Rezension zum Buch „Joseph-Der Weg zum Graal“ von Wolfgang Wallner-F.
ID: 42838
Der Rezensent Dr. Wolfgang Peter ist Quantenchemiker, verantwortlicher Medieninhaber der Internetpräsenz des Forums für Anthroposophie, Waldorfpädagogik und Goetheanistische Naturwissenschaft und Leiter des Theaters Odyssee
Wolfgang Wallner-F.(firmenpresse) - Der Rezensent Dr. Wolfgang Peter ist Quantenchemiker, verantwortlicher Medieninhaber der Internetpräsenz des Forums für Anthroposophie, Waldorfpädagogik und Goetheanistische Naturwissenschaft http://www.anthroposophie.net und Leiter des Theaters Odyssee, http://www.odysseetheater.com .
Über den quantenphysikalischen Hintergrund zum Buch gibt es auf der Internetpräsenz des Buches http://joseph.wolfgangwallnerf.com unter „Gespräche“ überraschende, aber physikalisch begründete Fakten.
Wolfgang Wallner-F.: „Joseph – Der Weg zum Graal“, jbl-verlag, 4572 St. Pankraz (2007), ISBN-10: 3902159278 ISBN-13: 978-3902159274
REZENSION:
Das soeben erschienen Buch von Wolfgang Wallner-F. ist ein ungewöhnlicher, spannender Reisebericht der anderen Art, führt doch die Reise nicht in ferne Länder, sondern zeichnet den Weg des Menschen zu sich selbst, zu seinem wahren Wesen, das nur in der Vereinigung mit dem All, mit dem Ganzen des Seins, oder, genauer gesprochen, mit der schöpferischen Quelle allen Seins, zu finden ist. Der Leser wird dazu eingeladen, den Protagonisten der Handlung auf seiner Reise zu begleiten, sich mit ihm zu identifizieren, und doch zugleich seinen eigenen, ganz persönlichen Weg zu wählen. Wolfgang Wallners Buch wird ihm dazu viele Anregungen geben.
Die Reise beginnt damit, dass der Held der Geschichte in ein merkwürdiges altes, verstaubtes Theater verschlagen wird. Die Bühne ist durch einen Spiegel vom Zuschauerraum getrennt, doch wird der Spiegel bald durchscheinend, eine Öffnung bildet sich in der Mitte und zwei Personen werden sichtbar. Die eine Gestalt sitzt an einem Tisch, wirkt alt, krank und müde und scheint gerade die Feder beiseite gelegt zu haben, mit der sie in dem vor ihr liegenden Buch geschrieben hat. Die andere Figur, deren Geschlecht sich nicht bestimmen lässt, erhellt die Szene mit einem Leuchter und liest einzelne Passagen aus dem Buch vor. Offensichtlich handelt es sich um ein Textbuch zu einem seltsamen Theaterstück, das aufgeführt werden soll, doch scheint der Hauptdarsteller abhanden gekommen zu sein. Der Held der Geschichte wird eingeladen, selbst diese Rolle zu übernehmen und trägt von nun an den Namen Joseph. Das Textbuch aber ist wohl das Buch des Lebens, die noch unvollendete Geschichte der Schöpfung – oder der Weg zum Graal. Bald wird deutlich, dass die Gestalt mit dem Leuchter Luzifer ist und der Alte erweist sich als Gott selbst, doch zeigt er sich hier nicht Glanz und Glorie, sondern erscheint als der verwundete Fischerkönig aus der Gralssage. Er leidet selbst an den Folgen des Sündenfalls, der Luzifer seinem Wesen entrissen und ihn so seiner Ganzheit beraubt hat. Die Sehnsucht nach Wiedervereinigung durchzieht alle Welten, die göttliche und die menschliche, und nur, wenn sie sich alle wieder ineinander verweben, kann das Ziel, der Graal, erreicht werden. Joseph, dem Menschen, jedem Menschen, kommt dabei die aktive, entscheidende Rolle zu. Die Menschwerdung Gottes und die Gottwerdung des Menschen sind hier nur zwei Seiten desselben Prozesses. Die Erlösung des Menschen durch Gott geht Hand in Hand mit der Erlösung Gottes durch den Menschen – ein kühner, ein mutiger Gedanke, den Wolfgang Wallner hier in den Mittelpunkt des Geschehens rückt. Im Menschen muss sich die coincidentia oppositorum, die Vereinigung aller Gegensätze, vollziehen, im Menschen selbst muss sich die ganze Fülle schöpferische Möglichkeiten wie in einem Brennpunkt sammeln, damit Gott und Welt, Licht und Finsternis, Gutes und Böses in höherer Art wieder zu einem heilen lebendigen Ganzen heranwachsen können. Joseph muss dazu den Weg zu seinem Aleph – den Begriff hat W. Wallner dem gleichnamigen Roman Jorge Luis Borges entlehnt - finden, dem Punkt, der alle Möglichkeiten in sich vereint. Und Joseph muss vor allem seiner Maria, der weiblichen Seite seines Wesens, begegnen.
Folgt der geneigte Leser Joseph auf seinen Pfaden, so vermag er vielleicht selbst durch alle Nebel hindurch, die sich durch den Verlust der Ganzheit über unser Dasein gebreitet haben, von ferne ganz nahe der Sonne den Graal, den wahren Lebensbaum, zu ahnen. Wie weit man auf diesem Weg auch kommen mag, jeder, der Wolfgang Wallners Buch mit offenem Herzen liest, wird seinen ganz persönlichen Gewinn daraus ziehen können, der – im Sinne dieses Buches gesprochen – wohl zugleich ein Gewinn für die Welt als Ganzes sein mag.
Wolfgang Wallner-F.: „Joseph – Der Weg zum Graal“, jbl-verlag, 4572 St. Pankraz (2007), ISBN-10: 3902159278 ISBN-13: 978-3902159274
http://joseph.wolfgangwallnerf.com
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Datum: 13.02.2008 - 17:50 Uhr
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