EU-Rentensysteme: Vereinheitlichung keine Lösung
ID: 410405
EU-Rentensysteme: Vereinheitlichung keine Lösung
Mit Blick auf Länder, die EU-Finanzhilfen beanspruchen wollen, fordert Bundeskanzlerin Merkel, dass die erforderliche Konsolidierung öffentlicher Haushalte nicht vor den Alterssicherungssystemen Halt machen darf. Mit einer EU-weiten Angleichung des Rentenzugangsalters ist es aber längst nicht getan.
Wer unter den Rettungsschirm der EU will, der muss nachweisen, wie er die öffentlichen Haushalte künftig sanieren will. Zu Recht weist die Kanzlerin darauf hin, dass davon die Alterssicherungssysteme nicht ausgenommen werden dürfen. Schließlich ist das Demografieproblem keine rein deutsche Angelegenheit. Schon heute wenden Griechen und Portugiesen mit 13,2 und 13,4 Prozent ihres Bruttoinlandsprodukts mehr für die Alters-, Hinterbliebenen- und Invaliditätsversorgung auf als Deutschland mit 12,8 Prozent. Die Iren schneiden mit knapp 6 Prozent hier relativ gut ab.
Die Forderung nach einer EU-weiten Angleichung des Rentenzugangsalters greift allerdings zu kurz:
? Noch gilt in Deutschland die Rente mit 65. Dem stehen Irland und Portugal nicht nach; und auch in Griechenland können nur Frauen bereits ab 60 Jahren in den Ruhestand gehen. Immerhin ist hierzulande die Rente mit 67 schon im Visier.
? In der Realität beziehen die Menschen oft schon früher Rente. Nach EU-Angaben fallen aber auch hier die Rettungsschirm-Kandidaten bislang nicht negativ auf.
Allerdings kann es sein, dass die Absicherung bei Arbeitslosigkeit ein vorzeitiges Ausscheiden aus dem Arbeitsleben begünstigt. Wenn also Konsolidierung nicht vor den sozialen Sicherungssystemen Halt machen darf, dann gehört mehr als nur die Regelaltersgrenze auf den Prüfstand.
Ansprechpartner
Dr. Jochen Pimpertz
Telefon: 0221 4981-760
Bereitgestellt von Benutzer: pressrelations
Datum: 21.05.2011 - 06:01 Uhr
Sprache: Deutsch
News-ID 410405
Anzahl Zeichen: 1972
pressrelations.de – ihr Partner für die Veröffentlichung von Pressemitteilungen und Presseterminen, Medienbeobachtung und Medienresonanzanalysen
Diese Pressemitteilung wurde bisher 309 mal aufgerufen.
Die Pressemitteilung mit dem Titel:
"EU-Rentensysteme: Vereinheitlichung keine Lösung"
steht unter der journalistisch-redaktionellen Verantwortung von
Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln) (Nachricht senden)
Beachten Sie bitte die weiteren Informationen zum Haftungsauschluß (gemäß TMG - TeleMedianGesetz) und dem Datenschutz (gemäß der DSGVO).
Die ehemalige Autostadt Detroit hat umgerechnet mehr als 15 Milliarden Euro Schulden angehäuft. Jetzt ist die Stadt bankrott. Droht deutschen Kommunen Ähnliches? Immerhin stehen viele tief in der Kreide: Insgesamt betrug der Schuldenberg aller Städte und Gemeinden am Ende des ersten Quartals 20
Der Lohn der guten Tat ...
Das Thema nachhaltiges Wirtschaften gewinnt für deutsche Immobilienunternehmen zunehmend an Bedeutung. Das hat eine Studie ergeben, die im Frühjahr 2013 gemeinsam von der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg und dem Kompetenzfeld Immobilienökonomik beim Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW) durchg
Mehr Binnenmarkt, mehr Wachstum ...
Gelingt es, den Verkehr von Personen, Waren, Dienstleistungen und Kapital zwischen den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union weiter zu liberalisieren, könnte dies helfen, die Krise in der Eurozone besser in den Griff zu bekommen. Denn ein starker Binnenmarkt führt zu mehr Wettbewerb, höherem
Weitere Mitteilungen von Institut der deutschen Wirtschaft Köln (IW Köln)
Rente mit 69: Altersgrenze folgt Lebenserwartung ...
Die Logik ist so einfach wie richtig: Wenn die Versicherten aufgrund der steigenden Lebenserwartung immer länger Rente beziehen, dann überfordert das die umlagefinanzierte Rentenkasse. Deshalb muss die Regelaltersgrenze angepasst werden ? die fünf Wirtschaftsweisen fordern aktuell eine Rente mi
Dirk Niebel sagt Liberias Staatspräsidentin Johnson-Sirleaf weitere Unterstützung bei der Bewältigung der Flüchtlingsströme aus Côte d?Ivoire zu ...
In Liberia hat BundesÂentÂwickÂlungsÂminister Dirk Niebel heute StaatsÂpräsidentin Ellen Johnson-Sirleaf geÂtroffen. Nach dem GeÂspräch sagte der Minister: "Ich bin beÂeindruckt vom entÂschieÂdenen ReformÂwillen der StaatsÂpräsidentin Ellen Johnson-Sirleaf. Die FortÂschritte bei
Netzausbau - Für GRÜNE geht es um das ?Wie? und nicht um das ?Ob? ? Für Akzep-tanz werben ...
Die Landtagsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN macht in der heutigen Plenarauseinandersetzung um den notwendigen Ausbau von leistungsfähigen und intelligenten Stromnetzen deutlich, dass es für sie nicht mehr um das "Ob", sondern nur noch um das "Wie" geht. "Auch für d
Bundesweite Hygiene-Ampel - offen und unverzüglich ...
"Die Einführung der Hygiene-Ampel ist ein längst überfälliger Schritt. Sie wird aber nur durch Transparenz glaubwürdig. Alle Ergebnisse der Lebensmittelkontrollen müssen für die Bürgerinnen und Bürger einsehbar sein", so Karin Binder, Verbraucherpolitikerin der Fraktion DIE LINK




