Europäisches Gericht: Grüne Punkt-Konzern DSD darf Wettbewerber nicht ausschließen
ID: 30430

(firmenpresse) - Brüssel/Köln - Das Europäische Gericht (EuG) gab seine erstinstanzliche Entscheidung über die Mitbenutzung von Abfallbehältern bekannt. Die Duales System Deutschland GmbH (DSD) hatte gegen eine Auflage der EU-Kommission geklagt, die Konkurrenten des DSD die Mitbenutzung der Müllbehälter von DSD-Vertragsvertragsnehmer ermöglichen. In seiner Entscheidung wies das EuG die DSD-Klage. Der Grüne Punkt-Müllkonzern darf durch das Urteil die Entsorger nicht daran hindern, mit den Wettbewerbern Verträge über die Mitbenutzung von Behältern oder sonstigen Einrichtungen zum Sammeln und Sortieren gebrauchter Verkaufsverpackungen abzuschließen.
„Wir sind erleichtert, dass das Europäische Gericht dem erneuten Aufleben von Monopolstrukturen eine Absage erteilt hat und den Wettbewerb zwischen den Dualen Systemen fördert“, erklärt Burkhard Landers, Präsident des bvse-Bundesverband Sekundärrohstoffe und Entsorgung. Eine Aufhebung des Mitbenutzungsrechtes hätte nach Auffassung des bvse den Wettbewerb in der Verpackungsentsorgung einseitig zu Gunsten des Marktführers verschoben, was auf Dauer die mittelständischen Strukturen der Entsorgungswirtschaft zerstört hätte.
Es sei schon erstaunlich, so Landers weiter, mit welchem Aufwand große Unternehmen der Entsorgungswirtschaft alle erdenklichen Anstrengungen unternehmen, um funktionierendes Marktgeschehen zu Gunsten von Monopolen und Kartellen einzuschränken, was immer auf Kosten der kleinen und mittelständischen Wirtschaft gehe und durch den Verbraucher teuer bezahlt werde.
Der bvse fordert grundsätzlich von der Politik, die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass Monopole und Kartelle - egal ob sie regional oder überregional existieren und egal ob sie öffentlich-rechtlicher oder privatwirtschaftlicher Natur sind - in der Recycling- und Entsorgungswirtschaft nachhaltig verhindert werden.
Auch die Landbell AG begrüßt das Brüsseler Votum. "Wir sehen die Landbell AG mit der jüngsten Entscheidung des EuG als ersten Wettbewerber des DSD klar bestätigt. Seit 2003 betreiben wir ein eigenes Duales System. Das gestrige Urteil ist ein wichtiger Meilenstein für einen freien und fairen Wettbewerb im mittlerweile dynamischen Markt der Verpackungsentsorgung mit dem 'Grünen Punkt'", so Jan Patrick Schulz, Landbell-Vorstand für Marketing und Vertrieb. DSD dürfe von Landbell-Kunden zudem keine Lizenzentgelte für die Entsorgung von Verkaufsverpackungen mit dem "Grünen Punkt" verlangen. Letzteres hätte steigende Preise für den Endverbraucher zur Folge.
„Mit dem Urteil hat das Europäische Gericht erster Instanz (EuG) eine zentrale Entscheidung der Europäischen Kommission zu Gunsten des Wettbewerbs bei der Verpackungsentsorgung in Deutschland bestätigt. Mit diesem Urteil wird verhindert, dass der gerade erst in Gang gekommene Wettbewerb bei der Verpackungsentsorgung durch eine ausgeklügelte Vertragsgestaltung, die DSD in seiner früheren Position als unangefochtener Monopolist durchsetzen konnte, wieder aufgehoben wird“, betont BellandVision-Chef Roland Belz.
DSD habe sein Kennzeichen „Grüner Punkt“ als Marke schützen lassen und während der Zeit als Monopolist umfassend etablieren können. „Die Entscheidung des EuG bestätigt, dass die ursprünglich von DSD erzwungene Koppelung des Lizenzentgelts an die bloße Zeichennutzung den Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung darstellt und damit gegen Europäisches Kartellrecht verstößt. DSD kann zwar noch Rechtsmittel zum Europäischen Gerichtshof einlegen. Die Kommissionsentscheidung bleibt aber ungeachtet dessen weiterhin wirksam“, sagt Belz.
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 25.05.2007 - 16:05 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 30430
Anzahl Zeichen: 0
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Silke Landwehr
Kategorie:
Energie & Umwelt
Meldungsart: bitte
Versandart: kein
Freigabedatum: 25.05.2007
Diese Pressemitteilung wurde bisher 942 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Europäisches Gericht: Grüne Punkt-Konzern DSD darf Wettbewerber nicht ausschließen"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
medienbüro.sohn (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi
Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un
Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys
Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn
Europäisches Gericht erkennt Zahlungsansprüche von DSD für den Grünen Punkt an ...
Köln, 24. Mai 2007. Das Europäische Gericht erster Instanz (EUG) in Luxemburg hat heute über die Klagen der Duales System Deutschland GmbH (DSD) gegen zwei Beschlüsse der EU-Kommission aus dem Jahr 2001 entschieden. Zwar weist das Gericht die Klage der DSD im ersten Fall gegen die Mitbenutzung d
Klimawandel schafft neue Arbeitsplätze – Deutsche Umwelttechnik muss besser vermarktet werden ...
Bonn/Düsseldorf – Der Klimawandel hat auch seine guten Seiten: Der Arbeitsmarkt bietet große Chancen für Umweltexperten. Laut VDI-Nachrichten http://www.vdi-nachrichten.de gibt es sogar ein „grünes Wunder am Arbeitsmarkt“ und einen ökologischen Wirtschaftsboom. Zahlen unterstützen diese
Mehrweg - Umweltschutz im Alltag: Leicht anzuwenden - wirkungsvoll im Ergebnis ...
Klimaschutz hin oder her, alle Maßnahmen dazu dürfen weder die persönliche Freiheit noch den Geldbeutel allzu sehr belasten. Ein „Rettet die Welt“ in Lightversion ist gefordert, und das ist gar nicht schwer, denn viele kleine Schritte ergeben zusammen auch einen ganz großen! Wie immer sind
GTR² GmbH bietet Ökologie und Sicherheit auf dem Gebraucht Computer Markt. ...
Obwohl die Lebensdauer eines PCs wesentlich länger als die tatsächliche Nutzungsdauer ist, entsorgen viele Unternehmen ihre Alt-IT-Geräte aufgrund vertraulicher Firmendaten lieber beim Schrotthändler. „Häufig glauben Unternehmen, dass eine Entsorgung der Geräte die sicherste Form der DatenlÃ




