Justizminister Kutschaty und Emanzipationsministerin Steffens: Gesetzliche Frauenquote ist überfällig - Landesregierung beschließt Bundesratsinitiati
ID: 345584
Justizminister Kutschaty und Emanzipationsministerin Steffens: Gesetzliche Frauenquote ist überfällig - Landesregierung beschließt Bundesratsinitiative
Wie Justizminister Thomas Kutschaty und Emanzipationsministerin Barbara Steffens heute (Mittwoch, 09. Februar 2011) in Düsseldorf mitteilten, sieht der Gesetzentwurf in zwei Stufen für alle Aufsichtsräte börsennotierter Unternehmen eine gesetzliche Mindestquote in Höhe von zunächst 30 Prozent und fünf Jahre später in Höhe von 40 Prozent für die Angehörigen beider Geschlechter vor. Die Umsetzung der Quote setzt unmittelbar beim Wahlakt an: Zum Aufsichtsratsmitglied ist nur gewählt, wessen Wahl nicht gegen die gesetzliche Mindestquote verstößt.
"Ein Handeln des Gesetzgebers ist überfällig", betonte Justizminister Kutschaty. "Freiwillige Selbstverpflichtungen gibt es seit einem Jahrzehnt, ohne dass sie zu einem messbaren Erfolg geführt hätten. Die Phase freiwilliger Maßnahmen ist jetzt vorbei.? Eine Erhöhung des Frauenanteils in Führungspositionen sei ausdrücklicher Bestandteil einer von der Bundesregierung 2001 mit den Spitzenverbänden der Wirtschaft geschlossenen Vereinbarung. Dennoch habe sich bis heute kaum etwas getan.
Emanzipationsministerin Steffens hob hervor: "Der Frauenanteil von 3,2 Prozent in den Vorständen und unter 4 Prozent auf der Seite der Anteilseigner in den Aufsichtsräten beweist: Der Weg ganz nach oben ist in Deutschland für Frauen blockiert. Die Mindestquote in Aufsichtsräten für beide Geschlechter wird diese Blockade durchbrechen. Und: Sie ist eine große Chance für eine Veränderung der deutschen Unternehmenskultur, die noch aus den 50-er Jahren stammt. Hiervon werden alle profitieren: Männer und Frauen, Gesellschaft und Wirtschaft."
Der nordrhein-westfälische Gesetzentwurf öffnet nach Überzeugung von Justizminister Kutschaty und Emanzipationsministerin Steffens beruflich qualifizierten Frauen den Weg zu ihnen bisher versperrten Führungspostionen in deutschen Unternehmen. Er durchbreche die "gläserne Decke?. Das neue und zugleich schlanke Konzept arbeite weitgehend ohne Sanktionen. Da die Verletzung der Quote von vorneherein verhindert werde, könne auf schwerwiegende und unangemessene Drohungen wie Bußgelder oder gar die Auflösung der Gesellschaft verzichtet werden. Das sei bestechend einfach und dennoch höchst wirksam. Justizminister Kutschaty: "Die Quote ist kein Teufelszeug. Auf Ausgestaltung und Augenmaß kommt es an! Wir nehmen Rücksicht auf die berechtigten Belange der Unternehmen.?
Diese haben dem Gesetzentwurf zufolge rund fünf Jahre Zeit, um die erste Stufe der Mindestquote zu erreichen. Für Unternehmen, die trotz anhaltender intensiver Bemühungen keine hinreichende Anzahl von Frauen für ein Aufsichtsratsmandat gewinnen konnten, ist eine "Härteklausel? vorgesehen. Damit die Quote nicht umgangen wird, sind die Voraussetzungen der "Härteklausel? allerdings gerichtlich überprüfbar. Justizminister Kutschaty: "Wir haben die Zeichen der Zeit erkannt. Die Bundesregierung mag weiter debattieren. Nordrhein-Westfalen handelt.?
Ministerium für Gesundheit,
Emanzipation, Pflege und Alter
des Landes Nordrhein-Westfalen
Horionplatz 1, 40213 Düsseldorf
Tel. 0211 8618-50
Fax 0211 86185-4444
Mail info@mgepa.nrw.de
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 09.02.2011 - 20:45 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 345584
Anzahl Zeichen: 3653
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 307 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Justizminister Kutschaty und Emanzipationsministerin Steffens: Gesetzliche Frauenquote ist überfällig - Landesregierung beschließt Bundesratsinitiati"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit: Erfolg im Kampf gegen den drohenden Pflegenotstand: Durch Einführung der Umlagefinanzierung wurde in Nordrhein-Westfalen die Zahl der Auszubildenden in der Altenpflege um mehr als 20 Proze
Ministerin Steffens: Gesundheitspreis 2012 für beispielhafte Projekte zum Schutz vor Infektionen mit multiresistenten Erregern ...
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit: Drei beispielhafte Projekte zum Schutz vor Infektionen im Bereich der medizinischen Versorgung und ein Projekt zur Behandlung des diabetischen Fußes sind mit dem Gesundheitspreis Nordrhein
Ministerin Steffens: Flyer 'Weibliche Genitalverstümmelung' als Hilfestellung für Gesundheitswesen ...
Das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen teilt mit: Nach wie vor gibt es Unsicherheiten und Unkenntnis im Zusammenhang mit weiblicher Genitalverstümmelung (Female Genitale Mutilation - FGM) im Gesundheitswesen. Im Sinne der Prävention,
Weitere Mitteilungen von Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes Nordrhein-Westfalen (MGEPA NRW
Deutschland knackt erstmals die 60-Millionen-Grenze bei Übernachtungen ausländischer Gäste ...
Brüderle: "Wir sind gern gesehene Gastgeber" Datum: 9.2.2011 Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 60,3 Millionen Übernachtungen in Deutschland von Gästen aus dem Ausland registriert. Damit hat Deutschland erstmals die 60-Millionen-Grenze bei Übernachtungen ausländischer Gäste i
curasan AG unterzeichnet Vertriebsvertrag mit Stryker S.A. ...
09. Februar 2011 ? Die im General Standard notierte curasan AG (ISIN: DE 000 549 453 8) hat mit der Stryker S.A., Montreux, Schweiz, einen Vertrag über den Vertrieb von Knochenersatz- und -regenerationsmaterialien für verschiedene orthopädische Indikationen unterzeichnet. Stryker wird die Prod
Dämpfer für die Deutsche Bank im Swap-Verfahren ...
Droht eine neue Finanzkrise? (Karlsruhe/Bundesgerichtshof, 8.2.2011) Mit dem Argument einer neuerlichen Finanzkrise versuchte die Deutsche Bank den Bundesgerichtshof (BGH) von seiner Auffassung zur Offenlegung negativer Marktwerte abzubringen. Dies ist in der mündlichen Verhandlung vom 08.02.201
Gegen Finanzhaie helfen keine Wattebällchen ...
dem angekündigten großen Wurf der Bundesregierung beim Anlegerschutz ist ein Wattebällchen geworden. Schwarz-Gelb ist wieder einmal vor der Finanzlobby eingeknickt. DIE LINKE fordert stattdessen einen Schutzschirm für Verbraucherinnen und Verbraucher", so Caren Lay zum Anlegerschutzgesetz,




