O&O Studie belegt: Daten in Deutschland und USA werden nicht sicher gelöscht

O&O Studie belegt: Daten in Deutschland und USA werden nicht sicher gelöscht

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Gelöschte Dateien sind noch lange nicht vernichtet. Wie halten es die Deutschen und die Amerikaner mit dem Datenschutz? O&O Software hat für die Studie "Deutschland Deine Daten" ca. 400 gebrauchte Datenträger aufgekauft, um gezielt zu untersuchen, ob die zuvor enthaltenen Dateien auch wirklich sicher gelöscht wurden. Das Ergebnis fällt einmal mehr katastrophal aus: Ohne Probleme konnten Olaf Kehrer und sein Team sehr private und geschäftlich brisante Daten wiederherstellen.



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(firmenpresse) - Windows Vista stellt hohe Anforderungen an die Rechenleistung eines Computers. Da wundert es nicht, dass viele Anwender sich einen neuen PC anschaffen und den alten verkaufen. Den guten Zeitpunkt hat O&O Software genutzt, um für eine neue Studie zahlreiche gebrauchte Datenträger für eine neue Studie zu kaufen. In den Jahren 2006 und 2007 hat O&O Software so 395 Datenträger bei Online-Auktionen erworben - und das sowohl im deutschen Raum als auch in den USA, um einen direkten Vergleich zwischen beiden Nationen treffen zu können.

Bei den 395 Datenträgern handelte es sich um 115 Speicherkarten, USB-Sticks und Digitalkameras sowie um 280 Festplatten. Von den 280 Festplatten waren 59 technisch defekt und wurden nicht weiter analysiert, weil hier eine Datenrekonstruktion zu kompliziert wäre. Bei den verbleibenden 221 Festplatten waren 72 (33 %) sicher gelöscht, sodass es nicht möglich war, gelöschte Dateien wieder herzustellen. Die übrigen 149 Festplatten waren gar nicht gelöscht oder "nur" formatiert.

Diplom-Informatiker Olaf Kehrer: "Das bedeutet, dass 67 Prozent der Festplatten persönliche oder geschäftliche Daten enthielten, die leicht rekonstruiert werden konnten. Dabei wurden 2,4 Terabyte und 17 Millionen Dateien wiederhergestellt. Unter den Dateien waren Word- und Excel-Dokumente, 60 gut gefüllte E-Mail-Postfächer und eine unglaubliche Menge an privaten Fotos und Videos, die teilweise bizarre pornografische Inhalte aufwiesen."

Bei den 115 Speicherkarten, USB-Sticks und Digitalkameras waren 32 sicher gelöscht, was einer Quote von 27,8 Prozent entspricht. 72,2 Prozent und damit 83 Speichermedien waren nicht professionell gelöscht, sodass es kein Problem war, die hier abgelegten Dateien wieder zu rekonstruieren.

Deutschland Deine Daten 2007: Sensible Daten für jeden sichtbar

Die Analyse der Dateien, die sich wiederherstellen ließen, war für die Initiatoren der Studie äußerst erschreckend. Problemlos war es möglich, private Schreiben an den Rentenbund, informative Lebensläufe oder frivole Mails zu rekonstruieren, die in den falschen Händen viel Schaden anrichten könnten. Nicht umsonst unternehmen die Cyberkriminellen im Internet ja alle nur erdenklichen Mühen, um mit der Hilfe von Spyware und Trojanischen Pferden in den Besitz solcher Daten zu gelangen, um sie für ihre illegalen Zwecke einzusetzen.



Die Amerikaner verhielten sich in Sachen Datensicherheit übrigens nicht viel anders als die Deutschen. Von den 80 in den USA erworbenen Festplatten waren 12 defekt und wurden nicht mit berücksichtigt. Von 31 der intakten Festplatten konnten Daten restauriert werden, was einer Quote von knapp 45 Prozent entspricht. Olaf Kehrer: "Auf den amerikanischen Datenträgern fanden wir ebenfalls eine Vielzahl brisanter Dateien, darunter vor allem militärische Informationen und Fotos aus dem Irak. In den falschen Händen könnten diese Daten ebenfalls viel Schaden anrichten, zumal wir auch Web-Zugangsdaten der US Air Force fanden. Wenn man bedenkt, dass wir nur 80 Festplatten erworben haben, ist dies bereits eine erschreckend hohe Trefferrate."

Was viele Anwender nicht wissen, ist, dass mobile Speicherkarten das gleiche Dateisystem verwenden wie eine Windows-Festplatte. Aus diesem Grund reicht auch hier ein einfaches Löschen nicht aus. Mit geeigneten Tools lassen sich die gelöschten Dateien ganz einfach wieder herstellen. 72,2 Prozent der untersuchten Speicherkarten waren nicht professionell gelöscht. Auf den 83 Speichermedien fanden die Betreiber der Studie 1,8 Gigabyte Bilder vor - insgesamt 3.100 Aufnahmen, darunter einige äußerst intime, die anscheinend mit dem Selbstauslöser in erotischen Situationen durchgeführt wurden.

Warum löschen die Anwender die Daten nicht richtig?

In den PC-Medien wird seit vielen Jahren vor der Gefahr gewarnt, dass sensible Dateien zusammen mit nicht richtig gelöschten Datenträgern in falsche Hände gelangen können. Doch anscheinend haben die Anwender die Gefahren noch immer nicht richtig verinnerlicht.

Als Hauptproblem macht die Studie "Deutschland Deine Daten" weiterhin die Unwissenheit der Anwender aus. Olaf Kehrer: "Windows suggeriert beim Löschen der Daten und beim Formatieren der Festplatten, dass die Dateien endgültig und zuverlässig gelöscht werden. Das ist aber überhaupt nicht der Fall. Hier scheint Zuhause, in den Firmen und in den Behörden noch dringlicher Aufklärungsbedarf zu bestehen. Vor allem die IT-Verantwortlichen müssen das Bewusstsein ihrer Kollegen dafür schärfen, dass sensible Dateien auch wirklich sicher gelöscht werden."

Hinzu kommt: Festplatten, die veraltet sind, werden nicht mehr länger in den Müll entsorgt, sondern stattdessen bei eBay weiterverkauft. So gelangen sie leicht in die Hände von unbefugten Anwendern, die dazu in der Lage sind, die vermeintlich gelöschten Daten wieder herzustellen. Eine weitere Gefahrenquelle: Geht ein Computer kaputt, wird der Rechner oft zusammen mit den eingebauten Festplatten eingereicht. Hier sollten sich die Anwender schriftlich garantieren lassen, dass die enthaltenen Daten weder kopiert noch gelesen werden. Besser ist es allemal, die Festplatten vorher auszubauen.

Olaf Kehrer: "Natürlich muss man auch auf die Ignoranz vieler Anwender verweisen, die genau wissen, dass die neuen Besitzer einer verkauften Festplatte die Daten auslesen können und sie trotzdem nicht löschen - aus Bequemlichkeit oder Faulheit."

Sichere Lösungen: So werden Daten sicher gelöscht

Die Studie zum Datenschutz bei gebrauchten Festplatten, die O&O Software vorlegt, zeigt nicht nur die Problematiken auf, sondern auch Lösungen. Klar ist, dass ein Formatieren der Datenträger nicht ausreicht. Ein Verschlüsseln der Daten auf den Festplatten erhöht zwar die Sicherheit, aber auch verschlüsselte Daten lassen sich von Profis mit verschiedenen Methoden wieder lesbar machen. Die physikalische Zerstörung der Festplatte mit großen Elektromagneten oder einem Bohrer ist da schon sicherer. Aber auch ein sicheres Löschen der Daten mit der geeigneten Software - etwa O&O SafeErase - bietet sich als probate Lösung für private und gewerbliche Anwender an.

Die 11 Seiten lange Studienauswertung "Deutschland Deine Daten" steht ab sofort im Internet (http://www.oo-software.com/ddd2007/) zum kostenlosen Download als PDF bereit. Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:

Die O&O Software GmbH aus Berlin entwickelt und vertreibt seit 1997 Standardsoftware für Windows. Zu ihren Kunden zählen Privatpersonen sowie Unternehmen und öffentliche Einrichtungen. Die Produkte werden direkt und über ein Partnernetzwerk in mehr als 50 Ländern erfolgreich vertrieben. Das Produktportfolio umfasst Applikationen zur Performance-Optimierung, Datenwiederherstellung, sicheren Datenlöschung und Administration unter Windows. O&O-Produkte wurden in zahlreichen Vergleichstests als technologisch führend ausgezeichnet. Weitere Informationen und kostenlose Testversionen aller Produkte sind auf der Website von O&O Software erhältlich. Die Produkte der O&O Software: O&O BlueCon, O&O CleverCache, O&O Defrag, O&O DiskImage, O&O DiskRecovery, O&O DiskStat, O&O DriveLED, O&O FormatRecovery, O&O MediaRecovery, O&O RescueBox, O&O SafeErase, O&O ToolBox, O&O UnErase.



PresseKontakt / Agentur:

Andrea Strehsow
O&O Software GmbH, Am Borsigturm 48, D-13507 Berlin
Tel.: +49 (0)30 4303 4303, Fax: +49 (0)30 4303 4399
E-Mail: press(at)oo-software.com



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Bereitgestellt von Benutzer: Alpe
Datum: 03.09.2007 - 12:21 Uhr
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Freigabedatum: 03.09.2007

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