischen Schule, die zum UNESCO-Netzwerk für Bildung und Frieden gehört, installierte sie eine netzunabhängige In
Vernetzung ist von zentraler Bedeutung für die Erhaltung der biologischen Vielfalt - Ursula Heinen-Esser eröffnet Dialogforum Biotopverbund ...
rlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Ursula Heinen-Esser, hat dazu aufgerufen, die zunehmende Isolierung der Rückzugsgebiete von Tieren und Pflanzen zu überwinden. "In unserer dicht besiedelten Landschaft werden naturnahe Lebensräume immer weiter auf inselartige Restb




