Beleidigt Johannes B. Kerner Hausfrauen und Mütter?
21.11.2007 - 12:18 | 38799
ZDF-Moderator ringt sich zu einer Mail an das Familiennetzwerk durch
(firmenpresse) - Bonn/Hollern-Twielenfleth - Die am 9. Oktober 2007 ausgestrahlte Sendung „Johannes B. Kerner“ http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/22/0,1872,1020214,00.html mit dem publikumswirksamen Hinauswurf der Buchautorin Eva Hermann zieht immer weitere Kreise. In seiner Gesprächsrunde hatte der ZDF-Moderator unter anderem gesagt: „Was ist denn die wahre Bestimmung der Weiblichkeit – (das) ist doch nicht zu Hause zu sitzen und die Kinder großzuziehen, sondern die wahre Bestimmung der Weiblichkeit ist doch, ein voll anerkanntes Mitglied einer Gesellschaft zu sein.“ Dazu sagte die Koordinatorin des Familiennetzwerks Deutschland http://www.familie-ist-zukunft.de, die Kinderärztin und Familientherapeutin Maria Steuer: „So viel Verachtung gegenüber Müttern ist uns selten entgegen geschlagen. Mütter leisten einen unersetzlichen Dienst, um ihre Kinder optimal vorzubereiten. Und nun müssen sie sich von einem Fernsehmoderator anhören, sie säßen (!) und seien keine voll anerkannten Mitglieder der Gesellschaft. Dies ist eine ungeheure Diskriminierung!. Herr Kerner sollte dies Aussage öffentlich erläutern und schleunigst Stellung beziehen.“
Dies ist nun augenscheinlich in etwas seltsamer Form geschehen. Denn das Online-Magazin Neue Nachricht http://www.neue-nachricht.de stieß bei Recherchen im Internet auf eine Erklärung des Johannes B. Kerner, die auf der Website des Familiennetzwerks zu lesen ist http://www.familie-ist-zukunft.de/seite/?p=241. Zunächst verweist Kerner darauf, dass ihn der offene Brief Steuers vom 12. Oktober erst verspätet erreicht habe. Dann fährt er fort: „Ihren Vorwürfen, ich verachte Mütter und diskriminiere sie, möchte ich entschieden widersprechen. Bei Ansicht der gesamten Sendung kann jedermann und jede Frau leicht meine Grundhaltung erkennen. Um weitere Missverständnisse, die ich im Übrigen bedauere, vorzubeugen, stelle ich noch einmal fest: Natürlich sind Mütter, auch diejenigen die sich für die Erziehung ihrer Kinder entscheiden, die eine andere Berufstätigkeit abbrechen oder unterbrechen, voll anerkannte Mitglieder der Gesellschaft. Zur Umsetzung der vollen Anerkennung gehört für mich auch, dass Müttern die Chance gegeben wird auf unterschiedlichste Weise am Berufsleben teilzunehmen, wenn sie es wünschen. Hier Chancengleichheit herzustellen, sollte vordringliche Aufgabe zukunftsorientierter Familienpolitik sein.“ Nachdem Kerner mit freundlichen Grüßen geschlossen hat, vergisst er nicht den PS-Hinweis darauf, diese Mail möge bitte ausschließlich zur Veröffentlichung auf der Homepage des Familiennetzwerks. Es fragt sich, was die Gattin des Moderators, die derzeit „nur“ Hausfrau und Mutter ist, zu den irritierenden Erklärungen ihres Mannes zu sagen hat.
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