Mauerfall November 1989: August von Goethe Verlag präsentiert Schicksalserlebnisse von Zeitzeugen

Mauerfall November 1989: August von Goethe Verlag präsentiert Schicksalserlebnisse von Zeitzeugen

ID: 38179

Der 9. November ist ein geschichts- und schicksalsträchtiger Tag für die Deutschen – in positivem aber auch negativen Sinne: 1918 Ausrufung der Weimarer Republik durch Scheidemann, 1923 Hitler-Putsch in München, 1938 Reichspogromnacht, eine der schwersten Stunden deutscher Geschichte, und 1989 der Mauerfall, der 1990 zur Wiedervereinigung des seit 1949 geteilten Deutschlands führte.






Lebensschicksale in der DDRLebensschicksale in der DDR

(firmenpresse) - Am 9. November 1989 gibt Politbüromitglied Günter Schabowski auf der internationalen Pressekonferenz zur 10. Tagung des ZK der SED vorzeitig und auf konfuse Weise eine neue Reiseregelung bekannt. Nachdem die westlichen Medien berichteten, dass die DDR ihre Grenze öffnet bzw. geöffnet hat, strömten Tausende Ost- und West-Berliner am späten Abend Richtung Grenzübergänge. Hunderttausende feierten die wieder gewonnene Freiheit. Die Mauer war gefallen. Nach 28 Jahren wurde am 22. Dezember das Brandenburger Tor wieder geöffnet, ein knappes Jahr später, am 21./22. September 1990, die DDR-Grenztruppen aufgelöst.
Die Mauer – ihr Fall gleichbedeutend mit dem Ende des Kalten Krieges – war zugleich das signifikanteste Symbol des Ost-West-Konfliktes. Von DDR-Seite als „Antifaschistischer Schutzwall“ gefeiert, wurde sie von Seiten der BRD als „kommunistische Schandmauer“ verwünscht. Mehr als ein Vierteljahrhundert Sinnbild der Teilung wurde die Mauer am 9. November 1989 Begegnungsstätte für Ost und West.
Neben diesen geschichtlichen Fakten sind es jedoch die menschlichen Schicksale, die Geschichte erst lebendig machen, und die oftmals in der reinen historischen Betrachtung zu wenig Beachtung finden.

Regina Cäcilia Albrecht, Anke Jauch und Ingrid Ewers berichten ihn ihren Werken über ihre ganz persönlichen Erlebnisse in der Zeit der DDR, über den Eisernen Vorhang, Staatswillkür – und Staatsmacht sowie der Wunsch nach Freiheit und der Drang zur Flucht. Jede der drei Frauen spricht in eindrucksvollen und klaren Worten über ihre Erlebnisse in der DDR.

In ihrem autobiographischen Roman „Nur 180 Meter“ schildert Regina Cäcilia Albrecht „Ihre Liebe im Schatten der Mauer“. Es ist nur ein schmaler Streifen – und doch scheint die Berliner Grenze unüberwindlich. Die Liebe einer jungen Frau in der DDR zu ihrem Freund in Westdeutschland droht an dem Systemgegensatz zu scheitern. Sylvia möchte ein Ende ihrer Liebe aus Staatsräson nicht zu lassen. Nach anfänglicher Resignation fasst sie die einzige Möglichkeit ins Auge, ihr privates Glück in die Hände zu nehmen und bereitet sich auf die Flucht vor. Der Weg dahin ist beschwerlich und voller Unsicherheiten ...



Anke Jauchs Enthüllungsroman „Die Stasi packt zu“ berichtet schonungslos über Unfreiheit und Willkür im sozialistischen System. Anke Jauch und ihr Mann wollen 1980 über Bulgarien vom Osten in den Westen flüchten. Bei ihrem Fluchtversuch werden sie festgenommen und verurteilt. Für beide beginnt eine menschenunwürdige Zeit im Zuchthaus. Unfassbares Unrecht in der DDR erfahren sie an Leib und Seele. Dieser packende, authentische Lebensbericht beruht auf Original-Auszügen aus der Stasi-Akte Anke Jauchs.

Ingrid Ewers schreibt in ihrer Erzählung „Eine Kerze will ich anzünden“ über Lebensschicksale in der ehemaligen DDR, über Menschen, die in der sozialistischen Gesellschaft mit all ihren Zwängen zwischen Opportunismus einerseits und resignierender Selbstrücknahme andererseits ihren für sie verantwortbaren Weg gehen wollen. Die Frage danach, ob dies gelingen kann, beantwortet Ingrid Ewers in ihrer Erzählung mit Ja und Nein. Trotz des zeitlichen Abstandes sollte es nicht einfach vergessen sein, weil sich Gesichtspunkte und Hinweise ergeben, die auch für unser Leben in der heutigen Gesellschaft maßgeblich sind.

Regina Cäcilia Albrecht
Nur 180 Meter
Liebe im Schatten der Mauer – Autobiographischer Roman
August von Goethe Literaturverlag im Frankfurter Literaturverlag GmbH
296 Seiten, Softcover
12,80 €
ISBN 978-3-86548-453-6


Anke Jauch
Die Stasi packt zu
Freiheitsberaubung 1980
August von Goethe Literaturverlag im Frankfurter Literaturverlag GmbH
132 Seiten, Softcover
8,90 €
ISBN 978-3-86548-714-8


Ingrid Ewers
Eine Kerze will ich Anzünden
Erzählung
August von Goethe Literaturverlag im Frankfurter Literaturverlag GmbH
74 Seiten, Softcover
7,90 €
ISBN 978-3-8372-0012-6Weitere Infos zu dieser Pressemeldung:
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AUGUST VON GOETHE LITERATURVERLAG
Gelingende Literatur ist der Lebenswirklichkeit verpflichtet. Deshalb kann und muß moderne Literatur die nachwachsende Autorengeneration zur Erscheinung bringen. Dieser Aufgabe - neue Autoren durch Herausgabe von Debüts zu unterstützen - stellt sich der AUGUST VON GOETHE LITERATURVERLAG. Der Verlag ist in Deutschlands bedeutendster Literaturstraße, dem Frankfurter Großen Hirschgraben, zu Hause. Goethe-Haus, Theater und Buchhändlervereinigung sind neben dem AUGUST VON GOETHE LITERATURVERLAG ansässig. August von Goethe (1789-1830), der Sohn des berühmten Dichters, hinterließ ein Tagebuch, das von der Italienreise erzählt und seinen literarischen Ruhm begründet hat.

Der Verlag erinnert mit seinen Buchausgaben vorzüglicher Autoren der Gegenwart auch an den Reiseschriftsteller August von Goethe. Manuskripte sind an das Lektorat erbeten (www.august-goethe-verlag.de)



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