Optimiertes saarländisches Verfahren der Hygienekontrolle im Gesundheitswesen
ID: 355834
Schnelle, qualitative Aussagen des Hygienezustands der Umgebungsluft mit einem im Sachverständigenwesen bewährten Verfahren tragen wesentlich zur Erhöhung des Qualitätsstandards im Gesundheitswesen bei.
Der beschriebene Partikelsammler besteht aus einem Partikel-Sammelkopf mit Objektträgerplatte und dem akkubetriebenen kompakten Probenahmesystem MBASS 30. Anstelle des Partikel-Sammelkopfes können auch Luftkeimsammelköpfe mit Volumenströmen von 30 l/min und 100 l/min zur Beladung von Nährmedien in Standard-Petrischalen betrieben werden. Auf die Sammelköpfe können Schläuche zu Probenahmen aus Hohlräumen in Produktionsanlagen aufgesteckt werden. Für besondere Aufgabestellungen können auch sterile Gelatinefilter mit dem Filteradapter beladen werden.
Hintergrund:
Mikrobiologische Luftprobenahmen sind Routinekontrollen im Gesundheitswesen. Üblicherweise werden hierzu Partikel in der Luft strömungstechnisch auf Nährmedien oder Filter abgeschieden, die danach inkubiert werden. Nach 3 Tagen sind die Bakterien und nach 5 bis 7 Tagen sind die Schimmelpilze gewachsen und können ausgewertet werden. Eine schnellere, qualitative und quantitative mikrobiologische Kontrolle der Umgebungsluft ist eine Möglichkeit, um Qualitätsstandards zu erhöhen. Durch die Reduktion der Reaktionszeit bei auftretenden mikrobiologische Belastungen können dann schon vor der Durchführung von Eingriffen oder Operationen Ursachenforschung betrieben und Maßnahmen zur Beseitigung eingeleitet werden. Um schnellere Aussagen über den Hygienezustand der Umgebungsluft zu erhalten, werden deshalb bis heute auch Partikelzähler eingesetzt, die jedoch nur teilweise den realen mikrobiologischen Zustand der Luft wiedergeben können. Partikelzähler zeigen die Partikelkonzentration verschiedener Partikelgrößenfraktionen an. Sie ermöglichen jedoch keine qualitativen Aussagen über die gemessenen Partikel. Andere scheinbar mögliche molekularbiologische Luftprobenahmeverfahren geben nur über die auf dem Biochip montierten Sonden eine qualitative Information.
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Datum: 25.02.2011 - 11:50 Uhr
Sprache: Deutsch
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