Die eingetragene Genossenschaft – eine ernstzunehmende Unternehmensform für die 2.0-Gesellschaft!
ID: 390416
Warum ist die Genossenschaft eine Unternehmensform gerade auch für junge Unternehmen geeignet?
Warum ist die Genossenschaft als Unternehmensform gerade auch für junge Unternehmen geeignet?
Genossenschaften sind seit über 100 Jahren erfolgreich und basieren auf den Werten eines verantwortungsbewussten Wirtschaftens: Selbsthilfe, Selbstverantwortung und Selbstverwaltung. Ausgehend von Selbsthilfeorganisationen aber im Gegensatz zum Verein handelt es sich keinesfalls um „Sozialeinrichtungen“ sondern vielmehr um eine Form des Wirtschaftens, die das materielle Wohl ihrer Mitglieder befördert. Der Kunde und dessen Nutzen stehen im Mittelpunkt. Transparenz und Ehrlichkeit sind die Leitlinien.
Eine interessante Alternative mit Teamgeist?
Dabei ist die Genossenschaft für viele Gründungen und auch kleinere Unternehmen mit mehreren Partnern eine attraktive Alternative. Schon mit 3 Mitgliedern – den früheren Genossen – können Sie starten. Das macht die Genossenschaft auch für Neugründungen tauglich. Jeder, der schon einmal gegründet hat, weiß, dass 7 „Mit-Redner“ problematisch sein können. Die frühere Hürde, das Erfordernis von mindestens 7 Gründungsmitgliedern, wurde beseitigt. Andererseits wird deutlich, dass die Basiskonstruktion erhalten bleibt: Selbst bei 3 Mitgliedern ist die beherrschende Stellung eines einzelnen Mitglieds praktisch ausgeschlossen. „Alleinherrschaft“ ist nicht etablierbar; ohne Team(geist) geht gar nichts. Tatsächlich handelt es sich vom ersten Tag an um eine Kooperation – auf Augenhöhe.
Die genossenschaftlichen Werte sind zeitgemäß. Ressourcen werden gebündelt und führen zu Einsparungen, die ein einzelner nicht erreichen könnte. Das Internet steht dabei für Transparenz, Kooperation und Kommunikation – und steht geradezu in idealer Weise für die genossenschaftliche Idee.
Was hat sich mit der Genossenschaftsnovelle geändert?
Seit der Novellierung des Genossenschaftsgesetzes im Jahr 2006 ist Vieles beweglicher und leichter geworden.
Die eG könnte theoretisch mit 1 Euro gegründet werden. Allein diese Tatsache war Auslöser für einen regelrechten Run auf die englische Ltd. Steuerberater rieten damals von der Limited ab, vorgeschobene Begründung war und ist die (Nicht-)„Seriosität“ dieser Rechtsform. Dieser Makel haftet nun einer Genossenschaft, weiß Gott, nicht an. Trotzdem werden Sie schwerlich einen Steuerberater finden, der Ihnen zurät, eine eG zu gründen.
Wir meinen: Die eingetragene Genossenschaft bietet Ihnen seit 2006 volle Flexibilität zu angemessenen Preisen. Auch für kleinere Neugründungen. Die Berater haben einfach noch keine Erfahrung mit diesem „Mantel“.
1 € Gründung, o.k. - was spricht noch dafür, warum ist die eG dann „seriös“?
Die eG unterliegt einer mehr oder weniger großen „Aufsicht“, wir sagen einer der jeweiligen Situation angemessenen Aufsicht. Die regionalen Genossenschaftsverbände wachen zunächst über einen seriösen Geschäftsplan. Ohne tragfähiges Konzept gibt es kein o.k. des Verbandes, ohne dieses o.k. keine Eintragung ins Genossenschaftsregister.
Wie kompliziert ist es eine eG zu führen?
Sie müssen also ein tragfähiges Konzept vorweisen und vom Verband testiert haben. Die Genossenschaft ist durch die Eintragung in das Genossenschaftsregister gegründet und fortan als juristische Person rechtsfähig (wie eine GmbH).
Es gibt eine Gesellschafterliste, die im Gegensatz zur GmbH durch die eG selbst geführt wird. Neue Mitglieder werden ohne den sonst üblichen Gang zum Notar aufgenommen. Ein- und Austritte sind möglich. Bei Austritt besteht Anspruch auf Rückzahlung der Einlage.
Die Gesellschaft hat kein festes Kapital (25.000 € bei der GmbH), aber jedes Mitglied hat mindestens einen Geschäftsanteil zu zeichnen. (Nur) das Vermögen der Genossenschaft haftet normalerweise für den Insolvenzfall.
Im Allgemeinen hat jedes Mitglied 1 Stimme.
Für Genossenschaften mit nicht mehr als 20 Mitgliedern genügt ein Vorstand, ein Aufsichtsrat ist fakultativ. Vorstände können ehrenamtlich tätig sein, deren Geschäftsführungsbefugnis kann durch die Satzung maßgeschneidert werden. Die Gestaltung der Satzung lässt viele Spielräume offen.
Der Jahresabschluss entspricht dem einer GmbH, bei kleinen eGs erfolgt keine Prüfung des Jahresabschlusses durch den Genossenschaftsverband.
Ist die eG ein deutscher Alleingang?
Das Gegenteil ist der Fall. Überall in Europa gibt es ein Pendant. In vielen Ländern hat die Genossenschaft, oder auch Co-Operative, eine lange und erfolgreiche Geschichte.
Über Landesgrenzen hinweg können diese Kooperationen durch 5 natürliche Personen oder zwei juristische Personen aus mindestens 2 Wohnsitzstaaten erweitert werden. Mit der SCE – Societas Cooperativa Europaea - besteht seit 2006 eine europäische Rechtsform, deren ausländische Niederlassungen automatisch die Rechtsform des Niederlassungsstaats erhalten, die dem Pendant der deutschen eingetragenen Genossenschaft entsprechen.
So sind Unternehmen mit der Genossenschaft auch bestens für europäische Märkte gerüstet.
Dr. Dieter Eschenbach – www.csi-solutions.de
In Anlehnung an das Weblog von Lothar Lochmaier, der sich zunächst mit Banking 2.0 beschäftigt, haben wir das Thema für Unternehmen aller Art beleuchtet.
Weitere Informationen unter: http://lochmaier.wordpress.com/2009/12/02/interview-so-konnte-die-genossenschaftsbank-2-0-aussehen/
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Unternehmensinformation / Kurzprofil:
CSI-Solutions berät Unternehmer und Gesellschafter, Genossenschaften und Verbände beim Change-Management.
CSI-Solutions ist dabei Architekt und Gestalter des Wandels in Umbruchsituationen.
CSI-Solutions steht für Werte und Verantwortung und lässt sich an Ihrem Erfolg messen.
CSI-Solutions eG
Dr. Dieter Eschenbach
Oberer Seeweg 19
D-82319 Starnberg
t: + 49 8151 554 107
f: + 49 3212 120 4027
www.csi-solutions.de
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www.csi-solutions.de
Datum: 19.04.2011 - 11:15 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 390416
Anzahl Zeichen: 6196
Kontakt-Informationen:
Ansprechpartner: Dr. Dieter Eschenbach
Stadt:
Starnberg
Telefon: 0049 8151 554
Kategorie:
Unternehmensführung
Meldungsart: Erfolgsprojekt
Versandart: Veröffentlichung
Freigabedatum: 19.04.2011
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