CHIP Online: Finger weg von Vista-Notebooks – Dramatisch schlechte Leistungswerte bei Spielen
München, 9. Mai 2007. Wer ein neues Notebook kaufen will und damit auch 3D-Gaming oder OpenGL-Anwendungen im Sinn hat, sollte die Finger von Vista-Modellen lassen. Viele Notebooks mit speziellen 3D-Grafik-Chips von ATI oder Nvidia liefern unter Windows Vista zum Teil dramatisch schlechtere Leistungswerte als vergleichbare Geräte unter Windows XP. Darauf weist Verbraucherberater CHIP Online (www.chip.de) hin.
Im Schneckentempo: Spiele unter Vista teils nur halb so schnell wie unter XP
Einen extremen Fall von Leistungsverweigerung mussten die Tester von CHIP Online beim Acer-Notebook Aspire 5114WLMi mit der Grafiklösung X1600 von ATI erleben. Die vorinstallierten Treiber des Mitte April ausgelieferten Notebooks stammen vom Dezember letzten Jahres – sie sind also vor der Fertigstellung von Vista entstanden. Das Ergebnis ist für jeden halbwegs anspruchsvollen Nutzer eine Katastrophe: Bei DirectX-Benchmarks ist das Gerät nur halb so schnell wie vergleichbare XP-Notebooks. Und in OpenGL-Benchmarks liefert es Werte, die zum Teil nicht einmal mehr zehn Prozent der Referenzwerte unter XP erreichen. Selbst mit den neuesten für das Testgerät verfügbaren Vista-Treibern erreicht es durchweg nur knapp mehr als die halbe XP-Leistung. Ähnlich schwach übrigens sind auch die Leistungswerte des Acer Travelmate 5625WSMi mit Nvidia-Grafik unter Vista.
Viele Hersteller betroffen
Doch nicht nur Acer verkauft derzeit Vista-Notebooks mit inakzeptabler 3D-Leistung. Die Tester stellten auch bei folgenden Modellen unter Vista Leistungsabschläge von bis zu 50 Prozent fest:
- Asus W2PC-7M016
- Asus VX2
- HP Pavillion dv9295eu
Immerhin: Die Vista-Notebooks Lenovo Thinkpad T60 und Toshibas Satellite Pro P100-439 brachten im Test die gleiche Leistung wie ein vergleichbares XP-Notebook.
Fazit, so Christian Riedel, Chefredakteur bei CHIP Online: „Wer ein Notebook explizit für 3D-Gaming oder gar OpenGL-Anwendungen kaufen will, sollte vorerst die Finger von Vista-Notebooks lassen. Es sei denn, der Händler räumt ihm ein Umtauschrecht ein.“
Mehr Informationen zum Thema finden sich unter www.chip.de/vista.
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Datum: 09.05.2007 - 11:07 Uhr
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