Ein Abend rund um die Etikette

Ein Abend rund um die Etikette

ID: 423118

Tagsüber professionell, abends gentlemanlike – das ist der Wunsch von vielen jungen Menschen, die noch inmitten des Studiums oder am Anfang ihrer Karriere stehen. Wie man die gefährlichen Klippen der Etikette umschifft, zeigt jetzt ein aktuelles Seminar.



Seminarteilnehmer und Coach Mayer an der gedeckten TafelSeminarteilnehmer und Coach Mayer an der gedeckten Tafel

(firmenpresse) - Wer begrüßt wen zuerst? Wie verhält sich ein Herr, wenn er eine Dame begleitet – wie ist also der perfekte Gentleman? Wie isst man komplizierte Speisen? Bereits im Laufe des Studiums wird man immer häufiger mit solchen Situationen konfrontiert und spätestens im Berufsleben werden die Antworten auf diese Fragen wirklich wichtig – und eine souveräne Kenntnis der ungeschriebenen Spielregeln wird stets vorausgesetzt.

Wer trägt die Krone?

Am Abend des 9. Juni 2011 gab es für die Studenten der Universität Tübingen im Rahmen der Veranstaltungsreihe der Akademischen Verbindung Virtembergia ein Einführungsseminar. Die Veranstaltung stand ebenfalls für weitere Teilnehmer offen – auch ehemalige Studenten, die bereits im Berufsleben stehen, konnten von diesem Weiterbildungsangebot profitieren. „Wer trägt die Krone – wer steht also höher in der Hierarchie?“ – begann Frédérique Mayer, Studienleiterin und ausgebildeter Etikette-Coach, den kurzen theoretischen Auftakt und erklärte die Unterschiede im privaten Umfeld und im Geschäftsleben. Nur wenige wissen: Das Motto „ladys first“ gilt nur im privaten Bereich – im beruflichen Umfeld stehen Männer und Frauen auf der gleichen Ebene, beziehungsweise ist die Unternehmenshierarchie entscheidend.

Begrüßung und Vorstellung sind ebenfalls nur scheinbar einfache Sachen: Dass das Sakko der Männer beim Aufstehen immer zugeknöpft sein muss, dass der Handschlag fest, trocken und ohne weiteren Berührungen sein sollte, dass der direkte Blickkontakt eine besondere Rolle spielt, sind schon wichtige Details, die oft übersehen werden. Rollenspiele in unterschiedlichen Situationen zeigten den Teilnehmern, dass man vieles nicht ganz ideal macht und auch jene, die die Regeln eigentlich kennen, sich weiterentwickeln können.

Tischkultur vom feinsten

Anschließend wurde man zum Tisch gebeten: Die Studenten mussten selbst ein Gedeck mit allen Bestandteilen anrichten. Dabei kamen gleich Fragen auf, wie: Wohin kommt der Brotteller, wohin die Fingerschale und in welche Richtung schauen die Dessertgabeln? Die nächste Situationsübung, sobald der Tisch fertig gedeckt war, war das klassische Beispiel: Mann und Frau betreten gemeinsam ein Restaurant, er hilft ihr aus dem Mantel und begleitet sie zum Tisch. Klingt einfach – jedoch wurden die Teilnehmer gleich mit Fragen konfrontiert, wie: Wer geht jetzt voran? Wie rücke ich den Stuhl einer Dame zurecht? Wie ist die richtige Sitzhaltung? Der Geheimtrick heißt in diesem Fall: Man sollte sich eine Katze im Schoß und eine Maus im Rücken vorstellen. Das heißt: Der Abstand zum Tisch sollte immer eine Handbreite entfernt sein und der Rücken sollte die Lehne nicht berühren.



Die Aktualität der Etikette

„An diesem Abend ging es um ein souveränes Verhalten in gängigen gesellschaftlichen Situationen.“, sagt Frédérique Mayer, die die Studierenden und die Gäste des Hauses an diesem Abend durch all die Hürden der Etikette führte. „Es ist einfach so, dass Manieren unglaublich wichtig sind“ – bestätigt Viktor Denjakin, Senior der AV Virtembergia, Organisator des Etikette-Abends, die Entscheidung für diese Veranstaltung. „Das richtige Verhalten, die guten Manieren werden im Berufsleben immer wichtiger und die heutigen Studenten werden sich bald auch in solchen Kreisen bewegen, wo der Auftritt und der erste Eindruck zählen. Außerdem werden die Manieren heutzutage zu Unrecht vernachlässigt, obwohl sie wirklich unser respektvolles Miteinander bestimmen.“ Er selbst hat auch sehr viel Neues erfahren. „Besonders wie Mimik und Gestik auf unser Gegenüber wirken, und wie die Kommunikation auch ohne Worte funktioniert, hat mich beeindruckt.“ – schließt er ab.

Das Reutlinger EUROPA-INSTITUT bietet seit dem Frühjahr 2011 nicht nur seinen Studierenden, sondern auch externen Kunden Soft Skills-Seminare an. Die Inhalte richten sich dabei an alle, die tagtäglich Kontakt zu Kunden, Kollegen und Partnern haben oder sich aus anderen Gründen dieses wertvolle Wissen aneignen möchten. Selbstverständlich sind jedoch auch spezielle Seminare möglich.
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Das EUROPA-INSTITUT ist ein privates Sprach- und Management-Institut, das 1983 gegründet und seit 1989 von Dr. Ulrich Kramer geleitet wird. Im Rahmen seiner staatlich anerkannten internationalen Studienausbildungen bildet das EUROPA-INSTITUT jährlich über 100 Multilingual Management Assistants und International Business Assistants aus. Deutschlandweit einmalig können hier Studierende aus sieben Sprachen (Engl., Franz., Span., Port., Ital., Chin., und Russ.) ihre Kombination frei wählen. Darüber hinaus werden Sprachkurse in allen Sprachen und für jedes Level angeboten, ob als Einzel-, Partner- oder Gruppenkurs mit max. fünf Teilnehmern. Die neuen Soft Skills-Seminare der beruflichen Weiterbildung bereichern seit Anfang 2011 die Palette der Bildungsangebote



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Datum: 10.06.2011 - 17:33 Uhr
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