Technikvielfalt belastet Unternehmen - Maßgeschneiderte Systeme und Services gefragt
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Heroldsberg/Stuttgart - "Die Geschichte der IT-Industrie ist erst einige Jahrzehnte alt, hat aber bereits mehrere Generationen durchlaufen. Von einem seltenen, außerordentlichen Mittel in der Konkurrenz um Marktanteile, das sich nur kapitalkräftige oder visionäre Unternehmen leisten konnten oder wollten, ist es zu einem alltäglichen Instrument geworden." Das schreiben Hendrik Leitner und Hartmut Wiehr in ihrem Buch "Die andere Seite der IT". Auch alltägliche Arbeitswerkzeuge bedürfen mitunter der Erneuerung und so wird der Alltag zur Herausforderung. Doch das ist in Sachen IT oft leichter gesagt als getan, denn einerseits soll in aller Regel der laufende Unternehmensbetrieb nicht beeinträchtigt werden. Andererseits soll die Technik immer auf dem neuesten Stand sein, was das Unterfangen nicht einfacher macht. Die Vielfalt ist ein Problem. "Ein Trend löst den nächsten ab, ein Hype folgt auf den anderen - so dass Experten alle Hände voll zu tun haben, etwas Ordnung und Licht in diese Technologie- und Produkt-Zyklen zu bringen", so Joseph Reger, Chief Technical Officer von Fujitsu Siemens Computers http://www.fujitsu-siemens.de.
Bei der Heroldsberger Schwan-Stabilo-Gruppe http://www.schwan-stabilo.com war das im Jahr 2001 aufgebaute Datennetz nach fünf Jahren den Anforderungen des Unternehmens nicht mehr gewachsen. Die Abteilung IT-Service der Schwanhäußer Industrie Holding GmbH & Co. KG, die das Datennetz für sämtliche Tochterfirmen aus dem Schreibgeräte- und Kosmetikbereich betreibt, entschied sich für ein komplettes Redesign. Das Drehbuch dazu bedurfte enormer Detailplanung: 1.500 Anschlüsse mussten auf mehrere Netzbereiche aufgeteilt werden, die über zentrale Backbone-Router miteinander verbunden sind. Das neue Netz sollte einen 24-Stunden-Betrieb bewältigen und die größtmögliche Ausfallsicherheit gewährleisten. "Auf diese Weise konnten wir unsere Netzwerkstruktur mit nur wenigen einheitlichen Gerätetypen aufbauen und die einzelnen Unternehmensbereiche weitgehend unabhängig voneinander administrieren", erklärt Manfred Hoersch, IT-Service-Leiter des Unternehmens. "Das Ergebnis ist eine klar gegliederte Netzstruktur verbunden mit erhöhter Ausfallsicherheit."
Vor allem die konsequente Umsetzung der Anforderungen mit Gerätetypen aus einer einzigen Modellreihe sei es gewesen, mit der der Stuttgarter ITK-Systemintegrator Nextiraone http://www.nextiraone.de die Heroldsberger überzeugen konnte. Das mache die Netzwerk-Struktur wesentlich einfacher, übersichtlicher und erleichtere die Wartung. "Mit wenigen vorgehaltenen Ersatzgeräten werden wir mögliche Ausfälle in weniger als einer Stunde beheben können", so Hoersch.
Weil an dem Netzwerk auch alle Tochterfirmen der Schwan-Stabilo-Gruppe angeschlossen sind, war eine so genannte Big Bang-Migration von vornherein ausgeschlossen worden. "Deswegen musste das neue Datennetz parallel zum alten Datennetz in den gleichen Verteilerräumen aufgebaut werden. Das Ganze dauerte von Oktober 2006 bis Februar 2007. Der erste kritische Schritt bestand darin, das alte mit dem neuen Datennetz möglichst transparent zu verbinden, ohne Gefahr zu laufen, dass die beiden Systeme sich gegenseitig stören", berichten Hoersch und Wolfgang Lederer, verantwortlicher Programm-Manager von Nextiraone.
Die Migration sämtlicher Server und Endgeräte von der alten Struktur ins neue Alcatel-Netzwerk war dann der zweite kritische Schritt. "Die Migration im laufenden Produktionsbetrieb ist in punkto Koordination und Projektmanagement natürlich immer eine ganz andere Herausforderung als der Aufbau eines Netzes für den Erstbetrieb. Hier musste beispielsweise jedes Gerät mehrmals getestet werden, um die Stabilität und Ausfallsicherheit zu gewährleisten", so Lederer. Es komme heute darauf an, maßgeschneiderte Systeme und Services bereitstellen zu können. "In jeder Phase eines Projekts bringen wir Bedarf und Leistung in Einklang, in dem wir hohes Augenmerk auf eine saubere Planung und Abstimmung in Vorfeld legen. Das ist die Anforderung unseres Kunden und seine Erwartung an die Servicequalität", sagt der Nextiraone-Experte.
In seinem Beitrag für "Die andere Seite der IT" bestätigt Joseph Reger: "Den Anwendern ist vor allem mit solchen Angeboten geholfen, die auf den bestehenden Infrastrukturen aufsetzen. Das Rad muss nicht immer neu erfunden werden." Leistung im Sinne von Qualifikation, so Axel Schnell, Chief Operating Officer von Nextiraone, "drückt sich beispielsweise auch darin aus, dass man nicht nur das selbst installierte Netz und die selbst vertriebenen Produkte bedienen kann, sondern auch Infrastrukturen, die Dritte eingerichtet haben." Das sei längst keine Selbstverständlichkeit unter vielen Serviceanbietern. "Die schrittweise Migration hat zwar länger gedauert, weil wir sämtliche Arbeitsplätze sukzessive im laufenden Betrieb von der alten in die neue Netzstruktur 'umziehen' mussten", so Hoersch, die Leistungsfähigkeit des neuen Netzes habe die Dauer der Implementierung gerechtfertigt.
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Datum: 19.06.2007 - 09:53 Uhr
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