DFG bewilligt Schwerpunktprogramm

DFG bewilligt Schwerpunktprogramm

ID: 391810
(PresseBox) - Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) hat ein bundesweit angelegtes Schwerpunktprogramm bewilligt, das an der TU Kaiserslautern sowie der Universität des Saarlandes koordiniert werden wird. Koordinator dieses Programms mit dem Titel "Ultraschnelle und zeitlich präzise Informationsverarbeitung im normalen und funktionsgestörten Hörsystem" ist Professor Eckhard Friauf vom Fachbereich Biologie der TU Kaiserslautern, zusammen mit Professorin Jutta Engel von der Universität des Saarlandes/Homburg. Das Schwerpunktprogramm hat einen Finanzumfang von 2,1 Millionen Euro pro Jahr und wird vermutlich sechs Jahre lang gefördert werden.
Unser Hörsystem verarbeitet normalerweise tagtäglich Informationen im Mikrosekundenbereich mit einer exquisiten Genauigkeit und erbringt somit überaus erstaunliche und ungewöhnliche Leistungen. Leider sind Hörstörungen, also der vollständige oder teilweise Verlust des Hörvermögens, weit verbreitet. Sie stellen die häufigste Sinnesstörung bei Menschen dar und etwa jeder siebte Mensch ist davon betroffen. Während Mittelohrbasierter Hörverlust mit Hörgeräten gut behandelt werden kann, gibt es noch keine effektiven Behandlungsmöglichkeiten für sogenannte sensorineurale Schwerhörigkeit, die das Innenohr und/oder den Hörnerv betrifft. Deshalb wollen die beteiligten Forscher ihre Arbeiten auf diese beiden Strukturen sowie den auditorischen Hirnstamm fokussieren, bis hinauf zum Mittelhirn. Sowohl normale als auch funktionsgestörte Hörmechanismen werden angesprochen, wodurch Grundlagenforschung unmittelbar mit krankheitsorientierter Forschung verknüpft wird.
Ziel ist es, ein umfassendes Wissen von den Mechanismen zu gewinnen, die ultraschnelle Informationsverarbeitung mit hoher Präzision ermöglichen, mit dem Zweck, ein fundamental verbessertes Verständnis über die Ursachen von Hörstörungen sowie Ansätze für bessere therapeutische Maßnahmen zu erhalten. Um dieses Ziel zu erreichen, wird das Schwerpunktprogramm renommierte und junge Kollegen vernetzen, unter anderem aus der Physiologie, Anatomie, Human- und Mausgenetik sowie der Verhaltensbiologie. Das Schwerpunktprogramm wird ihre Kernkompetenzen bündeln und enge, synergistische Interaktionen zwischen Experten aus unterschiedlichen Disziplinen sicherstellen.


Da die Häufigkeit von Hörstörungen in unserer Bevölkerung drastisch zunimmt, ist es sehr wichtig, den "Kampf gegen Sinnesstörungen" aufzunehmen und in einem interdisziplinären nationalen Forschungsprogramm sich dieser Aufgabe zu widmen. Das eingerichtete Schwerpunktprogramm ist auch von großer Bedeutung, um die wichtige internationale Rolle der deutschen Wissenschaft auf diesem Gebiet zu stärken.
Die DFG richtet 2011 insgesamt 13 neue Schwerpunktprogramme ein. Sie sollen die in Deutschland und darüber hinaus vorhandene wissenschaftliche Expertise zu besonders aktuellen oder sich gerade bildenden Forschungsgebieten vernetzen. Ferner sollen sie den wissenschaftlichen Nachwuchs fördern.
Die 13 neuen Schwerpunktprogramme wurden aus insgesamt 57 eingereichten Konzepten ausgewählt. Für sie stehen im ersten Förderjahr insgesamt circa 24 Millionen Euro und in der ersten Förderhälfte (drei Jahre) gut 70 Millionen Euro zur Verfügung. Mit den nun bewilligten 13 Einrichtungen fördert die DFG ab 2012 insgesamt 80 Schwerpunktprogramme.

Unternehmensinformation / Kurzprofil:
drucken  als PDF  teleskopdatenbank.de startet Astro Alert Service für Hobbyastronomen AiCuris erhält Orphan Drug Status für die innovative Phase II Substanz AIC246 gegen das Humanan Cytomegalievirus HCMV
Bereitgestellt von Benutzer: PresseBox
Datum: 20.04.2011 - 16:13 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 391810
Anzahl Zeichen: 3400

Kontakt-Informationen:
Stadt:

Kaiserslautern



Kategorie:

Forschung und Entwicklung



Diese Pressemitteilung wurde bisher 448 mal aufgerufen.


Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"DFG bewilligt Schwerpunktprogramm"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von

TU Technische Universität Kaiserslautern (Nachricht senden)

Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).

Erfolgreiche rheinland-pfälzische Schüler/innen der 30. Internationalen Biologie-Olympiade experimentieren an der TU Kaiserslautern ...
Am 31.01. und am 01.02.2019 findet im Fachbereich Biologie der TU Kaiserslautern (TUK) das Praktikum der 15 besten rheinland-pfälzischen Schülerinnen und Schüler der 2. Runde der Internationalen Biologie-Olympiade 2018/19 (IBO)  statt. Der ?Bio-Workshop? ist eine Belohnung für das herausragende

Grenzüberschreitende automatisierte Mobilität - die Großregion in Bewegung ...
Sicher, umweltbewusst und flexibel ? so lauten zentrale Forderungen an die Mobilität der Zukunft. In der Grenzregion zwischen Deutschland, Frankreich und Luxemburg ist Mobilität in der Arbeitswelt ein entscheidender Faktor. Sie muss einfach, günstig und für alle verfügbar sein. Die Automatisier

Physikprofessor Henning Fouckhardt mit Lehrpreis der TU Kaiserslautern ausgezeichnet ...
Der Distinguished Teaching Award der TU Kaiserslautern (TUK) ging in diesem Jahr an den Experimentalphysiker Prof. Dr. Henning Fouckhardt. In feierlichem Rahmen wurde ihm der Preis am 18. Dezember 2018 durch Vertreter der Universitätsleitung übergeben. In seiner Laudatio würdigte Dr. Stefan Löhr


Weitere Mitteilungen von TU Technische Universität Kaiserslautern


Vernetzung im Gesundheitswesen: Zwickauer Studenten entwickelten modulare Software-Lösung ...
Darmstadt, 20. April 2011. Mit dem Projekt "CommIT Health" ist das Team der Westsächsischen Hochschule Zwickau der "Top Winner" der diesjährigen InterSystems Student Programming Competition. Im Mittelpunkt des prämierten Projekts stand die Entwicklung eines modularen Software-

Keine Chance für Bremsen und Co. ...
Pferdebesitzer kennen das Problem: Jedes Jahr im Sommer werden die Tiere von Stechmücken und Bremsen umschwärmt. Für einige Tiere werden die Insekten zu einer echten Bedrohung, sie reagieren allergisch auf Insektenstiche und bekommen massive gesundheitliche Probleme wie z.B. das gefürchtete Som

Embedded Multicore: Fraunhofer ESK arbeitet mit dem Lehrstuhl für Kommunikationstechnik der Universität Augsburg ...
Richtig beherrscht bringen die Multicore-Prozessoren wesentlich leistungsfähigere und flexiblere eingebettete Systeme. Beispiel Telekommunikation: Hier müssen gleichzeitig viele Verbindungen aufgebaut und verwaltet werden. Diese parallele Ausführung vieler gleichartiger und rechenintensiver Aufga

Der Roboter-Blog ...
Heidelberg | Wenn es nach Bill Gates geht, wird bereits in drei Jahren jeder Haushalt über einen eigenen Roboter verfügen.* Noch ist es nicht ganz soweit, doch es besteht kein Zweifel: Automatisierung und Servicerobotik sind die Megatrends in Unternehmen, in der Landwirtschaft, beim Tra


 

Werbung



Sponsoren

foodir.org The food directory für Deutschland
News zu Snacks finden Sie auf Snackeo.
Informationen für Feinsnacker finden Sie hier.

Firmenverzeichniss

Firmen die firmenpresse für ihre Pressearbeit erfolgreich nutzen
1 2 3 4 5 6 7 8 9 A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z