E-Commerce-Report 2010: Brandenburg und Bayern sind Aufsteiger im deutschen Online-Handel – Berlin bleibt Spitzenreiter
Bremen erzielt im E-Commerce die höchsten Warenkorbwerte
Obwohl Bremen insgesamt im E-Commerce nicht besonders kaufaktiv ist, erzielt das Bundesland durch den häufigen Online-Kauf von Luxusartikeln (über 500 Euro) die höchsten Warenkorbwerte. Die Hamburger kaufen laut Daten der Deutsche-Bank-Tochter dagegen überdurchschnittlich gern im Bereich unter zehn Euro ein, einer Warenkorbwertgruppe, die typisch für Services wie Downloads ist. Deshalb befinden sich die Hanseaten am Ende der E-Commerce-Rangliste der Warenkorbwerte.
Die Bewohner Hamburgs kaufen also offenbar relativ preiswert ein, erweisen sich jedoch auch als außerordentlich kaufaktiv. Bei der Auswertung nach zweistelligen Postleitzahlen belegen sie den ersten Platz in der Rangliste der eifrigsten Online-Kaufregionen und lösen damit die Essener ab (jetzt auf Platz sechs). Gefolgt wird Hamburg von Berlin-Innenstadt und der Postleitzahlenregion 63 (Aschaffenburg/Hanau/Offenbach am Main/Miltenberg). Größter Aufsteiger in der Top-20 der aktivsten Online-Konsumenten ist Bonn/Remagen/Siegburg/Euskirchen (PLZ 53), als Absteiger Nummer eins kristallisiert sich Karlsruhe/Baden-Baden/Landau in der Pfalz/Bruchsal (PLZ 76) heraus.
Kreditkarte und giropay gewinnen an Attraktivität in neuen Bundesländern
Ein Vergleich zwischen den alten und neuen Bundesländern hat ergeben, dass letztere modernen Online-Zahlverfahren wie Kreditkarte oder giropay nun aufgeschlossener gegenüberstehen. Deren Gesamtanteil ist bereits von 43% im Vorjahr auf 46% gestiegen und könnte bereits im nächsten Jahr die 50%-Hürde erreichen. In den neuen Bundesländern sind auffälligerweise Karten von Drittanbietern extrem beliebt. Dazu gehören beispielsweise die Marken American Express, Diners oder Kundenkarten mit Zahlungsfunktion. In Mecklenburg-Vorpommern stellen diese sogenannten „anderen Karten“ mit 38,8% sogar die beliebteste „Marke“ dar, wie die Auswertung der Deutschen Card Services zeigt. Insgesamt hat der Report ergeben, dass die Kreditkarte in allen Bundesländern Deutschlands die Zahlart Nummer eins darstellt.
Frankfurter sind die aktivsten Kartennutzer
Deutschlands aktivste Kreditkartennutzer stammen wie zwei Jahre zuvor aus Frankfurt am Main-Mitte. Damit hat sich die Stadt den ersten Rang von Berlin-Innenstadt zurück erobert; die Vorjahresführer sind sogar auf Rang elf zurückgefallen und somit aus der Top-10 verschwunden. Der E-Commerce-Report 2010 der Deutschen Card Services hat ergeben, dass die Kreditkarten-Hochburgen vor allem in städtischen Ballungszentren angesiedelt sind. Zwei weitere Stadtteile Berlins, nämlich das südliche und südöstliche (PLZ 12) sowie das nördliche (PLZ 13) Berlin, überraschen außerdem mit der stärksten Nutzung des Elektronischen Lastschriftverfahrens. Die Stadtteile Münchens sowie Hamburg-Mitte und die Postleitzahlenregion 40 (Düsseldorf, Hilden, Mettmann, Ratingen) folgen Frankfurt am Main-Mitte in der Rangliste der aktivsten Kartennutzer.
Berlin hat höchste Chargeback-Quote
Berlin hat mit 0,52% die höchste Chargeback-Quote unter den Bundesländern, also den höchsten Anteil zurückgebuchter Kreditkarten-Transaktionen nach Widerspruch des Karteninhabers. Das Bundesland Berlin beherbergt allerdings auch die aktivsten E-Commerce-Nutzer. Wie die Deutsche Card Services ermittelte, kann sich Sachsen-Anhalt erneut über das geringste Zahlungsausfallrisiko unter den Bundesländern freuen. Auch Hessen und Brandenburg machen in puncto Zahlungssicherheit positiv auf sich aufmerksam: So offenbart Hessen als Bundesland mit hoher E-Commerce-Aktivität eine hohe Zahlungssicherheit, und Brandenburg ist das Bundesland mit dem insgesamt geringsten Zahlungsausfallrisiko bei der Kartenzahlung und im Elektronischen Lastschriftverfahren. Insgesamt zeigt der Report, dass gravierende Ost-West-Unterschiede beim Zahlungsausfallrisiko im deutschen Online-Handel praktisch nicht mehr bestehen.
E-Commerce-Report basiert auf realen Kaufvorgängen
Der E-Commerce-Report, der das Kauf- und Zahlverhalten sowie das Zahlungsausfallrisiko im Online-Handel erfasst, erscheint seit 2002. Anders als übrige Analysen basiert die Auswertung der Deutsche-Bank-Tochter auf realen Kaufvorgängen und damit nicht auf Umfragen. Datengrundlage bildet die Auswahl von rund 24 Millionen Transaktionen, die über die Plattform der Deutschen Card Services abgewickelt wurden. Alle ausgewerteten Daten sind vollkommen anonymisiert und erfüllen sämtliche datenschutzrechtliche Anforderungen. Die Studie ist ab sofort im Online-Shop der Deutschen Card Services erhältlich.
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Datum: 09.12.2010 - 11:55 Uhr
Sprache: Deutsch
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Kategorie:
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Freigabedatum: 09.12.2010
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