Automatischer Sprachagent als Stadtführer:

Automatischer Sprachagent als Stadtführer:

ID: 30622

Münchener Verkehrsverbund setzt auf sprachgesteuerte Fahrplanauskunft



(firmenpresse) - Von Andreas Schultheis/Gunnar Sohn

München/Berlin - Eigentlich gehört es zu den Ritualen des Münchener Frühsommers, dass der FC Bayern http://www.fcb.de seine Anhänger zur jährlichen Siegesfeier auf dem Marienplatz begrüßt, um Pokalsiege und Meisterschaften zu feiern. Daraus wird in diesem Jahr nichts. Zehntausende Fans mussten zu Hause bleiben. Und wenn sie doch mal wieder kommen und nach dem Weg zum Marienplatz fragen, dann ist der Münchner Verkehrs- und Tarifverbund http://www.mvv-muenchen.de bestens vorbereitet. Seit gut einem Jahr ist die sprachgesteuerte Fahrplanauskunft als Bestandteil der elektronischen Fahrplanauskunft EFA in Betrieb. Dort gibt es unter der Telefonnummer 089 - 41 42 43 Informationen zu allen 4.500 MVV-Haltestellen, 2.500 Sehenswürdigkeiten und 450.000 Adressen in München. Auf Wunsch werden die Ergebnisse auch als Fax oder SMS mitgeteilt: „In vielen Bereichen ist die automatisierte Selbstbedienung im Sprachportal nicht mehr wegzudenken", erklärt Christoph Pause, Redakteur der Fachzeitschrift Teletalk. Viele Verbraucher fürchteten in der Vergangenheit die maschinellen Sprachagenten, die bisweilen Nerven und Ohren mit falscher Wiedergabe der Anfrage und scheppernder Sprachausgabe strapazierten. Das war gestern.

Nach MVV-Angaben können über den sprechenden Fahrplan ungefähr 40 Prozent aller Anrufe abschließend behandelt werden. Mit einer einfachen „Weiter"-Eingabe kann der Anrufer sich aber auch ins Call Center durchstellen lassen, um komplexere Fragen zu klären. Der Härtetest war die Fußball-Weltmeisterschaft im vergangenen Jahr. „Die Vorteile des neuen Systems sind natürlich die Entlastung unserer Call Center-Mitarbeiter von Routineanfragen und die ständige Erreichbarkeit“, sagt Susanne Strasser, Bereichsleiterin Marketing des MVV. Das Sprachportal sei täglich rund um die Uhr erreichbar. Darüber hinaus sei auch eine Abnahme der Kunden-Beschwerden zu verzeichnen. „An Werktagen mit durchschnittlichem Verkehrsaufkommen“, so MVV-Projektleiter Bernhard Segl, „werden rund 1000 Anfragen über die sprachgesteuerte Auskunft abgewickelt.“ Aber auch bei Großveranstaltungen wie dem Papstbesuch oder dem Oktoberfest gebe es keine Probleme, da genügend Kapazitätsreserven zur Verfügung stehen. Seit dem Frühjahr ist der Dialog auch in englischer Sprache möglich. Dazu starte man die Unterhaltung einfach mit der Eingabe „Englisch“.



Viele Verkehrsunternehmen haben das Potenzial erkannt, das im Einsatz der Sprachtechnik zur Fahrplanauskunft liegt. Allein die ständige Erreichbarkeit ist ein schwerwiegendes Argument. Die Westfälische Verkehrsgesellschaft beispielsweise gibt im Auftrag des Landes Nordrhein-Westfalen und aller Verkehrsbetriebe Anrufern Auskünfte zu den Fahrplänen an Rhein und Ruhr. Die Fahrplanauskunft des Hamburger Verkehrsverbunds informiert Anrufer über alle Verbindungen in der Metropolregion zwischen Ost- und Nordsee. Die Liste lässt sich fast beliebig verlängern.

Sechs Wochen hat es nur gedauert, bis das im Rahmen der Initiative „Neue Mobilitätsdienste“ der Regierung von Oberbayern geförderte Sprachportal in München zum Einsatz kam. Rund 300.000 Euro wurden investiert, die laufenden Personalkosten bleiben stabil und überschaubar – ein Argument, das mit einer Outsourcing-Variante an einen externen Call Center-Dienstleister nicht gegriffen hätte: „Durch 24-stündige Erreichbarkeit erzielt der MVV eine Akzeptanzsteigerung der telefonischen Auskunft und verbessert dadurch auch sein Image“, erklärt Lupo Pape, Geschäftsführer von SemanticEgde http://www.semanticedge.de. Das Berliner Unternehmen hat sich auf Sprachdialogsysteme spezialisiert und die sprachgesteuerte Münchener Fahrplanauskunft verwirklicht. Wichtig sind Pape die Möglichkeit eines freien Dialogs und die natürlich-sprachliche Erkennung des Start- und Zielortes: „Das erhöht die Nutzerfreundlichkeit. Wir wollen weg von starren Dialogen, bei denen man nur bestimmte Begriffe verwenden kann, sondern freies Sprechen ermöglichen. Außerdem weist die sprachgesteuerte Fahrplanauskunft deutlich höhere Automationsgrade auf als andere im Einsatz befindliche Lösungen und macht sich relativ schnell bezahlt“, so Pape. Auch für mobilitätseingeschränkte Nutzer sei die Fahrplanauskunft leicht zu handhaben. Rollstuhlfahrer beispielsweise könnten ihre Einschränkung angeben und bekämen die entsprechenden Empfehlungen. „Der Dialog wird vom Benutzer aktiv gesteuert. Das System reagiert flexibel auf die Äußerungen des Anrufers und ist in der Lage, mehrere Informationen gleichzeitig zu verarbeiten, zu bestätigen oder zu korrigieren“, betont Pape, der mit seinen Anwendungen schon mehrfach den in seiner Branche begehrten Voice Award http://www.voiceaward.de der Initiative Voice Business gewonnen hat.

„Die Nutzerakzeptanz für den ‚Dialog mit der Maschine’ wächst kontinuierlich“, bestätigt Silvia Hänig in den VDI-Nachrichten http://www.vdi-nachrichten.de. „Der mittlerweile steigende Zuspruch veranlasste in den vergangenen Jahren bereits namhafte Großkonzerne mit hohem Serviceaufkommen wie die Postbank, T-Mobile oder die Deutsche Bahn automatisierte Sprachportale einzusetzen. Während sich früher die Anrufer in der Warteschleife langweilten, weil alle Anschlüsse besetzt waren, kommt bei Sprachportalen der Kunde sofort durch.“ Demnach belegten die vielen Beispiele erfolgreicher Sprachportale, dass „der gesamte Dialogbereich eines Unternehmens durch Sprachautomaten verbessert werden kann.“



Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  GTR² GmbH tritt dem führenden deutschen ITK-Verband BITKOM bei. Kommunikative Kompetenz am Telefon
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 31.05.2007 - 09:43 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 30622
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Andreas Schultheis/Gunnar Sohn

Kategorie:

Information & TK


Meldungsart: Unternehmensinformation
Versandart: kein
Freigabedatum: 31.05.07

Diese Pressemitteilung wurde bisher 940 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Automatischer Sprachagent als Stadtführer:"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

medienbüro.sohn (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation ...
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi

Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un

Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys


Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn


GTR² GmbH tritt dem führenden deutschen ITK-Verband BITKOM bei. ...
Der Wettbewerb auf dem Gebraucht-Hardware-Markt hat sich in den letzten Jahren stark verschärft. Aus diesem Grund ist das Unternehmen GTR² GmbH dem Bundesverband BITKOM beigetreten und kann damit die zahlreichen Möglichkeiten des BITKOM nutzen. „Nur durch eine langfristig ausgelegte Strategie l

WiMAX - UMTS-Killer oder Rohrkrepierer? ...
Geht es nach den Analysten der Unternehmensberatung Steria Mummert Consulting, wird sich WiMAX in Deutschland schon bald zum Milliardengeschäft entwickeln. Alternative Festnetzbetreiber sehen in der Technologie die Chance, den Breitband-Anschlüssen der Telekom Konkurrenz zu machen. Die Zukunft

m.volution begrüßt Initiative der EU Kommission zur Senkung der Roaming-Preise ...
Die EU kritisierte die zu hohen Roaming-Gebühren im Ausland und erwartet schon bis August 2007 eine Veränderung der Preise durch die Netzbetreiber. Um die eigenen Kosten bis zu einer einheitlichen Regelung für Telefonate und Datendienste im Auge zu behalten, bietet m.volution mit dem innovativen

Der Computer als Zuhörer: Sprachdialogsysteme mausern sich zum Massenprodukt ...
Bonn, www.ne-na.de - Diktieren statt tippen, befehlen, statt mit der Maus zu klicken: Spracherkennung soll nach einem Bericht der Schweizer Zeitung „Tagesanzeiger“ http://www.tagesanzeiger.ch den Umgang mit Computern erleichtern. „Computer!“ Wenn Captain Kirk vom Raumschiff Enterprise etwas


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z