Gesundheit und Ernährung | Gute Nacht, Zahngesundheit

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Ganz gleich aus welchen Gründen: Ob die Menschen abends aufstehen um sich noch einen Mitternachtssnack zu gönnen, oder Schlafprobleme haben, und daher zu vorgerückter Stunde noch einmal den Weg zum Kühlschrank antreten: Die Folgen sind die gleichen - die nächtlichen kulinarischen Exkursionen sind schädlich für die Gesundheit der Zähne.



(firmenpresse) - Dass fand eine Forschungsgruppe bestehend aus amerikanischen und dänischen Wissenschaftlern in einer kürzlich durchgeführten und veröffentlichten Studie heraus.
Über sechs Jahre beobachteten die Forscher die Entwicklung der Zahngesundheit von gut 2.200 dänischen Probanden. In etwa ein Achtel (circa 170 Personen) der Teilnehmer der Studie gaben bereits im Vorfeld an, dass sie mindestens zweimal die Woche in der Nacht aufstehen würden um zu Essen. Dabei nahmen sie mehr als ein Viertel ihres täglichen Nahrungsbedarfs zu sich.
Die Forscher stellten fest, dass die Personen, die Nachts aufstehen um noch Nahrung zu sich zu nehmen, signifikant mehr Zähne verloren als Forschungsteilnehmer, die nach dem üblichen Abendessen nichts mehr zu sich nahmen. Besonders wichtig ist die Feststellung, dass die Art der spät zu sich genommenen Nahrungsmittel hier keine weitere Rolle spielt. Ob das Essen zu später Stunde zuckerhaltig oder reich an Kohlenhydraten war, änderte nichts an den Forschungsergebnissen. Auch die Faktoren Raucher oder Nicht-Raucher, sowie das Alter haben keinen Einfluss auf die beobachtete Feststellung
In ihrem veröffentlichten Forschungsbericht vermuten die Wissenschaftler, dass dieses Phänomen vor allem an der Veränderung des Speichelflusses in der Nacht festgemacht werden kann. Die natürliche Reinigung durch den Speichel ist in der Nacht stark reduziert – der Körper produziert weniger Speichelflüssigkeit und schüttet daher auch weniger aus. In der Folge können Speisereste länger und schädigender in den Zahnzwischenräumen und auf den Zähnen haften.

„Dass die Lebensmittel an sich keine besondere Rolle spielen kann ich an dieser Stelle nicht in dem Maße bestätigen“, so Mathias Kallweit von der CMK-Zahnheilkunde aus Berlin.
„Vor allem zucker- und säurehaltige Lebensmittel wirken hinsichtlich der Schädigungen der Zähne und der Zahnsubstanz als Verstärker . Wichtig ist dabei sich immer vor Augen zu führen, dass nicht die Masse des zu sich genommenen Stoffes, zum Beispiel Zucker, sondern die Frequenz ausschlaggebend ist.“



Das Fazit der Forscher und des Zahnarztes ist jedoch eindeutig: Vor dem Zubettgehen sollten die Zähne unbedingt immer gereinigt, und eine halbe Stunde vor dem Zähneputzen keine Lebensmittel mehr zu sich genommen werden.

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Datum: 17.12.2010 - 15:23 Uhr
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