Die deutsche Automobilindustrie und das „big-car-problem“

Die deutsche Automobilindustrie und das „big-car-problem“

ID: 35445

Modell- und Vertriebspolitik gehören auf den Prüfstand



(firmenpresse) - Von Ansgar Lange/Gunnar Sohn

Bonn/Frankfurt am Main – Seit der Erfindung des Automobils haben die deutschen Autohersteller und ihrer Zulieferer die Branche beherrscht. Durch ihre Innovationskraft haben sie weltweite Entwicklungen auf diesem Sektor angestoßen. Umweltverbände und Politiker nutzen die 62. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) http://iaa.de in Frankfurt am Main als Plattform, um die deutschen Konzerne wegen angeblicher Versäumnisse bei der Umwelttechnik an den Pranger zu stellen. Doch auch ausgewiesene Experten auf diesem Gebiet machen sich Sorgen um die Zukunft dieser Branche in Deutschland, denn sie ist eine absolute Schlüsselindustrie. Die Autoindustrie stellt jeden siebten Arbeitsplatz und beschäftigt 28 Prozent aller Forscher und Entwickler in diesem Land. Momentan aber steckt sie in der Krise.

Helmut Becker, Ex-BMW-Chefvolkswirt http://www.bmw.de und jetzt Leiter des Instituts für Wirtschaftsanalyse und Kommunikation (IWK) in München http://www.iwk-muenchen.de, warnt davor, dass sich die derzeitigen Probleme noch verschärfen könnten. Zwar sei das Auto in Deutschland erfunden und über hundert Jahre lang perfektioniert worden. Doch die alte Weltmarktposition haben die deutschen Hersteller längst nicht mehr, auch wenn die Ergebniszahlen der großen Autokonzerne wie Daimler-Chrysler, Volkswagen, BMW und Porsche im Jahr 2006 wieder Anlass zur Hoffnung gaben, da die Gewinne wieder zunahmen.

Laut Analyse des Economist http://www.economist.com leidet die hiesige Pkw-Branche am „big-car-problem“. Und auch Becker schreibt in seinem neuen, im Econ-Verlag erschienenen Buch „Ausgebremst“ http://www.ullsteinbuchverlage.de/econ/autor.php?id=8235&page=autoraz&sort=autor&auswahl=B&pagenum1: „Haben Sie endlich begriffen, dass der größte Feind des deutschen Premium-Autos das deutsche Premium-Auto selbst ist und nicht die Umweltpolitik in Brüssel oder Berlin?“

Wenn die Branche in puncto Umweltverträglichkeit der Produkte umdenke, habe sie gute Chancen. Denn die potenzielle Stärke der deutschen Autoindustrie beruhe auf ihrem riesigen Netzwerk aus kompetenten Zulieferern und exzellenten technischen Forschungseinrichtungen, mit denen sie auf dem Gebiet neuer Technologien eng zusammenarbeite. „Deutschland ist auf dem Automobilsektor tatsächlich ein einziges großes ‚Center of excellence’“, so Becker. Uwe Röhrig, Inhaber der Hannoveraner Automobilberatung International Car Concept (ICC) http://www.icconcept.de, macht aber auch auf weitere Schwachstellen aufmerksam. Seiner Meinung nach fehlen häufig die richtigen Dienstleistungsprodukte und geeignete Kundenbindungsmechanismen. „Betrachtet man den Umgang und die Einbindung beziehungsweise die Vernachlässigung der Vertriebsorganisationen seitens der Hersteller, dann erkennt man schnell, wo noch erhebliches und unausgeschöpftes Marktpotenzial liegt. Es fehlt oft an professionellen Handelsorganisationen mit leistungsorientierten Margen“, so Röhrig.



Neben der Vertriebspolitik gehöre jedoch auch die Modellpolitik auf den Prüfstand. „Es stellt sich ganz konkret die Frage: Ist es für einen Premiumhersteller sinnvoll, sich auch im Kleinwagensegment zu tummeln. Ebenso stellt sich für die Massenhersteller die Frage, ob man im Premiumsegment wirklich Geld verdienen kann, weil einem dort häufig die richtigen Kunden- und Marktkenntnisse fehlen – abgesehen von Schwächen bei der Produktentwicklung“, sagte der ICC-Inhaber.

Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  Klares Nein zu pauschalem Tempolimit Nervige Zettelflut an Autoscheiben
Bereitgestellt von Benutzer: cklemp
Datum: 17.09.2007 - 14:09 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 35445
Anzahl Zeichen: 0

Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Ansgar Lange/Gunnar Sohn

Kategorie:

Auto & Verkehr


Meldungsart: Unternehmensinformation
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 17.09.07

Diese Pressemitteilung wurde bisher 895 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"Die deutsche Automobilindustrie und das „big-car-problem“"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

medienbüro.sohn (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Sascha Lobo und die halbautomatische Netzkommunikation ...
Facebook-Browser könnte soziale Netzwerke umpflügen Berlin/München, 27. Februar 2009, www.ne-na.de - Millionen Deutsche sind mittlerweile in sozialen Netzwerken wie XING, Wer-kennt-wen, Facebook oder StudiVZ organisiert, haben ein Profil und präsentieren sich auf irgendeine Art im Web, ob mi

Finanzbehörden müssen mit Mittelstand innovativer umgehen ...
Schnelle Verfahren zur Stundung von Steuern und Anpassung von Vorauszahlungen Berlin, 26. Februar 2009, www.ne-na.de – Der Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) www.bvmw.de fordert die Finanzbehörden und Sozialversicherungen zu einem flexiblen und innovativen Umgang mit kleinen un

Kritik von Abfallexperten: Novellierte Verpackungsverordnung zementiert Grünen Punkt ...
Müllkonzern, fördert Preisdumping und unseriöse Recyclingmethoden Berlin/Bonn, 25. Februar 2009, www.ne-na.de - Einige Medien berichteten am Anfang des Jahres von der wundersamen Wiederauferstehung des Grünen Punktes http://www.gruener-punkt.de. So soll der frühere Müllmonopolist Duales Sys


Weitere Mitteilungen von medienbüro.sohn


Klares Nein zu pauschalem Tempolimit ...
Berlin, 13. September 2007 - Auf dem Weg zur IAA stehen dieser Tage gefälschte Tempolimitschilder von Greenpeace an den Autobahnen. Die Umweltorganisation hat an mehreren nicht-tempobeschränkten Schilder aufgestellt, die ein Höchsttempo von 120 verlangen. Die Mitglieder des Online-Automobilcl

Reuge lehnt sich mit einer Musikdose bequem im Fond des Maybach zurück ...
Sainte Croix, Schweiz. Musste man um die Jahrhundertwende sein schnaufendes Automobil anhalten, um Musik einer Musikdosen genießen zu können, hüllt einen heute der Klang einer Musikdose im Maybach auch bei sehr ambitionierten Geschwindigkeiten noch ein. Das beidseitige Bekenntnis zu höch

Mit car-d SCHUTZ PLUS bleibt niemand auf der Strecke - Rundum-Sorglos-Schutz für Autofahrer mit viel ...
Mit der car-d SCHUTZ PLUS kommt jeder sicher ans Urlaubsziel – und auch wieder zurück. Bevor die Reise endlich losgeht, besteht die Möglichkeit, sich von car-d-Mitarbeitern die Reiseroute und Informationen über das Urlaubsland zusammenstellen zu lassen. Und wenn unterwegs etwas passieren sollte

car-d SCHUTZ PLUS und car-d PREMIUM: preisgünstiger Rundum-Sorglos-Schutz für das Auto ...
WALDKRAIBURG, 7.9.2007. Ab sofort können Autofahrer sorgenfreier unterwegs sein. Das Waldkraiburger Unternehmen CVG car-d Vertriebs GmbH entwickelte umfangreiche Schutzpakete rund um das Automobil und bietet nun zwei konkurrenzlos günstige Lösungen an. Mit der car-d SCHUTZ PLUS für 9,90 Euro im


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z