Unternehmen müssen mehr für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter tun

Unternehmen müssen mehr für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter tun

ID: 33983

Öffnung des Arbeitsmarktes als Mittel gegen den Fachkräftemangel



(firmenpresse) - Bonn/Köln – Vor kurzem sorgte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) http://www.iab.de für einiges Aufsehen. Die gegenwärtig von Arbeitgebern häufiger vorgetragenen Klagen über einen Mangel an Fachkräften gehen nur in einigen Branchen auf tatsächliche Engpässe am Arbeitsmarkt zurück. In vielen Bereichen ist der Hintergrund eher in falschen Erwartungen an den Arbeitsmarkt und einer verfehlten Personalpolitik zu sehen, so lauteten die Ergebnisse einer IAB-Studie, die Ende Juli 2007 veröffentlicht wurde. Experten bemängeln, dass in der Diskussion über den Fachkräftemangel die Argumente häufig durcheinander gingen. „Wir als Personalberater sehen die Frage sehr realistisch aus der Perspektive unserer Kunden; politisches Kalkül und Ziele sollten hier möglichst weit außen vor gelassen werden. Wer mit den Unternehmern spricht, weiß es längst: Es ist insbesondere für zahlreiche Mittelständler ausgesprochen schwer, geeignete Mitarbeiter zu finden, da kann das IAB mit makroanalytischen Verfahren die Situation noch so lange schönreden“, so Marc Emde von der Kirch-Personalberatung http://www.kirchconsult.de in Köln. Fachkräftemangel sei keine mathematische Gleichung, sondern eine Verknappung der Humanressource beim konkreten Unternehmen.

Laut Emde sehen die Fakten folgendermaßen aus: Die Zeiten, in denen man für eine anspruchsvolle offene Stelle einen Bewerber aus einem großen Pool aussuchen konnte, sind vorerst passé. Qualifizierung taugt bestenfalls als mittelfristige oder langfristige Strategie. Die Rationalisierungspotenziale sind weitgehend ausgeschöpft. Die Wissens- und Kompetenzträger in den Unternehmen altern und müssen über kurz oder lang ersetzt werden. „Demgegenüber stehen kurzfristig nur die Strategien, sich gegenseitig die Mitarbeiter abspenstig zu machen oder auch im Ausland Kräfte anzuwerben“, sagt Emde. „Im Kleinen war und ist dies bei Fach- und Führungskräften schon lange möglich und wird gezielt praktiziert. Der Aufwand freilich und die bürokratischen Hürden sind allerdings erheblich. Als alternative Strategie wäre nur die großzügige, möglichst bürokratiefreie Öffnung des Arbeitsmarktes denkbar. Großbritannien ist hierfür ein gutes Beispiel. Denn nur wenn der Staat nicht mit kleinlichen rechtlichen Regelungen, sondern großzügig vorgeht, wird auch der Standort im Ausland positiv wahrgenommen. Als Lückenbüßer und ohne langfristige Perspektive kommt niemand, der gut qualifiziert ist, nach Deutschland.“



Aus Sicht der potenziellen Bewerber seien dies rosige Aussichten. Für Unternehmen bedeute die Lage zuerst einmal und auf absehbare Zeit mehr Aufwand und Kosten, wenn eine Stelle besetzt werden müsse. Attraktive Standorte, Arbeitsbedingungen und Incentives würden wieder stärker gewichtet, wenn Bewerber sich für oder gegen ein Unternehmen entscheiden. Emde weiter: „Wer in der Frage nicht auf die Politik hoffen mag, muss selbst anfangen, jenseits der Grenzen geeignete Mitarbeiter zu suchen.“

Kritische Töne schlägt der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) http://www.dihk.de an, der in einem aktuellen Positionspapier mehr Anstrengungen für die Weiterbildung anmahnt. 42 Prozent der Arbeitnehmer nehmen pro Jahr an einer generellen Weiterbildung teil. Damit landet Deutschland beim Ranking der alten EU-Länder im unteren Drittel. Andere Länder wie Österreich, Finnland, Luxemburg oder Dänemark liegen bei einer Quote von zum Teil über 80 Prozent. Der DIHK hält es für besonders Besorgnis erregend, dass erstmals die jüngere Generation schlechter gebildet sei als die nächste ältere. Ältere und gering qualifizierte Arbeitnehmer müssten mehr für die berufliche Weiterbildung tun. Hier gebe es eine Bringschuld. Aber auch die Arbeitgeber dürften nicht aus der Verantwortung gelassen werden: „Natürlich sind auch die Unternehmen weiter gefordert. Wenn Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt zunehmend rar werden, steigt die Notwendigkeit, die eigenen Mitarbeiter stärker zu qualifizieren.“
Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
PresseKontakt / Agentur:

medienbüro.sohn
V.i.S.d.P: Gunnar Sohn
Ettighoffer Strasse 26a
53123 Bonn
Germany

Telefon: 49 - 228 - 6 20 44 74
Telefax: 49 - 228 - 6 20 44 75

medienbuero(at)sohn.de



drucken  als PDF  Auf solche Mitarbeiter kann man bauen Philosophische Managerseminare: Neue Termine
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 15.08.2007 - 13:48 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 33983
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Ansgar Lange, Gunnar Sohn

Kategorie:

Bildung & Beruf


Meldungsart: bitte
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 15.08.2007

Diese Pressemitteilung wurde bisher 856 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Unternehmen müssen mehr für die Weiterbildung ihrer Mitarbeiter tun"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

medienbüro.sohn (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation ...
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi

Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un

Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys


Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn


Auf solche Mitarbeiter kann man bauen ...
Über solche Leistungen freut sich auch der Chef, Herr Rechtsanwalt Georg Willi: "Seit der Kanzleigründung 1983 haben insgesamt 16 Auszubildende erfolgreich ihre Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestellten in unserer Kanzlei durchlaufen. Da ist man schon ein bisschen stolz, zumal, wenn dann n

Sind Jungen dümmer als Mädchen? – Wir brauchen den Quotenmann an deutschen Schulen ...
Von Ansgar Lange Bonn - Schlechte Zeiten brechen für Deutschlands Männer an. Während die Altersbezüge männlicher Senioren immer weiter sinken, steigen die Bezüge der weiblichen. Ganze Landstriche in den neuen Ländern entvölkern sich. Die Frauen gehen oft in den Westen, um dort eine Arbe

Newsticker der Donau-Universität Krems ...
Uni-News Donau-Universität Krems im Finale des Medida-Prix 2007 Hochschulentwicklung im Netzwerk Mit mehreren hochschulübergreifenden Strategieprojekten und als Netzwerk für Hochschulentwicklung schaffte das Forum Neue Medien-Austria (fnm-a) die Nominierung zum Medida-Prix 2007. Die Donau

"Ausbildung zum interkulturellen Coach/Trainer in 5 Modulen" ...
Inhalte der Ausbildung Modul 1: Kernkompetenzen Dauer: 2 Tage Termine: 1. Ausbildungssequenz: 20. – 21. September 2007 2. Ausbildungssequenz: 08. – 09. November 2007 Qualifizierte Fort- und Weiterbildung bedeutet mehr als die Weitergabe von Informationen. Lernen ist ein ganzheitlicher P


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z