Das Gorno-Genre aus Sicht der Philosophie: Wieviel Gewalt verträgt die Kunst?
Unter der Bezeichnung „torture porn“ oder „gorno“ fassen Kritiker mittlerweile eine Reihe besonders gewaltlastiger US-Spielfilme der letzten Jahre zusammen. Produktionen wie „Hostel“ oder „The hills have eyes“ scheinen es darauf anzulegen, neue Grenzen des Erträglichen auszuloten, und sind dabei recht erfolgreich. Die aktuelle Ausgabe des Philosophiemonatsbriefes wirft einen Blick auf die rechtlichen wie ethisch-moralischen Fragen, die eine solche Herangehensweise aufwerfen lässt, und diskutiert mögliche Erlaubnisgrenzen von Gewaltdarstellungen in Werken aus Kunst und Kultur.
Die dezidiert philosophische Herangehensweise gibt zu bedenken, dass „die ethisch-moralische Perspektive ... zwei beteiligte Parteien betrachten (muss), nämlich die des Künstlers einerseits (welcher im Fall einer Filmproduktion ja in aller Regel ein Kollektiv ist) und die des Rezipienten (hier also des Zuschauers) andererseits. Beide müssen sich die Frage gefallen lassen, welche ethische Relevanz ihr Handeln hat – allerdings auch nicht mehr als jeder andere, der in der Welt sich selbst und anderen gegenüber Handlungen vollzieht, denn ethisch relevant ist jedes Tun nun einmal per se.“
Welche Konsequenzen sich hieraus ergeben, zeigt sich bei genauerer Betrachtung, doch die Ergebnisse entsprechen dabei nicht unbedingt allgemeinen Erwartungen.
Der vollständige Beitrag findet sich in der aktuellen Ausgabe des Philosophiemonatsbriefes. Die digitale Publikation unter der Federführung der Bonner Philosophin Renate Miethner kann kostenfreie abonniert werden unter www.philosophiemonatsbrief.de.
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