Wenn das Baby in seiner Schale auf dem Rücksitz unruhig wird, fällt konzentriertes Autofahren schwer. Doch sich jetzt umzudrehen, kann gefährliche Verkehrssituationen zur Folge haben. Ein ehemaliger Mercedes Mitarbeiter entwickelt einen Spiegel, mit dessen Hilfe der Autofahrer das Baby in seiner Schale beobachten kann.
(firmenpresse) - Ein klassischer Fall von Ablenkung für Sven Rademacher, Pressesprecher des Deutschen Verkehrssicherheitsrates (DVR): Im Innenstadtbereich fährt eine Mutter allein mit ihrem Baby auf dem Rücksitz im Schritttempo auf eine rote Ampel zu. Als sich das Baby in seiner Schale bemerkbar macht, dreht sie sich kurz zu ihm um. Nur wenige Sekunden ist sie so vom Verkehrsgeschehen abgelenkt. Sie merkt nicht, dass ihr Auto weiterrollt. Die Folge: ein Auffahrunfall.
„Ablenkung am Steuer - natürlich auch durch Kinder und Babys - gilt immer noch als hohes Risiko im Straßenverkehr“, erklärt Rademacher. Er verweist auf eine Studie der American Automobile Association: danach sind 25 bis 50 Prozent aller Unfälle auf abgelenkte Autofahrer zurückzuführen. „Jetzt in der dunklen Jahreszeit sind Konzentration und Aufmerksamkeit im Straßenverkehr besonders wichtig“, warnt Verkehrsexperte Sven Rademacher.
Die Lösung des Problems kommt vom Rentner und ehemaligen Mercedes Mitarbeiter Dieter Hilbertz: er entwickelt und vertreibt einen Spiegel, der das Bild des Babys in den Innenspiegel reflektiert. Fest an die Kopfstütze des Rücksitzes geschraubt, passt er sich an jede Babysitzhöhe flexibel an. So kann man einen prüfenden Blick auf das Baby werfen, ohne sich umdrehen zu müssen. „Gerade für die Kleinsten versuchen die Eltern alles so sicher wie möglich zu gestalten. Mit dem Bebivista Spiegel schließen wir eine gefährliche Lücke im Sicherheitsnetz“, berichtet Dieter Hilbertz. Das sehen auch andere Sicherheitsexperten so: Das erste Sicherheitsprüfsiegel kommt sogar aus der Schweiz: das Schweizer Kompetenzzentrum für Unfallprävention (bfu) zeichnete den Babyschalenspiegel als gute Maßnahme zur Unfallverhütung aus.
Auf die Idee der Konstruktion kam Dieter Hilbertz durch seine eigene Tochter. Die besuchte ihren Vater samt Enkelkind und erreichte das elterliche Wohnhaus gestresst und klagend über die Autofahrt. Sie hatte ihr Kind im Babysitz nicht sehen können als es schrie. Für den aktiven Ruheständler ist klar – hier muss Abhilfe geschaffen werden. Der Tüftler ließ sich Zeit, bis er die passenden Teile für seinen Babyschalenspiegel gefunden hatte. „Ich wollte etwas Solides – alle Teile stammen heute von deutschen Herstellern“, berichtet er stolz. Zu beziehen ist der Babyschalenspiegel für rund 30 Euro über die Internetseite www.babyschalenspiegel.de.
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