Brummende Wirtschaft verlangt nach „silver workers“ – Warum die Alten wieder ran müssen
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Insbesondere mittelständische Unternehmen greifen gern auf ältere Ingenieure zurück. Da wegen des Zuwanderungsgesetzes ausländische Fachkräfte in diesem Segment mindestens 84.000 Euro im Jahr verdienen müssen, können es sich die Mittelständler in der Regel nicht leisten, Ingenieure aus China oder Indien „zu importieren“. Und die jungen Ingenieure können sich bei rund 23.000 offenen Stellen den Arbeitsplatz aussuchen und starten ihre Karriere oft lieber bei einem größeren Unternehmen. Jürgen Deller, Professor für Wirtschaftspsychologie an der Universität Lüneburg http://deller.fhnon.de, hat eine Studie über den so genannten „Grau-Markt“ durchgeführt und kam zu dem Ergebnis, dass es für Ältere in allen Bereichen und auf allen Ebenen Bedarf gibt. Die 2006 gegründete Internet-Plattform Erfahrung Deutschland http://www.erfahrung-deutschland.de vermittelt gezielt Senioren an Unternehmen. 3.500 Fachkräfte seien mittlerweile registriert, schreibt der Spiegel.
„Nachdem über Jahre hinweg dem Jugendwahn gefrönt wurde, haben die Unternehmen inzwischen erkannt, dass es so nicht weiter geht. Wer generell auf Ältere als Mitarbeiter verzichtet, verschwendet wichtiges und vielleicht wettbewerbsentscheidendes Know-how“, sagt Udo Nadolski vom Düsseldorfer Beratungshaus Harvey Nash http://www.harveynash.de. „Nur der Staat macht es den Firmen unnötig schwer, auf die ‚silver workers’ zu setzen.“ In der Tat: Es mangelt an finanziellen Anreizen, auch noch im Rentenalter zu arbeiten. Ein deutscher Arbeitgeber muss für einen 66-jährigen Arbeitnehmer zwar Rentenbeiträge abführen. Doch davon hat derjenige, für den mit 66 noch lange nicht Schluss ist, zumindest finanziell nichts.
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Datum: 22.05.2007 - 15:38 Uhr
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