Nicht verstehen - und dennoch vom Hören profitieren?
Zeitschrift"Schnecke"fragt nach der Bedeutung von Geräuschen für schwerhörige Menschen
"Ich denke, dass das Hören auch dann ein Gewinn ist, wenn man Gesprochenes nicht versteht", schreibt Dr. Ulrich Hase in der "Schnecke". Der Jurist, promovierte Hörgeschädigtenpädagoge und Vorsitzende der Deutschen Gesellschaft der Hörgeschädigten-Selbsthilfe und -Fachverbände e.V. ist an Taubheit grenzend schwerhörig. Wie ihm unverständliche Sprechgeräusche dennoch zu einem Mehr an Verstehen verhelfen, wie ihn Geräusche vor Gefahren warnen oder ihm die Möglichkeit geben, sich Musik auf eigene Art zu erschließen, davon berichtet er.
Einen dramatischen Verlauf kann das Schicksal nehmen, wenn jemand weder lautsprachlich noch mit Gebärden kommunizieren kann, erklärt Dr. Inge Richter in ihrem Fachartikel. "Eine ausreichende Sprachkompetenz ist die Voraussetzung für die Stärkung des Selbstwertgefühls, für eine adäquate Lebensbewältigung mit möglichst wenig Unter- oder Überforderung, aber auch für wohlwollende soziale Kontakte", so die Nervenärztin und Leiterin der Hörgeschädigtenabteilung im Klinikum Am Europakanal in Erlangen.
Aktuell in "Schnecke" 70: Hörsturz, CI-Nachsorge beim Hörakustiker und der frühere bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein
Neben dem Titelthema hält die aktuelle "Schnecke" weitere interessante Themen bereit. Schon 1958 beschrieb Professor em. Dr. mult. Ernst Lehnhardt das Phänomen Hörsturz und führte damit diesen Begriff ein; die "Schnecke" erinnert daran. Ein Interview mit Horst Böttcher thematisiert erstmals die Anpassung von CI-Sprachprozessoren auch durch Hörakustiker. Im Grußwort an die "Schnecke"-Leser bekennt der bayerische Ministerpräsident a.D. Dr. Günther Beckstein, der kürzlich mit einem CI versorgt wurde: "Für mich ist es eine absolute Selbstverständlichkeit, die Errungenschaften der modernen Technik - und das Cochlea-Implantat ist eine grandiose Errungenschaft! - zu nutzen, wo es Sinn macht und Beeinträchtigungen abgemildert oder gar behoben werden können."
Zertifiziert wurde die "Schnecke" durch die Stiftung Gesundheit, eine gemeinnützige Stiftung, die sich für Transparenz im bundesdeutschen Gesundheitswesen engagiert. Die Fachzeitschrift "Schnecke" ist "eine gut strukturierte Zeitschrift, die auf unterschiedlichem Niveau einer differenzierten Leserschaft eine Menge zu bieten hat", so das Urteil der Stiftungsjuroren anlässlich der Vergabe ihres Zertifikats.
Weitere Informationen unter www.schnecke-online.de sowie unter www.schnecke-ci.de. Medienvertretern stellen wir auf Anfrage gerne auch ein Ansichtsexemplar der aktuellen Schnecke zur Verfügung.
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Die Schnecke ist eine seit 1989 erscheinende unabhängige Fachzeitschrift, die von der Deutschen Cochlear Implant Gesellschaft DCIG (www.dcig.de) herausgegeben wird. Die Zeitschrift, die als gemeinnützige GmbH agiert, informiert ihre Leser über die Themen Cochlea-Implantat, Schwerhörigkeit, Taubheit, Tinnitus, Hörgeräte und Hör-Hilfsmittel. Fachbeiträge und Erfahrungsberichte von Betroffenen vermitteln dem Leser einen besonders tiefen Einblick in die Problematik von Hörschädigungen und ihrer Bewältigung. Zugleich bietet die Zeitschrift den Lesern ein Forum und vielfältige Kontaktmöglichkeiten. Thematischer Schwerpunkt ist das Leben mit Cochlea-Implantaten (CI) und Hörgeräten. Die "Schnecke" erscheint viermal jährlich mit einer aktuellen Auflage von 6.000 Exemplaren. Die Redaktion hat ihren Sitz in Illertissen; Chefredakteurin der "Schnecke" ist Hanna Hermann. 2008 startete die Redaktion in Ergänzung zur Print-Ausgabe der "Schnecke" das Informationsportal www.schnecke-online.de mit Angeboten zum Thema "Hören & Verstehen - CI & Hörgerät".
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Datum: 25.11.2010 - 12:55 Uhr
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