Was trieb der Kofürst von Andorra hinter einer Hecke? Rache ist süßund Strafe muss sein.
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François Mitterrand - Das Attentat vom Pariser Observatorium"Die Kinder von Paris"und Vichy.
Was trieb der Kofürst von Andorra hinter einer Hecke? Rache ist süßund Strafe muss sein.(firmenpresse) - Nicht nur lebende Übeltäter bedürfen gelegentlich eines kleinen Rachgeschenks, sondern auch die vergangenen sollte man bedenken, findet das berüchtige Freiburger BioRacheRoss, unterwegs in Deutschland, Österreich und der Schweiz in Sachen Rache und Sühne.
Anlässlich des Filmsstarts von "Die Kinder von Paris" hat sich das berühmte Freiburger BioRacheRoss einen bekannten französischen Ex-Präsidenten vorgeknöpft:
François Mitterrand, wegen seines undurchdringlichen Wesens auch bekannt als die "Sphynx".
Vielen mag noch seine Rolle im Minol-Leuna-Skandal in Erinnerung sein, auch dass er Helmut Kohl das Ende der D-Mark im Gegenzug zur deutschen Einigung nach dem Mauerfall abverlangte, eine Geschichte, die wir heute teuer zu bezahlen haben und die für sich allein schon eines Rachegeschenks bedarf.
Was hat Mitterand mit dem Film zu tun?
Direkt nichts. Es geht u.a. um die Geschehnisse 1942 in Paris während der deutschen Besatzung. Frankreich war zweigeteilt, die Nordhälfte von der Wehrmacht besetzt, die Südhälfte mit der Hauptstadt Vichy unter der Fuchtel des Vichy-Regime von Marschall Pétain, der mit Deutschland kooperierte.
Mitterand hatte dort einen Posten ergattert, bei dem er sich um zurückkehrende Kriegsgefangene kümmerte und sich mit einem gewissen René Bousquet angefreundet.
Der nun war der Generalsekretär der Polizei des Vichy-Regimes und federführend bei der Deportation der Juden in Frankreich.
Auch nach dem Krieg bestand die Freundschaft fort.
Fotos im französichen Fernsehen zeigen Mitterand in geselliger Runde am Tisch mit Bousquet. Bemerkenswert ist er, weil er anläßlich der Abtransporte von Juden aus dem besetzten Teil Frankreichs den führenden SS und Gestapo-Leuten anbot, die Juden der besetzten Zone auch noch gleich zu deportierten.
Gesagt, getan. Dabei kam es dann zu den Massenverhaftungen und dem Zusammentreiben der Juden in der Pariser Radrennbahn, dem Vel d´Hiv sowie in Drancy. Das wird im Film dargestellt.
Mitterand ließ den Prozess gegen den Massenmörder nach Kräften in den Neunziger Jahren verschleppen, um nicht kompromittiert zu werden.
Nun zum Kofürsten:
Anfang der Fünfziger Jahre nach dem Krieg war Mitterand in ein politischen Loch gefallen, da er den Algerienkrieg verteidigt hatte und die Sozialisten, mit denen er anbandeln wollte, ihn zurückwiesen.
Der spätere Kofürst von Andorra - diesen Titel tragen die französischen Staatschefs seit dem Mittelalter - sann auf Abhilfe.
So geschah es, dass 1959 angeblich ein Attentat nachts am Park der Pariser Sternwarte auf ihn verübt wurde.
Das sah so aus:
Weil er angeblich von einem Auto verfolgt wurde, sprang er an dem Park aus dem Wagen, über eine Hecke und warf sich deckungsuchend auf den Boden, während der Verfolger das leere Auto mit einer Maschinenpistole durchsiebte. Das war zu starker Tobak, denn normal wäre es gewesen, im Schutze der Dunkelheit einfach das Weite zu suchen. Wieso schmiss er sich auf den Boden, so dass die Kugeln schön über ihn wegpfiffen?
Zunächst trat die ersehnte Wirkung ein: Mitterand stand in allen Gazetten. Die ganze Presse berichtete über ihn.
Zwei Tage darauf gestand der Scheinattentäter, im Auftrag Mitterrands gehandelt zu haben. Dieses seltsame Geschehnis blieb ungesühnt, denn 1966 fiel es unter eine Generalamnestie.
Das BioRacheRoss findet, dass dieses Heldenstück dennoch zu rächen ist und sendet Mitterand wegen dieser und weiterer Taten posthum einen kleinen Racheartikel in Form seiner Pferdeäpfel.
Diese können natürlich von allen, die auch irgendwelche Miststücke im Leben kennen, und deren Untaten gesühnt wissen wollen, bei ihm erstehen: die Exen, die Nachbarn, der Chef, die Lehrer ..., denn Rache ist süß.
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Datum: 16.03.2011 - 09:31 Uhr
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