Doch die Wirtschaft will Engagement im Osten ausbauen
(firmenpresse) - Bonn/Berlin – Die Zeiten des Kalten Krieges sind zwar vorbei, doch die Skepsis gegenüber Russland bleibt. Nur eine knappe Mehrheit der Deutschen (53 Prozent) betrachtet Russland „eher als Freund“, während 23 Prozent in Moskau tendenziell einen Feind ausgemacht haben und 14 Prozent mit „weder noch“ antworten. Das ist das Ergebnis einer von Forsa http://www.forsa.de im Auftrag der Zeitschrift Internationale Politik (IP) http://www.internationalepolitik.de durchgeführten Umfrage. Die komplette Umfrage ist in dem jetzt erscheinenden Heft der IP – der führenden außenpolitischen Zeitschrift Deutschlands – nachzulesen.
Wie berechtigt sind die Ängste des Westens? Diese Frage beantworten Experten im Vorfeld der Präsidentenwahl am 2. März. Ein „Geheimdienstkartell“ scheine heute „große Teile der Wirtschaft zu kontrollieren sowie von den verbliebenen Oligarchien und Großkonzernen Schutzgeld zu erpressen“, meint Alexander Rahr, Programmdirektor Russland/Eurasien bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP) http://www.dgap.org. Und der Russland-Kenner Heinrich Vogel sieht in der ideologischen Programmatik der Putin-Partei „Einiges Russland“ zumindest eine gewisse Nähe „zu faschistischen Staatsdoktrinen“.
„Die deutsche Wirtschaft lässt sich weniger von Stimmungen und Emotionen, sondern eher von realen ökonomischen Bedingungen beeinflussen“, sagt der Osteuropa- und Schwellenländer-Experte Jörg Peisert http://www.joerg-peisert.de. „Und eine Umfrage des BDI vom November 2007 belegt, dass 79 Prozent von 128 befragten Unternehmen damit rechnen, dass sich die Bedingungen für Investitionen in Russland in diesem Jahr verbessern. 85 Prozent wollen ihre Geschäftsbeziehungen mit Moskau ausbauen. Und weniger als 20 Prozent meinen, dass die russische Gesetzgebung ihnen Steine in den Weg legen wird.“
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