Malte Siegert, NABU-Fehmarnbeltexperte, mobil 0173.93732 41, malte.siegert@nabu-wallnau.de
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Fehmarnbeltquerung: NABU bewertet Tunnellösung als Teilerfolg eigener Bemühungen Kritik an ökonomisch wie ökologisch fragwürdigem Projekt hält an
Die grundsätzliche Kritik des NABU an Europas größtem Infrastrukturprojekt bleibe jedoch bestehen. "Auch ein Absenktunnel birgt während der sechsjährigen Dauerbaustelle mitten in einer der weltweit am meisten befahrenen Wasserstraßen erhebliche Havarierisiken für Schiffe und schädigt durch 15 Millionen Kubikmeter Aushub die maritime Lebensumwelt und den Tourismus", sagte NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller. Die ökologische Mindestforderung des NABU bleibe weiterhin ein gebohrter Tunnel unter dem Fehmarnbelt. Deswegen behält sich der NABU juristische Schritte gegen das Projekt weiterhin vor, sollte der Beschluss zum Bau tatsächlich erfolgen.
Unwirtschaftlich ist jedoch jede Querungsvariante. Trotz der Finanzierung der Querung durch Dänemark, kämen auf Deutschland für den Ausbau der Hinterlandanbindung Kosten in Höhe von bis zu 2,5 Milliarden Euro zu. "Mit der Schuldenbremse in Bund und Ländern kann der Euro zukünftig nur ein Mal ausgegeben werden. Andere wichtige Verkehrsprojekte werden wegen einer für Deutschland unwichtigen Fehmarnbeltquerung auf Jahrzehnte nicht realisiert werden können", sagte NABU-Fehmarnbeltexperte Malte Siegert.
Erst vor wenigen Tagen hatte das Aktionsbündnis gegen eine feste Fehmarnbeltquerung, dem auch der NABU angehört, den fragwürdigen Nutzen des Projektes mit einem Gutachten des renommierten Büros Vieregg-Rössler in Frage gestellt. Nach Berechnungen des Gutachterbüros beträgt das Nutzen-Kosten-Verhältnis (NKV) lediglich 0,66 zu 1 und wäre damit negativ. "Eine feste Fehmarnbeltquerung ist ökologisch wie ökonomisch völlig irrsinnig und muss im wörtlichen Sinne in der Ostsee versenkt werden", so Siegert.
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Datum: 01.02.2011 - 23:15 Uhr
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