Mercedes-Benz Elektrofahrzeug mit Brennstoffzelle ans Bundesverkehrsministerium übergeben

Mercedes-Benz Elektrofahrzeug mit Brennstoffzelle ans Bundesverkehrsministerium übergeben

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Mercedes-Benz Elektrofahrzeug mit Brennstoffzelle ans Bundesverkehrsministerium übergeben



(pressrelations) - Berlin ? Mit der B-Klasse F-CELL können die Mitarbeiter des Bundesverkehrsministeriums auf ihren Dienstfahrten künftig auch lokal emissionsfrei unterwegs sein. Denn Dr. Thomas Weber, Vorstandmitglied der Daimler AG und verantwortlich für Konzernforschung und Mercedes-Benz Cars Entwicklung, übergab heute in Berlin ein Brennstoffzellenfahrzeug an den Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer. Eine weitere B-Klasse F-CELL wurde von der NOW GmbH - Nationalen Organisation Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie übernommen.

"Elektroautos mit Brennstoffzelle können unsere Mobilität ein weiteres Mal revolutionieren. Der Brennstoffzellenantrieb der B-Klasse F-CELL ist effizient, sauber und voll alltagstauglich. Er ermöglicht lokal emissionsfreies Fahren mit einer Reichweite von rund 400 Kilometern und das bei Betankungszeiten von nur drei Minuten. Darüber hinaus kommt der Fahrspaß voll zur Geltung", so Dr. Thomas Weber.

"Bei der Entwicklung der Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie ist Deutschland weltweit führend. Diesen Vorsprung müssen wir ausbauen. Unser Ziel ist klar: Wir bauen heute die besten Autos der Welt. Und wir wollen, dass wir in Zukunft auch die besten Elektroautos der Welt bauen. Dazu brauchen wir marktfähige, praxistaugliche Produkte. Denn von der Akzeptanz der Nutzer wird der Erfolg der Elektromobilität entscheidend abhängen. Deshalb fördert mein Haus die Elektromobilität sowohl mit Batterie, als auch mit Wasserstoff und Brennstoffzelle. In der Stadt und für kurze Wege sehe ich insbesondere für Elektroautos mit Batterie ein großes Potenzial. Für längere Strecken sind Elektrofahrzeuge mit Brennstoffzelle eine interessante Option", ergänzt Bundesverkehrsminister Ramsauer.

Lokal emissionsfreie Mobilität

Bei der aktuellen B-Klasse F-CELL sorgt der 100 kW/136 PS starke Elektromotor mit einem Drehmoment von 290 Nm schon ab der ersten Umdrehung für Fahrdynamik. Dabei erzielt die B-Klasse F-CELL einen NEFZ-Verbrauch (Neuer Europäischer Fahrzyklus) von umgerechnet nur 3,3 Litern Kraftstoff (Diesel-Äquivalent) je 100 Kilometer. Mit seiner großen Reichweite und der kurzen Betankungszeiten verbindet die B-Klasse F-CELL lokal emissionsfreie Mobilität und Fahrleistungen mit Langstrecken-tauglichkeit. Kernstück des Antriebs ist das optimierte Brennstoffzellensystem der neuesten Generation, das kompakt, leistungsfähig, sicher und voll alltagstauglich ist.



Die Brennstoffzelle erzeugt den Fahrstrom aus der chemischen Reaktion von Wasserstoff und Sauerstoff ? direkt im Fahrzeug. Dabei entstehen keine Schadstoffemissionen, sondern lediglich reines Wasser. Das integrierte Sicherheitskonzept der B-Klasse F-CELL trägt den spezifischen Eigenschaften des innovativen Antriebssystems Rechnung. Dabei flossen auch die langjährigen Erfahrungen von Mercedes-Benz mit dem Elektroantrieb mit Brennstoffzelle aus der A-Klasse F-CELL sowie der Hochvolt-Technologie mit Lithium-Ionen Batterie aus dem S 400 HYBRID ein.

Der Alltag zeigt die Praxistauglichkeit

Um weitere Erfahrungen aus dem Alltagsbetrieb zu sammeln, die in die nachfolgenden Modellreihen einfließen, wählt Mercedes-Benz basierend auf Marktforschungsdaten einen repräsentativen Kundenkreis aus Flottenbetreibern, öffentlichen Einrichtungen, Personen des öffentlichen Lebens und Privatkunden als "Testfahrer" aus. In Summe werden bis 2012 rund 90 Fahrzeuge der B-Klasse F-CELL in den deutschen Markt eingeführt. Das BMVBS fördert die Bereitstellung und den Betrieb der B-Klasse F-CELL im Rahmen des Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP). Parallel läuft der Alltagsbetrieb in den USA und weiteren Ländern an. 2012 sollen insgesamt rund 200 der umweltfreundlichen Elektroautos in Kundenhand unterwegs sein.

Bis 2020 eine Millionen Elektrofahrzeuge auf deutschen Straßen

Voraussetzung für die Einführung von Brennstoffzellenfahrzeugen und der dafür notwendigen Infrastruktur ist, dass alle Beteiligten an einem Strang ziehen. Insbesondere die Unterstützung durch die öffentliche Hand ist wichtig, um das Mobilitätskonzept zeitnah und flächendeckend umzusetzen. Das BMVBS unterstützt im Rahmen des durch die NOW koordinierten. Nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie (NIP) die Forschung und Entwicklung sowie die Demonstration von Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie in den Bereichen Verkehr, stationäre Versorgung und spezielle Märkte mit derzeit 500 Mio. Euro. Mit Initiativen wie der Clean Energy Partnership (CEP) soll zudem der Nachweis der Systemfähigkeit von begleitenden Technologien erbracht werden. Dazu zählen beispielsweise die elektrolytische Erzeugung und Speicherung von gasförmigem Wasserstoff an der Tankstelle und die zentrale CO2-freie Gewinnung von Wasserstoff und dessen Anlieferung und Vor-Ort-Speicherung. Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit der Wasserstofferzeugung aus regenerativen Energien im Realbetrieb zu erproben, die schnelle und sichere Betankung zu gewährleisten sowie den alltagstauglichen Betrieb seriennaher, leistungsfähiger Wasserstoff-Fahrzeuge nachzuweisen.

"Ich möchte, dass diese Zukunftstechnologie im Alltag ankommt ? auch bei uns im Ministerium. Deshalb gehen wir mit gutem Beispiel voran: Ab heute setzen wir neben einem Batterieauto auch ein Brennstoffzellenfahrzeug im Fahrdienst des Ministeriums ein", erklärt der Bundesverkehrsminister.


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