IHK Nord: Konzept zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung nachbessern
ID: 345295
Der IHK Nord-Vorsitzende Wolfgang Hering sagte in Rostock: "Unseres Erachtens wird die gesamtwirtschaftliche Bedeutung der Häfen, die nicht an den sogenannten Vorrangwasserstraßen liegen, in dem Bericht ebenso wenig berücksichtigt wie die Potenziale der einzelnen Wasserstraßen. Das Verkehrsaufkommen in Tonnen kann nicht als einziges Kriterium zur Kategorisierung herangezogen werden." Auch weiterhin müsse die Verkehrswegeplanung das übergeordnete Ziel verfolgen, Investitionen in die Infrastruktur so zu steuern, dass ein möglichst großes volkswirtschaftliches Nutzen-Kosten-Verhältnis erzielt werde, so Hering.
Nach den Plänen des BMVBS sollen in Zukunft Seewasserstraßen und Hafenzufahrten mit einem Aufkommen von mehr als 50 Millionen Tonnen im Jahr als vorrangig gelten. Dies trifft derzeit nur für die Außenweser nach Bremerhaven, die Außen- und Unterelbe bis Hamburg und den Nord-Ostsee-Kanal zu. Häfen an anderen Standorten hätten dann wegen geringerer Investitionsmittel nur noch eingeschränkte Entwicklungsmöglichkeiten. Die IHK Nord fordert, dass der Bund hier nachbessert: Die im Bundesverkehrswegeplan vorgesehenen Verfahren zur gesamtwirtschaftlichen Bewertung von Infrastrukturprojekten sollten weiterhin berücksichtigt und um qualitative als auch quantitative Netzkriterien ergänzt werden.
Auch die Binnenwasserstraßen will das Verkehrsministerium nach Tonnenaufkommen in verschiedene Netzkategorien einteilen. Welche Flüsse oder Kanäle dann genau zu welcher Netzhierarchie gehören oder zusammengefasst werden, bleibt in dem Bericht offen. Die norddeutschen Industrie- und Handelskammern verweisen darauf, dass bereits heute die Bewertung der Investitionen auf Basis eines Netzmodells erfolgt, welches auch in die weiteren Überlegungen zur Bildung geeigneter Netzkriterien mit einfließen könnte. Zudem widerspreche der Ansatz des Verkehrsministeriums auch dem Ziel des Nationalen Hafenkonzeptes, die See- und Binnenhäfen stärker miteinander zu verknüpfen.
Mit der Einteilung der Bundeswasserstraßen in verschiedene Kategorien will der Bund in einem nächsten Schritt auch die Organisation der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung verändern. Derzeit arbeiten deutschlandweit rund 15.500 Menschen in der WSV. Die Reform der Behörde wurde im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vereinbart und auch vom Rechnungshof wiederholt angemahnt. Die neue Struktur will das BMVBS Mitte April bekannt ge-ben.
Die IHK Nord ist ein Zusammenschluss 13 norddeutscher Industrie- und Handelskammern aus Niedersachsen, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein. Sie vertreten mehr als 600.000 Unternehmen in Norddeutschland und stützen sich auf rund 20.000 ehrenamtlich engagierte Unternehmerinnen und Unternehmer. Arbeitsschwerpunkte sind die Hafenwirtschaft, die maritime Technologie, die Verkehrsinfrastruktur, die Tourismuswirtschaft und die Industrie. www.ihk-nord.de
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 09.02.2011 - 14:19 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 345295
Anzahl Zeichen: 3758
Kontakt-Informationen:
Stadt:
Rostock
Kategorie:
Bildung & Beruf
Diese Pressemitteilung wurde bisher 485 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"IHK Nord: Konzept zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung nachbessern"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
IHK Industrie- und Handelskammer Rostock (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Bereits zum vierten Mal veranstaltete die Industrie- und Handelskammer (IHK) zu Rostock am 5. März 2011 gemeinsam mit 22 Unternehmen des IHK-Bezirkes Rostock den "Tag der Ausbildung in Unternehmen". Erstmals in diesem Jahr beteiligten sich Unternehmen der Hansestadt Stralsund und der Lan
Tag der Ausbildung in Unternehmen am 5. März ...
Bereits zum vierten Mal findet am 5. März 2011 von 9.00 bis 13.00 Uhr der "Tag der Ausbildung in Unternehmen" statt. 22 Unternehmen des IHK-Bezirkes Rostock bieten jungen Menschen und ihren Eltern vor Ort die Möglichkeit zu Gesprächen mit Auszubildenden und Ausbildern. Ihnen werden unt
Wirtschaftsjunioren Rostock zum Talentmanagement im Mittelstand ...
Im Rahmen des Stammtisches des Unternehmerverbandes Rostock und Umgebung stellten Prof. Stephan Laske von der Universität Innsbruck und Prof. Gerhard Graf am Abend des 09.02.2011 erste Ergebnisse ihrer Studie zum Talent Management in etwa 100 Unternehmen aus Deutschland, Österreich und der Schwei
Weitere Mitteilungen von IHK Industrie- und Handelskammer Rostock
ErfolgsTag 2011 – Erfolg auf ganzer Linie! ...
Vom Begrüßungsvortrag „Unternehmen im Internetzeitalter“ bis zum Ende der Icos-Vorträge mit dem Thema „Wie Sie Internetseiten mit WordPress erstellen“ – rund um das diesjährige Motto wa-ren die Stühle vollbesetzt und die Räume bis auf den letzten Zentimeter voll. Das Motto schlug ein
Ulrike Knauer: Verkäufer werden mit zu viel Bürokratie belastet ...
Innsbruck. "Zum Verkaufen muss man geboren sein", ist ein vielzitierter Satz in Unternehmen. Und wahrscheinlich ist erfolgreicher Vertrieb wirklich eine Begabung oder Ergebnis einer langen Charakterbildung. Gute Verkäufer sind kreative und agile Persönlichkeiten, kleine Unternehmer, die
Futura Warenwirtschaft und Kassensystem im schulischen Einsatz ...
Das RTC ist die konsequente Weiterentwicklung der durch das europäische Programm LEONARDO DA VINCI geförderten Pilotprojekte: Retail-Systems and E-Commerce (ReSye-Co) und TransmobilE -mobiles Lernen im Einzelhandel. In beiden Projekten wurde die Wertschöpfungskette des Einzelhandels praxisgerecht
Peter Kenzelmann: Hochwertige Weiterbildungsangebote für das Ehrenamt nutzen ...
Freiburg. Ehrenamtliche Vereine, Verbände und Organisationen leisten einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft und die Menschen. Das gilt für Sportvereine, aber auch für Interessengruppen aus den Bereichen Kultur, Soziales, Politik, Wissenschaft und Wirtschaft. Der Freiburger Vortragsprofi Pe




