Bahn und Experten starten Gespräche für mehr Akzeptanz bei Großprojekten
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Bahn und Experten starten Gespräche für mehr Akzeptanz bei Großprojekten
(Frankfurt am Main, 24. November 2010) Auf Einladung der Deutschen Bahn trafen sich vergangene Woche in Frankfurt Vertreter der Bundesingenieurkammer und der Ingenieurverbände zu einem ersten Meinungsaustausch, um Wege aufzuzeigen, die Akzeptanz bei der Umsetzung von Infrastrukturprojekten zu verbessern. Anlass für das Gespräch waren zum einen die aktuellen Ereignisse im Zuge der Realisierung des Bahnprojektes Stuttgart-Ulm, zum anderen aber auch die Durchführung weiterer zukünftiger Infrastrukturprojekte. Die beteiligten Verbände und Kammern zielen mit dieser Diskussion darauf ab, dass Großprojekte in Zukunft wieder von einer Mehrheit der Bürger besser verstanden und mitgetragen werden können.
Dazu sollen in fachlichen Arbeitskreisen verschiedene Themenbereiche bearbeitet werden. So geht es beispielsweise um die langen Planungszeiten, die von der Machbarkeitsstudie bis zur Bauausführung oftmals 10 bis mehr als 15 Jahre dauern können. Um bei großen Projekten der Verkehrs- oder Energieinfrastruktur nicht erneut Widerstände in der Bevölkerung - wie beispielsweise bei Stuttgart 21 - hervorzurufen, sollen Planungszeiten verkürzt werden, war übereinstimmende Meinung. Zugleich sollen auch Entscheidungsprozesse transparenter gemacht und den Betroffenen mehr Möglichkeit zur Partizipation gegeben werden. Außerdem soll der Frage nachgegangen werden, wie technisch hochkomplexe Themen - beispielsweise der Tunnelbau - für die Bürger nachvollziehbar und verständlich dargestellt und frühzeitig kommuniziert werden können. Zu diesem Zweck müssen sich die Ingenieure mit ihrer Fachkompetenz und Projekterfahrung künftig noch intensiver auch bei der Öffentlichkeitsarbeit einbringen.
Die Diskussion wird maßgeblich vorangetrieben von der Bundesingenieurkammer, der Bundesvereinigung der Prüfingenieure für Bautechnik (BVPI), der Studiengesellschaft für unterirdische Verkehrsanlagen (STUVA), dem Verband Beratender Ingenieure (VBI), dem Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure (VDEI), dem Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik (VDE) und vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI). Die DB wird sich dafür einsetzen, dass Bundes- und Länderverwaltungen als auch weitere Träger von Großprojekten wie die Energiekonzerne die Initiative unterstützen. Die Teilnehmer stimmten darin überein, dass Gesetzgeber wie Verwaltungen, Projektträger, Hochschulen, Ingenieurverbände und Bürger ihren jeweiligen Beitrag in diesem Prozess leisten müssen.
Herausgeber: Deutsche Bahn AG
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Datum: 24.11.2010 - 16:45 Uhr
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