Wissensbasierte Qualitätsvorausplanung bei der Veritas AG

Wissensbasierte Qualitätsvorausplanung bei der Veritas AG

ID: 35265

FMEA, Prozess Flow, Control Plan

Bei Veritas entstehen jährlich hunderte von Produktvarianten aus unterschiedlichen Produktbereichen. Jedes dieser Teile durchläuft den Produktentstehungsprozess nach APQP. Dieser unterscheidet sich in zwei Varianten: Linienprojekte und Innovationsprojekte. Die Ergebnisse aus der Qualitätsvorausplanung zu den Innovationsprojekten stehen, nach erfolgreicher Prozessvalidierung, den daraus entstehenden Produktvarianten als Wissensbasis zur Verfügung. Die Outputs FMEA, Prozess Flow und Control Plan aus dem Produktentstehungsprozess für jedes Teil werden aus dieser generiert.




(firmenpresse) - Autoren: Torsten Soer, Veritas AG Gelnhausen - Unternehmensqualität

Die Veritas AG Gelnhausen mit Standorten in Europa, Mexiko und den USA verbindet Kompetenzen in der Werkstoff-, Fluid- und Spritzgießtechnik, verschiedene Aggregate im Fahrzeug, einzelne Bauteile zu einbaufertigen Modulen und Menschen in der persönlichen, verbindlichen Zusammenarbeit.

Umfassendes Werkstoff-Know-how, langjährige Erfahrung in der Verbindungstechnik sowie ausgeprägte Prozess- und Systemkompetenz, vernetzt mit dem Wissen um die Funktionen im Fahrzeug über die eigenen Systemgrenzen hinaus.

Auf dieser Basis entwickelt und fertigt Veritas einbaufertige, multifunktionale Lösungen rund um das Verbinden, Dichten und Transportieren in modernen Automobilen.

FMEA, Prozess Flow, Control Plan

Bei Veritas entstehen jährlich hunderte von Produktvarianten aus unterschiedlichen Produktbereichen. Jedes dieser Teile durchläuft den Produktentstehungsprozess nach APQP. Dieser unterscheidet sich in zwei Varianten: Linienprojekte und Innovationsprojekte. Die Ergebnisse aus der Qualitätsvorausplanung zu den Innovationsprojekten stehen, nach erfolgreicher Prozessvalidierung, den daraus entstehenden Produktvarianten als Wissensbasis zur Verfügung. Die Outputs FMEA, Prozess Flow und Control Plan aus dem Produktentstehungsprozess für jedes Teil werden aus dieser generiert.

Um diesen Prozess effektiver und effizienter zu gestalten wurde die Entscheidung getroffen, ein Software Tool als Unterstützung für die Qualitätsvorausplanung zu beschaffen.

Nach einem ausführlichen Benchmark zu den vorhandenen Software Tools am Markt, fiel die Entscheidung auf SCIO, das den Veritas Anforderungen am stärksten gerecht wurde. Den Weg zur PLATO AG hat Veritas nicht direkt gewählt, sondern über den langjährigen Partner CQS in Obernburg. Mit CQS wurde bereits das Tool XERI der PLATO AG erfolgreich bei Veritas projektiert und eingeführt.



Das positive an dieser Konstellation ist, das CQS nicht nur als Projekt- und Implementierungspartner agiert, sondern als „Vermittler“ zwischen beiden Partnern auftritt. Da CQS sowohl den Hersteller PLATO AG als auch den Kunden Veritas seit langer Zeit kennt, war es während des Einführungsprozesses möglich, die „Reibungsverluste“ zwischen Hersteller und Kunden zu minimieren und für Veritas eine deutliche Zeiteinsparung zu verbuchen.

Nach erfolgreichem Projektabschluss mit CQS sind bei Veritas nun folgende Module als Firmenlizenz installiert und eingeführt: SCIO-Matrix, SCIO-FMEA, SCIO-Process-Flow, SCIO-Control-Plan, SCIO-Fault-Tree und SCIO-Importer.

SCIO-Struktur, Veritas Vorgehensweise, Technik:

In SCIO-FMEA werden alle Funktionen (Konstruktion) und Verfahren (Prozess) als sog. Basis-Funktionen bzw. Basis-Verfahren angelegt und in SCIO-FMEA mit Inhalt gefüllt. Sind die Basis FMEAs erstellt, werden in SCIO-Control-Plan die Basis Control Pläne aus den FMEAs erstellt und vervollständigt. Der Process-Flow-Chart wird als „Abfallprodukt“ gesehen, da dieser nach Erstellung von FMEA und Control Plan fertig vorliegt.

Somit ist die Datenbank vorbereitet für den Einsatz als Wissensbasis. Mit SCIO-Matrix werden die vorhandenen Daten im Baukastenprinzip zu teilespezifischen FMEAs, Control Pläne und Process Flow Charts verknüpft und, wenn notwendig, teilespezifisch angepasst. Über die SCIO-Matrix kann die Wissensbasis auch zu Prozessfamilien verknüpft werden.

Änderungen, z.B. durch Feldinformationen ausgelöst, können in die Basis FMEAs eingearbeitet und in die betroffenen FMEAs übertragen werden. Somit ist gewährleistet, dass die aktuellsten Informationen zeitnah eingearbeitet werden können.

SCIO ist durch die sowohl deutsche als auch englische Benutzeroberfläche in allen Veritas Standorten einsetzbar. Die Datenbankeinträge in der Referenzsprache können in jede beliebige Sprache übersetzt (extern) und zu den entsprechenden Einträgen hinterlegt werden. Somit stehen alle Datenbankeinträge an allen Standorten zur Bearbeitung zur Verfügungen.

Mit dem Rechtkonzept wurde klar definiert, welcher Mitarbeiter welche Rechte in SCIO hat. Durch die Installation auf einen Terminalserver (Citrix), stehen allen in SCIO angelegten Mitarbeitern, egal ob in Deutschland, Mexiko oder Ungarn, die aktuellen Datenbankeinträge sofort zur Verfügung.

Kompetenzzentren – verbunden über Terminalserver

Bisherige Ergebnisse:

Bereits während der „Füllung“ der SCIO Datenbank mit dem bereits vorhandenen Wissen, war eine große Akzeptanz der Mitarbeiter zu verzeichnen, entsprechend positives Feedback wurde weitergegeben. Weiterhin ist schon jetzt eine deutliche Verbesserung der Datenqualität zu erkennen.

Durch den kurzen Draht zwischen Veritas, CQS als Vermittler und PLATO als Hersteller war es ebenfalls möglich die Weiterentwicklung der Lösungen aufgrund der Anregungen durch Veritas voran zu treiben.

Vor der Einführung von SCIO wurden FMEA, Process Flow und Control Plan in drei verschiedenen Insellösungen, durch drei verschiedene Abteilungen/ Personen erstellt. Dies führte zwangsläufig zu höheren Arbeitsaufwänden, da die Verbreitung und Wiederverwendung von Wissen aus vorangegangenen und aktuellen Projekten nur schwer möglich war.

Nach der Einführung von SCIO kann das Wissen auf Linienprojekt-Ebene effizienter und effektiver von weniger Personen anhand der hinterlegten Wissensbasis erstellt werden. Bei diesem Ablauf sind für Veritas die größten Einsparpotentiale zu sehen. Durch die gemeinsame Wissensdatenbank aller Module des SCIO Systems stehen Änderungen und Neuerungen sofort für alle Beteiligten zur Verfügung. In neuen Projekten kann mit Checklisten auf einfache Art und Weise auf die Erfahrung aus vorangegangenen Projekten zugegriffen werden.

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Unternehmensinformation / Kurzprofil:

PLATO unterstützt Unternehmen darin, verpflichtende Anforderungen zu erfüllen und zu managen. Der Anspruch dabei ist, dass Compliance nicht nur sichergestellt, sondern auch mit möglichst geringem Ressourceneinsatz umgesetzt wird und für wichtige Prozesse, wie zum Beispiel den Entwicklungsprozess, integraler Bestandteil wird.

PLATO Compliance Themen im Engineering und in der Prozessentwicklung:

Markt- und gesetzliche bzw. normative Anforderungen analysieren, spezifizieren und resultierende Risiken erkennen
Risiken analysieren, bewerten, kontrollieren und minimierende Maßnahmen einleiten, verfolgen, bewerten und dokumentieren.

Maßnahmen einleiten, verfolgen, bewerten und dokumentieren.

Dokumente lenken und archivieren.

Nachverfolgbarkeit (Audit-Traceability) gewährleisten
Non-Compliance erkennen und gegensteuern.

Im Sinne des Total Quality Engineerings unterstützt PLATO die Compliance bei der Produkt- und Prozessentwicklung bereits ab der Anforderungsanalyse, um rechtzeitig Risiken festzustellen und gesetzliche/normative Auflagen zu erfüllen. Das spart nicht nur Zeit, Aufwand und Kosten, es verhilft den Unternehmen zu robusten Produkten und Prozessen, die den Qualitätsansprüchen der Verbraucher entsprechen.



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Datum: 12.09.2007 - 13:15 Uhr
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