Demonstranten forderten Freilasung des RAF-Terroristen Christian Klar.
Radio Wahrheit
(firmenpresse) - Berlin. (Radio Wahrheit) Nach 20 Jahren Mai-Randale in Berlin-Kreuzberg verlief das MyFest in diesem Jahr bis zum Abend erstaunlich friedlich. Es gab zwar in der Nacht zum 1. Mai am Boxhagener Platz über 60 Festnahmen. Im Stadtteil Friedrichshain warfen die Protestierer den Angaben zufolge mit Flaschen und Steinen auf Polizisten und zündeten vereinzelt Feuerwerkskörper. Vereinzelt flogen auch Steine. Trotz der Gewalttätigkeiten sprach die Polizei von einer weitgehend friedlichen Walpurgisnacht. Schwerere Krawalle wie in früheren Jahren blieben bis zum Abend aus. Zwei angemeldete Demonstrationen verliefen ohne Zwischenfälle und die Demonstranten forderten die Freilassung des RAF-Terroristen Christian Klar und riefen die USA auf, nicht den Iran anzugreifen. Am Tage gab es aber diesmal keine brennenden Mülltonnen und umgekippte Autos. Die erste Demonstration startete um 14:00 Uhr vom Oranienplatz in Kreuzberg und wurde vom "Revolutionären 1. Mai" angemeldet. Die zweite begann um 18:00 Uhr und wurde von der Antifa angemeldet und durchgeführt. Die Teilnehmerzahl belief sich auf 2500 Personen. Trotz dieser großen Teilnehmerzahl, gab es bis zum Abend keine gewaltätigen Ausschreitungen. Die Polizei durchsuchte vor den Demonstrationen die Taschen der Teilnehmer. Diesmal setzte das Anti-Konflikt-Team ganz besonders auf Deeskalation und es entwickelten sich während der Veranstaltungen zwischen Demonstranten und Polizei immer wieder gute Gespräche, die maßgeblich mit dazu beitrugen, deeskalierend zu wirken. Fast wäre der 1. Mai friedlich verlaufen. Aber am späten Abend kam es in Berlin doch noch zur traditionellen Mai-Randale. Im Umfeld einer Straßenparty in Kreuzberg warfen gewalttätige Jugendliche Flaschen und Steine auf Polizisten. Mehrere Randalierer wurden festgenommen. Dennoch blieb es im Vergleich zu früheren Jahren relativ ruhig. Dafür sorgte das immense Aufgebot von 5000 Polizisten allein in Berlin.
Unsere Redaktion hat die Demonstrationen begleitet und in Bildern festgehalten. Sie können die Bilder unter: http://wahrheit.eu/bilder/?c=11 abrufen.
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