Ministerin Puttrich: Bürger im Mittelrheintal sind stärkeren Lärmbelästigungen ausgesetzt als Flughafenanwohner
rmittelt Schlafstörungen
Die Bürger im Mittelrheintal werden stärker vom Lärm belästigt als Anwohner von Autobahnen oder am Flughafen. Dies haben Messungen und eine im Auftrag des Hessischen und des Rheinland Pfälzischen Umweltministeriums erstellte Befragungsstudie ergeben. Nachts liegen die Geräuschepegel bei vorbeifahrenden Güterzügen zwischen 87 und 90 dB(A); einzelne Geräuschspitzen sogar über 100 dB(A). Über die ganze Nacht betrachtet betrug der Mittelwert an der Messstation Assmannshausen im Jahr 2010 78 dB(A), wie Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. "Das ist vergleichbar mit Innenpegeln in einem lauten metallverarbeitenden Betrieb und damit keinem Menschen auf Dauer zumutbar", sagte Puttrich.
Während in Deutschland nur jede 30. Person - 3,2 % - der Bevölkerung - von Bahnlärm hoch belästigt ist, ist es im Mittelrheintal beinahe jede zweite Person (45,1 %). Jede fünfte Person berichtet über starke Einschlaf-, Durchschlaf- und Ausschlafstörungen, wie die Studie ermittelt. Jede 6. Person -15 % - ist außerdem durch Erschütterungen hoch belästigt.
"In weiten Bereichen hat das im Rheintal abgeschlossene Lärmsanierungsprogramm des Bundes nicht dazu geführt, den Schienenlärm erträglicher zu gestalten", stellt Umweltministerin Puttrich fest. "Hier muss dringend etwas passieren, um den Menschen zu helfen. Das technisch und betrieblich mögliche Potential zur Minderung von Lärm an der Strecke muss unverzüglich ausgeschöpft werden", sagte Puttrich. Hinzu kommen die von Güterzügen verursachten Erschütterungen. "Der Erschütterungsschutz muss endlich auch bei der Bahn ein Thema werden." Sie forderte den Bund auf, wirksame Maßnahmen einzuleiten und zu entwickeln und wies auf das Zehn-Punkte-Programm hin, mit welcher sich die Landesregierungen von Hessen und Rheinland-Pfalz bereits vor einem Jahr die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert hatten. Darin wurde die Bundesregierung unter anderem aufgefordert, das Förderprogramm zur Umrüstung von Güterwagen auf lärmarme Bremsen unverzüglich umzusetzen.
Um die Belastung zu dokumentieren wird, das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie weitere Lärm- und Erschütterungsmessungen durchführen.
Hintergrund
Die Befragungsstudie und die Lärmmessungen sind Teil eines Projektes, mit dem die Lärmsituation im Mittelrheintal nicht allein durch abstrakte Dezibelwerte, sondern durch die konkrete Anzahl hoch belasteter Personen und die konkrete Anzahl von lärmbedingten Aufwachreaktionen anschaulich beschrieben werden soll. Der Mittelrheintal-Bahnlärmindex hilft, wirksame Maßnahmen zu identifizieren und wird ein Maß für die reale Lärmbelastung der Bevölkerung sein. Die Befragungsergebnisse sind auf der Internetseite www.hmuelv.hessen.de auf der Startseite in der Rubrik "Im Fokus" veröffentlicht.
Die Bürger im Mittelrheintal werden stärker vom Lärm belästigt als Anwohner von Autobahnen oder am Flughafen. Dies haben Messungen und eine im Auftrag des Hessischen und des Rheinland Pfälzischen Umweltministeriums erstellte Befragungsstudie ergeben. Nachts liegen die Geräuschepegel bei vorbeifahrenden Güterzügen zwischen 87 und 90 dB(A); einzelne Geräuschspitzen sogar über 100 dB(A). Über die ganze Nacht betrachtet betrug der Mittelwert an der Messstation Assmannshausen im Jahr 2010 78 dB(A), wie Hessens Umweltministerin Lucia Puttrich am Mittwoch in Wiesbaden mitteilte. "Das ist vergleichbar mit Innenpegeln in einem lauten metallverarbeitenden Betrieb und damit keinem Menschen auf Dauer zumutbar", sagte Puttrich.
Während in Deutschland nur jede 30. Person - 3,2 % - der Bevölkerung - von Bahnlärm hoch belästigt ist, ist es im Mittelrheintal beinahe jede zweite Person (45,1 %). Jede fünfte Person berichtet über starke Einschlaf-, Durchschlaf- und Ausschlafstörungen, wie die Studie ermittelt. Jede 6. Person -15 % - ist außerdem durch Erschütterungen hoch belästigt.
"In weiten Bereichen hat das im Rheintal abgeschlossene Lärmsanierungsprogramm des Bundes nicht dazu geführt, den Schienenlärm erträglicher zu gestalten", stellt Umweltministerin Puttrich fest. "Hier muss dringend etwas passieren, um den Menschen zu helfen. Das technisch und betrieblich mögliche Potential zur Minderung von Lärm an der Strecke muss unverzüglich ausgeschöpft werden", sagte Puttrich. Hinzu kommen die von Güterzügen verursachten Erschütterungen. "Der Erschütterungsschutz muss endlich auch bei der Bahn ein Thema werden." Sie forderte den Bund auf, wirksame Maßnahmen einzuleiten und zu entwickeln und wies auf das Zehn-Punkte-Programm hin, mit welcher sich die Landesregierungen von Hessen und Rheinland-Pfalz bereits vor einem Jahr die Bundesregierung zum Handeln aufgefordert hatten. Darin wurde die Bundesregierung unter anderem aufgefordert, das Förderprogramm zur Umrüstung von Güterwagen auf lärmarme Bremsen unverzüglich umzusetzen.
Um die Belastung zu dokumentieren wird, das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie weitere Lärm- und Erschütterungsmessungen durchführen.
Hintergrund
Die Befragungsstudie und die Lärmmessungen sind Teil eines Projektes, mit dem die Lärmsituation im Mittelrheintal nicht allein durch abstrakte Dezibelwerte, sondern durch die konkrete Anzahl hoch belasteter Personen und die konkrete Anzahl von lärmbedingten Aufwachreaktionen anschaulich beschrieben werden soll. Der Mittelrheintal-Bahnlärmindex hilft, wirksame Maßnahmen zu identifizieren und wird ein Maß für die reale Lärmbelastung der Bevölkerung sein. Die Befragungsergebnisse sind auf der Internetseite www.hmuelv.hessen.de auf der Startseite in der Rubrik "Im Fokus" veröffentlicht.
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Datum: 30.03.2011 - 18:01 Uhr
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