Castor-Transporte: Atommuell-'Entsorgung' auf Kosten der Steuerzahler
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Castor-Transporte: Atommuell-"Entsorgung" auf Kosten der Steuerzahler
Bei den Castor-Transporten aus der frueheren Wiederaufarbeitungsanlage Karlsruhe (WAK) kommt das weit verbreitete Geschaeftsmodell der Betreiber von Atomkraftwerken zum Tragen: 100 Prozent dieses Atommuells stammen aus AKWs; die Risiken und Nebenwirkungen werden hingegen beim Steuerzahler abgeladen. Als Nebeneffekt der AKW-Laufzeitverlaengerung wird die Gesellschaft darueber hinaus bis hinein in den CDU-Landesverband der Kanzlerin, der fuer eine Nutzung des Zwischenlagers Lubmin ausschliesslich fuer demontierte radioaktive Teile aus den stillgelegten DDR-Kernkraftwerke plaediert, gespalten.
Die reinen Transportkosten der Castoren aus Karlsruhe - ohne die Aufwendungen fuer den Einsatz der Polizeien des Bundes und der Laender - belaufen sich nach Angaben der Bundesregierung auf 2,3 Millionen Euro. Fuer die Lagerung der verglasten hochradioaktiven Abfaelle fallen jaehrlich ueber lange Zeit jeweils weitere 200.000 Euro an, so das Bundesumweltministerium auf SPD-Anfrage. Die urspruenglichen Verursacher des Atommuells werden bis heute zu diesen Kosten nicht im angemessenen Umfang finanziell herangezogen. Sie waren dank eines frueheren CDU-Forschungsministers lediglich an den Gesamtprojektkosten der Stilllegung der WAK mit einem gedeckelten Betrag beteiligt. Die Zeche zahlen dafuer heute allein die Steuerzahler.
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Datum: 14.12.2010 - 17:15 Uhr
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